GPU-Aufgaben jenseits der Pixel Grafikkarten treffen auf liquide Kunden

Redakteur: Christian Träger

Nicht nur CPUs, sondern auch die Grafik entwickelt sich in großen Schritten weiter. Spieleentwickler sorgen indes dafür, dass die Performance der GPUs auch tatsächlich benötigt wird.

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Mehr Realismus in Spielen – hier bei Race Driver Grid – fordert mehr Grafikperformance.
Mehr Realismus in Spielen – hier bei Race Driver Grid – fordert mehr Grafikperformance.
( Archiv: Vogel Business Media )

An der Grafik kommt kein Rechner vorbei – und die GPU wird immer wichtiger. Während das Aufrüsten auf schnellere CPUs vor der Einführung von Vista kaum notwendig schien – wer tippt schon schneller, nur weil der Prozessor höher taktet –, müssen GPUs mit den Spielen mitwachsen, wenn der zunehmende Realismus der 3D-Games die alte Karte zum Verzweifeln bringt. Und nicht nur Spiele profitieren heute von mehr Grafikleistung.

Seit der CeBIT 2007 haben sich die beiden großen Kontrahenten AMD/ATI und Nvidia bei der Entwicklung dedizierter Grafiklösungen kaum eine Atempause gegönnt. Welche Lösung am Ende die Nase bei der Performance wirklich vorne hat, ist wohl auch eine Glaubens- und Benchmarkfrage. Jedenfalls arbeiten inzwischen bis zu 800 Stream-Prozessoren pro GPU daran, die anfallenden Grafikberechnungen parallel abzuarbeiten.

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Hybride Grafiklösungen

Vor diesem Hintergrund erstaunt es nicht, dass auch die integrierte Grafik auf den Chipsätzen immer leistungsfähiger wird. So sind diese ebenfalls in der Lage, der CPU tatkräftig unter die Arme zu greifen, wenn es um das Encoding und die Darstellung von High-Definition-Filmen und -Videos geht. Pure-Video HD nennt Nvidia die Technik, während AMD die Funktionen unter Avivo HD anbietet.

Kaum verwunderlich, dass immer mehr Mainboards mit einer Chipsatzgrafik ausgeliefert werden. Zumal diese inzwischen auch HDMI-Ausgänge anbieten und daher für viele Anwender ausreichen. Was spricht außerdem dagegen, integrierte und dedizierte Grafik zu kombinieren? Gerade für Notebooks ist dies interessant, um Strom zu sparen. So kann im Akkubetrieb die integrierte Grafik genutzt werden. Hängt der mobile Rechner an der Steckdose, dann wird aus dem Vollen geschöpft und die dedizierte Grafik auf die Pixel los gelassen.

Gemeinsam stark

Mit Crossfire X und SLI-Technik (Scalable Link Interface) können mehrere dedizierte Grafikkarten in Desktop-PCs kombiniert werden. Mittels Karten mit zwei GPUs lassen sich so sechs GPUs in einem System zum Rechnen bringen. Abseits der Standardkarten bieten viele Hersteller auch das Besondere. Hierzu zählen besondere Kühllösungen, wie sie zum Beispiel His im Angebot hat. Auch Sapphire hat mit seiner Toxic-Reihe Radeon-Karten im Sortiment, die durch den Vapor-X-Kühler sehr leise und gut zu übertakten sind. Jüngstes High-end-Modell ist die Sapphire HD 4870 Toxic. Auf Seiten von Nvidia bietet zum Beispiel MSI die OC-Edition an. Gerade vorgestellt wurden die MSI N280 GTX OC Hydrogen mit Wasserkühlung, mit denen MSI nach eigenen Aussagen die derzeit schnellsten Geforce-GTX-280-Karten anbietet.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie Experten die Marktentwicklung einschätzen.

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