Services von HPE Aruba Grünes Netzwerk durch Kreislaufwirtschaft

Von Ann-Marie Struck

Mit der Digitalisierung wächst auch der Müllberg. Insbesondere Hardware hat in deutschen Unternehmen oft nur ein kurzes Leben. Gleichzeitig sorgen mehr Geräte für einen höheren Stromverbrauch. HPE Aruba versucht, dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten.

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Mit einer Kreislaufwirtschaft im Netzwerk-Markt für mehr Nachhaltigkeit sorgen.
Mit einer Kreislaufwirtschaft im Netzwerk-Markt für mehr Nachhaltigkeit sorgen.
(Bild: j-mel - stock.adobe.com)

Elektroschrott ist ein Problem. Im Jahr 2019 wurden laut Statista 53,6 Millionen Tonnen Elektroschrott weltweit produziert. Das entspricht in etwa 283.000 Blauwalen oder rund 266 der schwersten Containerschiffe, die es gibt. Und diese Flotte an Elektromüll wird bis 2030 noch weiter wachsen.

Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, hat die Politik bereits einige zentrale Projekte mit entsprechenden Gesetzen, wie beispielsweise den Green Deal vorgeschlagen. Gleichzeitig sind Unternehmen in der Verantwortung, Ressourcen zu sparen und die Umwelt zu schützen.

„Wir arbeiten seit 40 Jahren daran, gezielt Nachhaltigkeit zu unterstützen“, postuliert Markus Mayrl, Portfolio Marketing Manager EMEA bei HPE Aruba. Neben möglichst umweltverträglichen Rohstoffen sowie einem umweltfreundlichen Produktionsprozess, wird auch auf die Lieferanten und deren Standards geachtet.

Nachhaltigkeit und NaaS

Auch bei den Services spielt das Thema Nachhaltigkeit für den Anbieter eine wichtige Rolle. Mit Network-as-a-Service (NaaS) können Unternehmen Strom sparen und damit einen Beitrag für die Umwelt leisten. Grundlage ist dabei, die Netzwerk-Infrastruktur zu vereinheitlichen und damit Ineffizienzen zu beseitigen.

Erst im März hat HPE sein Service-Angebot von Greenlakemit über 50 um 11 weitere Dienste erweitert. Dabei soll die Integration von „HPE Greenlake for Aruba“ Kunden langfristig die Netzwerkplanung und Budgetierung erleichtern, indem Hardware, Software und Services in einem einzigen Abonnement bereitstellt werden. Dazu gehören flexible Zahlungsoptionen, etwa um nur für aktive Standorte zu zahlen und weitere Standorte nach und nach in das Abonnement aufzunehmen.

Ein weiterer Service ist „Intelligent Operations“. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Machine Learning sollen Fehler im Netzwerk schneller gefunden und behoben werden, bevor diese die Netzwerk-Performance beeinflussen. Der proaktive Ansatz soll eine optimale Leistung des Netzwerks gewährleisten.

Außerdem können Partner durch das NaaS-Angebot Kunden ein Gesamtlösung anbieten und die gewünschten Services flexibel buchen und zur Verfügung stellen.

Kreislaufwirtschaft statt Müllhalde

Ein weiterer Service von HPE Aruba sind die „Financial Services“. Dabei handelt es sich um mehrere Finanzierungslösungen, die Partnern ihren Kunden zur Verfügung stellen können, um ihre IT-Infrastrukturen zu modernisieren. Eine Option ist dabei, dass HPE Aruba bei einem Projekt das alte Netzwerk-Equipment, unabhängig vom Hersteller, von Kunden abkauft. Der Kunde erhält dadurch nicht nur finanzielle Mittel für sein Projekt, sondern tut auch der Umwelt etwas Gutes. Denn die abgekaufte alte Hardware wird in hauseigenen Zentren entweder aufbereitet oder fachgerecht recycelt.

Die Technology Renewal Center von HPE Aruba stehen in Massachusetts in den USA und in Erskine in Schottland. Dort werden zurückgenommene IT-Assets geprüft, refurbished oder recycelt. Allein im vergangenen Jahr wurde dem Anbieter zufolge 3,1 Millionen IT-Assets mit einem Gewicht von 35 Millionen Pfund übernommen. Das entspricht in etwa dem Gewicht von 373 Airbus A320-Flugzeugen.

Laut Aruba HPE werden mehr als 94 Prozent der Ausgangsprodukte wiederaufbereitet, vermarktet und weiterverkauft, nur 6 Prozent müssen recycelt werden. Dem „Circular Economy Report 2022“ des Anbieters zufolge können mit den „Financial Services“ jährlich 3,688 Megatonnen (Mt) CO2, 13,380 MWh Energie gespart und 240 Mt Müll gespart werden.

Und der Kundenvorteil ist auch nicht unbeachtlich. Laut Mayrl bekamen Endkunden 2021 durch die Rücknahme von Geräten weltweit insgesamt 230 Millionen US-Dollar zurück.

Der Fokus liegt dabei klar auf der Wiederaufbereitung, denn die aufbereitete IT-Assets werden fachmännisch geprüft und können so wieder verwendet werden. Sie erhalten sogar eine Garantie zurück.

Nachfrage nach gebrauchter Hardware steigt

Und die Nachfrage nach wiederaufbereiteten Geräten ist so groß wie noch nie. „Früher war unser Stock an refurbished Produkten immer groß und wir mussten zum Teil extra werben, um diese zu verkaufen“, berichtet Mayrl. „Jetzt sind die Produkte ausverkauft.“ Grund für den Andrang nach aufbereiteter IT sind nicht nur Klimaüberlegungen der Unternehmen. Auch die Lieferschwierigkeiten bei Neuprodukten tragen ihren Teil dazu bei. „Ein langfristiger Wandel weg von neu, hin zu refurbished, wird stattfinden“, ist sich Mayrl sicher, denn immer mehr Unternehmen müssen Sustainability in ihre Geschäftsprozesse miteinfließen lassen.

Richtlinien für mehr Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit soll zum neuen Standard für Unternehmen werden. Dafür wird nun eine Richtlinie ausgearbeitet. Am 21. April 2021 hat die Europäische Kommission einen Richtlinienvorschlag vorgelegt. Mit dem „Corporate Sustainability Reporting Directive – CSRD“ sollen die bisherigen Vorgaben für die nicht-finanzielle (nunmehr: nachhaltigkeitsbezogene) Unternehmensberichterstattung geändert werden. Bis Ende 2022 soll der Vorschlag in nationales Recht umgesetzt werden und ab dem Geschäftsjahr 2023 greifen. In dem bisher geltenden Gesetz sind nur große oder der Börse gelistete Aktiengesellschaften sowie Unternehmen mit großem öffentlichen Interesse mit einer Größe von mindestens 500 Angestellten zur Umsetzung verpflichtet. Das soll sich mit der neuen Richtlinie ändern. Die Grenze von mindestens 500 Beschäftigten entfällt damit. Außerdem setzt sie auf mehr Transparenz bezüglich der nachhaltigkeitsbezogenen Leistungen. Darüber hinaus sind klare Regelungen in Bezug auf Formate, Inhalte, Kennzahlen, Fristen und Prüfpflicht geplant. Neben der Beschreibung des Geschäftsmodells, den verfolgten Konzepten und Risiken gibt es fünf Hauptthemen: Umwelt, Mitarbeiter, Soziales, Korruption, Menschenrechte. Dazu müssen die Unternehmen klare Kennzahlen nennen.

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