Was Mitarbeitern wichtig ist Geld versus Unternehmenskultur

Von Ann-Marie Struck

Was ist Ihnen wichtiger: das Gehalt oder die Arbeitsatmosphäre? Geld und Firmenkultur sind noch immer zentrale Faktoren für deutsche Arbeitnehmer. Eine Studie von YouGov gibt Aufschluss, welche Rolle Technologien dabei spielen.

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Eine positive Firmenkultur ist wichtig, um Mitarbeiter langfristig zu halten.
Eine positive Firmenkultur ist wichtig, um Mitarbeiter langfristig zu halten.
(Bild: BullRun - stock.adobe.com)

Geld ist nicht alles, jedoch noch immer ein Hauptgrund den Job zu wechseln. So das Ergebnis einer Umfrage von YouGov im Auftrag von Hotwire unter über 2.000 Arbeitnehmern in Deutschland. Demnach geben 52 Prozent der Befragten als ersten Grund für einen Jobwechsel das Gehalt an. Platz zwei bekommt mit 45 Prozent die Firmenkultur. Doch wie bekommt man ein positives Betriebsklima?

Eine gute Arbeitsatomsphäre ist von vielen Komponenten abhängig. Gemäß der Studie ist 50 Prozent der Befragten wichtig, dass alle Mitarbeiter gerecht behandelt werden. Weitere 45 Prozent finden, Unternehmen sollten die Kommunikation innerhalb ihrer Belegschaften fördern und 40 Prozent meinen, dass die Arbeit angemessen honoriert werden muss.

Der Studie zufolge können vor allem Technologien dabei helfen die Firmenkultur positiver zu gestalten. 68 Prozent der Befragten stimmen zu, dass sie die Unternehmenskultur positiv beeinflussen. Davon sehen 54 Prozent eine Verbesserung durch eine Einführung neuer Kollaborations-Tools wie Videokonferenzen oder Instant Messaging. 46 Prozent zufolge habe sich die Teamarbeit durch die Tools verbessert. Dabei ist der richtige Einsatz eine der Grundvoraussetzungen. So sind 54 Prozent der Ansicht, die Anzahl der Tools sollten auf die nötigsten beschränkt sein.

Negative Auswirkungen von Technik

Die Befragung zeigt auch die negativen Auswirkungen von Technologien auf das Betriebsklima. Denn 21 Prozent stehen aufgrund negativer Erfahrungen dem Einfluss von Technologie auf die Unternehmenskultur kritisch gegenüber. Für 26 Prozent hat sich die Zusammenarbeit im Team verschlechtert und 32 Prozent haben negative Folgen für das Arbeitsklima festgestellt. Zum Vergleich: Nur 7 Prozent sehen dabei eine Verbesserung durch die Einführung neuer digitaler Tools.

In den Ergebnissen der Studie lassen sich auch mögliche Gründe hierfür finden: So sind 33 Prozent der Meinung, dass der Einsatz neuer Technologien zu vielen Meetings führt, die vermutlich vermeidbar gewesen wären. Ferner fühlen sich 31 Prozent durch Technologien beobachtet. Zudem haben 26 Prozent das Gefühl, nun mehr Leistung abliefern zu müssen und 24 Prozent immer erreichbar zu sein.

Mitarbeiter dürfen mit entscheiden

Um die Einführung und Akzeptanz von neuen Technologien zu erleichtern, können Unternehmen ihre Mitarbeiter dazu befragen. Ein Mitspracherecht für die Mitarbeiter vor der Anschaffung neuer Technologien fordern 45 Prozent der Befragten. Wichtiger als eine Mitsprache bei den Tools ist für 58 Prozent der Mitarbeiter, dass die Lösungen ihnen mehr Flexibilität in ihrem Arbeitsalltag ermöglichen. Das gilt besonders für Mitarbeiter im Homeoffice: Mit einer Zustimmung von 57 Prozent sehen Remote-Worker eine Verbesserung durch Tools, wohingegen dies bei Mitarbeitern im Büro nur bei 39 Prozent der Fall ist.

„Technologie ist der Schlüssel, um physische Distanz oder unterschiedliche Arbeitszeiten zu überwinden. Das gelingt aber nur, wenn Unternehmen sich auf die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiterkonzentrieren, statt Lösungen einzuführen, die die Komplexität oder den Druck unnötig erhöhen“, erklärt Ute Hildebrandt, Geschäftsführerin von Hotwire Deutschland. „Die Akzeptanz in der Belegschaft ist dabei unabdingbar und der Mehrwert eines Tools muss die Mühe der Implementierung übersteigen. Nur dann etablieren sich Technologien langfristig im Arbeitsalltag der Mitarbeiter und stärken Kommunikation und Kultur.“

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