Lünendonk-Studie zu Storage- und Informationsmanagement-Lösungen Großunternehmen wollen stabiles Information-Lifecycle-Management

Redakteur: Katrin Hofmann

Deutsche Großunternehmen erwarten von Systemen für das Information-Lifecycle-Management (ILM) vor allem Ausfallsicherheit. So lautet das zentrale Ergebnis einer Lünendonk-Studie. Dank »Best-of-breed« ist es dagegen weniger wichtig, ob die ILM-Lösung eines Anbieters sämtliche Anforderungen komplett abbildet.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Die Stabilität von ILM-Systemen ist für die großen Unternehmen in Deutschland am wichtigsten. Hier vergaben die 30 befragten Firmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern die Höchstbewertung von 1,2 auf einer Notenskala von 1 (sehr wichtig) bis 4 (unwichtig). Fast gleichauf folgen mit einer Benotung von je 1,4 die Fähigkeit zur Zusammenarbeit mit anderer Hard- und Software sowie das Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch der Reifegrad der Soft- und Hardware oder die Skalierbarkeit der Lösungen sind der Umfrage zufolge sehr wichtig (Note 1,5). Mit geringem Abstand folgt die Zukunftssicherheit (1,7).

Dass dagegen die Vollständigkeit des Lösungsangebotes bei der Bewertung durch die deutschen Großbetriebe mit 2,1 etwas zurückliegt, wundert Lünendonk-Geschäftsführer Hartmut Lüerßen nicht: »In der Praxis kompensieren Hersteller Defizite im eigenen Lösungsportfolio durch Partnerschaften.« Zudem sei die »Best-of-breed«-Strategie, die Kombination von Soft- und Hardware verschiedener Anbieter, in großen Betrieben stärker verbreitet als im Mittelstand.

Lüerßen sieht künftig neue Herausforderungen auf ILM-Anbieter zukommen: »Durch die zunehmende Verknüpfung des Information-Managements mit den Geschäftsprozessen der Anwender steigt die Nachfrage nach branchenspezifischen Angeboten.« Zwar bliebe die technische Basis des ILM selbst meist branchenunabhängig. Die Implementierung erfolge aber anhand individueller branchentypischer Anforderungen. Hersteller, die für wesentliche Branchenprozesse Templates und Best-Practices entwickeln, können den Aufwand beispielsweise bei der Implementierung verringern, sagt Lüerßen.

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