Kaum wachsende Bereiche im Fotomarkt

Globaler Fotomarkt setzt auf Innovationen

| Redakteur: Marisa Metzger

Fotofunktionen von Smartphones üben weiter Druck auf den Fotomarkt aus.
Fotofunktionen von Smartphones üben weiter Druck auf den Fotomarkt aus. (Bild: Artur Marciniec_Fotolia.com)

Die Nachfrage im Markt für Imaging-Hardware konzentriert sich weiterhin auf hochwertige und innovative Produkte, die im Vergleich zu Smartphones einen fotobezogenen Mehrwert erkennen lassen. Pünktlich zur IFA 2015 liefert die GfK aktuelle Ergebnisse zum globalen Fotomarkt.

Anlässlich der IFA 2015 veröffentlicht die GfK neue Zahlen zum globalen Fotomarkt für das erste Halbjahr 2015. Der Umsatz mit Digitalkameras und Objektiven sank in diesem Zeitraum weltweit um 10 Prozent. Dies liegt in erster Linie daran, dass die Funktionen einfach ausgestatteter Kompaktkameras auch von Smartphones erfüllt werden, so die GfK. Das Segment der Kompaktkameras verlor 35 Prozent seines Umsatzes. Zwar können neue, wachsende Kamerabereiche den drastischen Rückgang bei Low-End-Kompaktkameras nicht kompensieren, aber dem Markt zumindest eine Zukunftsperspektive eröffnen. Laut den Marktforschern ist dafür wesentlich, inwieweit Smartphone-Nutzer motiviert werden können, auf eine „echte“ Kamera umzusteigen. Die Hersteller müssen daher den fotographischen Vorsprung gegenüber Smartphones immer wieder neu erarbeiten.

Wechselobjektivkameras und High-End-Modelle

Wechselobjektivkameras stehen für über 68 Prozent des gesamten Umsatzes bei Digitalkameras. Der größte Anteil entfällt hierbei mit 75 Prozent nach wie vor auf die Spiegelreflexkameras. Ihr Absatz sank um 18 Prozent, der Umsatz aber nur um 10 Prozent, da der Durchschnittspreis gleichzeitig um 71 Euro auf 768 Euro stieg. Dies rührt vor allem aus dem High-End-Bereich, da diese Produkte mit einem Vollformat-Sensor ausgestattet sind und im Durchschnitt 2.155 Euro kosten. Einzeln verkaufte Wechselobjektive entwickeln sich besser als die Kameras selbst. So wird zwar auch im Ausstatungs- und Objektivbereich im ersten Halbjahr 2015 weiterhin ein Minus geschrieben, mit 3 Prozent fällt es aber im Vergleich zum Gesamttrend moderat aus.

Kompaktkameras

Kompaktkameras generieren 64 Prozent ihres Umsatzes mit High-End-Modellen. Gefragt sind vor allem handliche Geräte mit sehr starkem optischem Zoom (größer als 20-fach). Außerdem sind Modelle beliebt, die über ein kleines Gehäuse verfügen, aber mit einem großen Sensor ausgestattet sind. Hier zeigen die Konsumenten eine hohe Zahlungsbereitschaft und geben mit durchschnittlich 504 Euro knapp 125 Euro mehr dafür aus als im vergangenen Jahr.

Action-Cams liegen im Trend

Das weltweite Marktvolumen der Action-Cams ist im ersten Halbjahr um etwa 55 Prozent gewachsen. Die Prognosen für 2016 laufen auf ein weiteres starkes Wachstum hinaus. Die verkauften Stückzahlen von traditionellen Camcordern gingen dagegen global um 23 Prozent zurück.

Die Marktveränderung hin zu Action-Cams geht mit einer deutlichen Verschiebung zwischen den Nutzergruppen einher: Die Konsumenten zeigen ein zunehmendes Interesse daran, ihre Erlebnisse und Aktivitäten in spektakulären und authentischen Videos mit Hilfe kleiner und cleverer Gerätelösungen festzuhalten.

Featurean-Analysen für den europäischen Markt zeigen, dass die 4K-Auflösung ein Wachstumsmotor ist: 36 Prozent der im ersten Halbjahr verkauften Action-Cams waren bereits damit ausgestattet. Darüber hinaus erzielten 4K-Camcorder einen Umsatzanteil von 16 Prozent im Segment der traditionellen Camcorder und trugen zu einer deutlichen Erhöhung des Durchschnittspreises auf 379 Euro bei.

Drohnen auf Wachstumskurs

Drohnen definieren den Umgang mit Technik neu. Experimentierfreudige Konsumenten freuen sich bereits über die neuen Features wie beispielsweise der intelligenten „Follow me“-Funktion. In Deutschland sind bereits 14 Prozent aller Geräte damit ausgestattet. Ein neues GfK-Panel erhebt Daten zu dieser Warengruppe in elf europäischen Ländern. Erste Ergebnisse zeigen beeindruckende Wachstumsraten und einen ständigen Zustrom von neuen Anbietern und Modellen, so die GfK.

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