Aktueller Channel Fokus:

Managed Services

Entwicklung von Quantencomputer

Google arbeitet bei Quantencomputer mit Jülich zusammen

| Autor / Redakteur: dpa / Margrit Lingner

Google und das Forschungszentrum Jülich arbeiten künftig bei der Entwicklung von superschnellen Rechnern zusammen.
Google und das Forschungszentrum Jülich arbeiten künftig bei der Entwicklung von superschnellen Rechnern zusammen. (Bild: Google LLC)

Forscher aus Deutschland und Europa spielen im weltweiten Wettlauf um extrem hochleistungsfähige Quantencomputer ganz vorne mit. Bis Ende 2021 soll der Hochleistungscomputer „OpenSuperQ“ in Jülich gebaut werden. Das hat auch die Aufmerksamkeit von Google geweckt.

Der IT-Gigant Google und das Forschungszentrum Jülich arbeiten künftig bei der Entwicklung von superschnellen Rechnern zusammen. Google und die Forschungseinrichtung vereinbarten eine Partnerschaft bei Quantencomputern, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Dienstag mitteilte.

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sprach am Rande seiner US-Reise von einer wichtigen Zukunftstechnologie. Quantencomputer stünden am Anfang ihrer Entwicklung, es sei noch viel Grundlagenarbeit zu leisten. Der Bund ist Hauptgesellschafter des Forschungszentrums Jülich. Dieses plant den Betrieb eines europäischen Quantencomputers.

Gemeinsam mit Google soll die Entwicklung von Quantentechnologien in Europa beschleunigt werden. Gefördert wird die Forschungsinitiative mit einer Milliarde Euro.
Gemeinsam mit Google soll die Entwicklung von Quantentechnologien in Europa beschleunigt werden. Gefördert wird die Forschungsinitiative mit einer Milliarde Euro. (Bild: Google LLC)

„Quantencomputer bieten die Möglichkeit, bestimmte algorithmische Probleme in Sekundenschnelle zu lösen, für die man mit heutigen Superrechnern viele Jahre benötigen würde“, sagte der Vorstandschef des Forschungszentrums, Prof. Wolfgang Marquardt, laut Mitteilung. Hartmut Neven, Technischer Direktor bei Google, betonte, Quantencomputer könnten dabei helfen, neue umweltfreundliche Technologien zu entwickeln. Der Informatiker aus Deutschland, der an der Ruhr-Universität Bochum promovierte, ist ein weltweit anerkannter Experte für Quantencomputer sowie Gesichtserkennung und Computer-Sehen.

Im vergangenen Oktober war in Deutschland ein Forschungsprojekt zum Bau eines europäischen Quantencomputers gestartet worden: Zehn Partner aus Wissenschaft und Industrie sollen bis Ende 2021 den „OpenSuperQ“ bauen. Es soll europaweit der erste Quantencomputer auf diesem Level sein und unter vergleichbaren Systemen weltweit führend. „OpenSuperQ“ wird dann am Forschungszentrum in Jülich stehen.

Google und das Forschungszentrum Jülich werden sich künftig insbesondere bei der Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern und Experten gegenseitig unterstützen. „Ein Mangel an Fachleuten auf dem Gebiet des Quantencomputing ist jetzt schon absehbar, ähnlich wie er heute bereits im Bereich der Künstlichen Intelligenz zu beobachten ist. Aus diesem Grund investieren wir bereits jetzt in die Ausbildung und Förderung von akademischen Spitzenkräften“, sagt Dr. Markus Hoffmann, Leiter „Quantum Partnerships“ bei Google.

Kommentare werden geladen....

Sie wollen diesen Beitrag kommentieren? Schreiben Sie uns hier

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 46015381 / Aktuelles & Hintergründe)