ITC Channel Index sinkt saisonbedingt Große Monitore und kleine Notebooks punkten

Autor / Redakteur: Martina Sedlmaier und Dr. Rudolf Aunkofer / Katrin Hofmann

Der ITC Channel Index entwickelt sich trotz dem jährlich üblichen Rückgang nach wie vor positiv, getragen unter anderem durch Subnotebooks. Gleichzeitig kaufen die Kunden größere PC-Monitore und rüsten ihre Rechner mit der neuesten Tastatur oder Webcam fürs Entertainment-Feeling aus.

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Mit 87 Punkten liegt der ITC Channel Index von IT-BUSINESS und GfK vier Punkte über dem Vorjahreswert. Wachstumsträger ist der B2B-Bereich mit plus zehn Prozent. Das Enterprise-Segment liegt mit einem Zuwachs von 17 Prozent deutlich über dem Monatswert des Vorjahres. Somit verläuft der Jahresstart im Großkundengeschäft positiver als im SMB- und B2C-Bereich.

Der B2B-Bereich konnte in den Segmenten Hardware, Software und Services punkten, wodurch der Jahresstart deutlich besser ausfällt als 2007. Desktop-Replacement, die Verbesserung von Netzwerkinfrastrukturen, Speicher- und Security-Lösungen dürften neben den klassischen Themen wie Mobile Com- puting für Wachstumsimpulse in diesem Jahr sorgen.

Im B2C-Bereich macht dem Index ein starker Preisrückgang zu schaffen, so dass hier Umsätze in Vorjahreshöhe erzielt werden konnten. Dies resultiert aus der Entwicklung im Computer- und im Display-Markt, wobei PCs mit einem Prozent leicht über und Monitore mit minus zwei Prozent leicht unter dem vergangenen Jahr liegen.

Das Wachstum nach Verkaufsstückzahlen stellt sich positiver dar. Nach einem starken Januar fallen die Verkäufe zwar saisonal bedingt etwas zurück, liegen aber beispielsweise bei Notebooks mit plus 33 Prozent weit über dem Vorjahr.

Subnotebooks beliebt

Der Anteil an verkauften Notebooks an private Endkunden ist deutlich größer als an Businesskunden. Neben dem absatzstärksten Bereich der 15,4-Zoll-Geräte bleibt der Trend zu sehr kleinen (unter 11,9 Zoll) und sehr großen (17 Zoll) mobilen Rechnern bestehen. Der bislang eher homogen wirkende Notebook-Markt scheint sich in mehr und mehr anwenderspezifische Segmente aufzuteilen: von der ultramobilen Nutzung bis hin zu wirklichem Desktop-Replacement.

Auch im Display-Markt steigt der Anteil der Monitore im höheren Zoll-Bereich. Im Consumer-Segment wächst der Anteil der 22-Zoll-Displays auf 40 Prozent und erreicht das Volumen der 19-Zoll-Displays, die bisher das größte Segment bildeten.

Größere Displays im Fokus

Weiterhin werden zwei Drittel der Displays im Breitbildformat verkauft, was die am Entertainment orientierte Nutzung in privaten Haushalten verdeutlicht.

Der oftmals prophezeite Austausch von Displays durch mobile großformatige Notebooks hat somit bislang nicht stattgefunden und wird dem aktuellen Trend folgend auch in naher Zukunft nicht eintreten. Im Gegenteil: Der Trend hin zu kleinformatigen mobilen Rechnern lässt eine langfristig kombinierte Nutzung von Notebook und Monitoren wahrscheinlicher werden.

Daneben entwickeln sich digitale Bilderrahmen äußerst positiv. Dieser Markt wird momentan zwar stark vom Weihnachtsgeschäft beeinflusst, was zu einem saisonalen Rückgang in den ersten beiden Monaten führte. Jedoch bewegen sich die Verkaufsstückzahlen auf einem signifikant höheren Level als im Vorjahr. Am häufigsten gehen 7-Zoll-Rahmen über die Ladentheken, wobei dieser Bereich rückläufig ist und 8-Zoll-Geräte oder größere beliebter werden.

Neben der Funktion für Privatnutzer, Bilder oder Videos darzustellen, lässt dieser Markt Potenziale für weitere Einsatzfelder offen und wird hinsichtlich Absatz- und Umsatzgenerierung interessant bleiben. Auch die Nutzung im Marketing, zum Beispiel als »Regal-Info-Systeme« ist mit der drahtlosen Variante dieser Displays denkbar.

Außerdem gibt es weitere Produkte, die hohes Absatz- als auch Umsatzwachstum verzeichnen. Zu nennen sind hier unter anderem Produkte wie Tastaturen, Mäuse, Webcams, Grafikkarten und TV-Sticks. Keyboards sind um zehn Prozent nach Absatz und elf Prozent nach Umsatz gewachsen.

Der Trend, qualitativ höherwertige Produkte zu bevorzugen, ist in vielen Segmenten durch das höhere Umsatzwachstum im Vergleich zum Absatzwachstum nach wie vor zu erkennen. Damit bleibt auch der IT-Peripherie-Markt sehr interessant und bietet vielfältige Möglichkeiten, was auf einen positiven Jahresverlauf hoffen lässt.

Im Detail: Notebooks und externe Festplatten

Die Nachfrage nach mobilen Computern und externen Speichermedien ist hoch. Kleinformatige Subnotebooks puschen die Absätze, führen aber aufgrund der niedrigen Preispositionierung zu teilweise rückläufigen Umsätzen. Insgesamt werden Notebooks in mehr und mehr Anwendungsbereichen eingesetzt. Durch die zunehmende Vielfalt digitaler Inhalte wie Fotos, kurze Clips und Filme ist auch der Bedarf an zusätzlichem Speicher für die mobilen PCs erheblich. Die seit Jahren positive Marktentwicklung für externe Festplatten belegt dies in eindrucksvoller Weise. Daneben nutzen mehr und mehr private Anwender externe Festplatten als zentrales Speichermedium in ihren Heimnetzwerken. Dem folgend werden Netzwerk-Speicher einer der Trends in den Jahren 2008 und 2009 sein.

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