Wachstum des B2C- und SMB-Geschäfts beschleunigt Strukturwandel im Channel Der ITK-Markt wird sich 2010 massiv wandeln

Redakteur: Regina Böckle

So trübe die Wetteraussichten für das Enterprise-Geschäft in diesem Jahr sind, so heiter sind sie für das Mittelstands-Segement. Wenn die Preise im B2C-Bereich weiter fallen, liegt das nicht an den Onlinern – ein Überblick über den Klimawandel im Channel.

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Dr. Rudolf Aunkofer ist Gobal Director IT bei der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).
Dr. Rudolf Aunkofer ist Gobal Director IT bei der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).
( Archiv: Vogel Business Media )

Den Marktforschungs-Instituten zufolge stehen diesem Markt in diesem Jahr gravierende Umbrüche bevor. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat drei wesentliche Trends ausgemacht.

B2C holt sich weiter Marktanteile

Derzeit verschieben sich die Markt-Anteile deutlich von B2B in Richtung B2C. „Davon profitieren alle Vertriebsformen, die private Nutzer bedienen können. Also neben Retail- und Flächenmärkten auch die Online-Anbieter, deren Wachstum dadurch teilweise erklärbar wird. Hinzu kommt, dass Onliner dem Endkunden in der Regel eine weitaus größere Sortimentsbreite und Produktverfügbarkeit bieten können, als der klassische Fachhandel. Darin sieht GfK die weitaus entscheidenderen Ursache für das Aufstreben dieses Absatzkanals, als die oft diskutierten Preisvorteile.

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Zweiteilung B2B-Geschäfts

Nach Ansicht von Dr. Rudolf Aunkofer, GfK-Global Director IT, gibt es innerhalb des Firmen-Kunden-Segments eine grundlegende Verschiebung: Das SMB-Geschäft, das 2009 rückläufig war, wird im Vergleich zum Großkundengeschäft weiter an Bedeutung gewinnen. „Mittelständische Unternehmen werden die ersten sein, die 2010 wieder investieren“, so Aunkofer. Zum einen aufgrund des typischen Replacement-Zyklus heraus, andererseits auch bedingt durch Windows 7 und die neuen Office-Versionen. Das ist im Fachhandel bereits zu spüren. Die von GfK befragten Reseller schätzen hier ihre Umsatzerwartungen im SMB-Bereich höher ein als im Großkunden-Segment.

Das Marktforschungsinstitut rechnet damit, dass dieser Trend auch auf längere Sicht anhalten wird. Der Einbruch im Großkunden-Geschäft bewirkt noch einen weiteren Wandel. „In vielen Bereichen aber werden Innovationen nicht mehr wie in der Vergangenheit aus dem Großkunden-Segment kommen, sondern aus dem SMB- und Privatkundengeschäft“, so Aunkofer.

Womit der Fachhandel angesichts dieser Entwicklung punkten kann, erläutert der Marktexperte auf der nächsten Seite.

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