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Good-Morning-Editorial vom 06.07.2017 Geld und Gefühle

| Autor: Wilfried Platten

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Emotionsfaktor Geld – das uralte Thema...
Emotionsfaktor Geld – das uralte Thema...
(Bild: ©alphaspirit - stock.adobe.com)

Jetzt haben wir den Salat: Der jüngste Trend der Fintech-Szene ist „Emotional Banking“. Es „menschelt“ angeblich, weil die Kunden den zwischenmenschlichen Kontakt nicht aufgeben wollen. Ach nee. Gibt es etwa Hoffnung für die Tausende von Bankmitarbeitern, die im Zuge von Digitalisierung und Filial-Entsorgung ihren Job verlieren? Mitnichten. Das „Menscheln“ erschöpft sich in sprachgesteuerten Finanz-Apps und niedlichen Robotern als Banking Concierge. Das soll zwischenmenschlich geprägtes Emotional Banking sein? Merkwürdiges Menschenbild (oder muss das jetzt „Human Picture“ heißen?).

Wo wir gerade über Emotionen sprechen: Sie sind etwas Wunderbares. Vor allem bei den drei großen F des Lebens: Familie, Freunde, Fußball (in dieser Reihenfolge, bitte!). Aber nirgendwo sind sie gefährlicher und kontraproduktiver als beim Banking. Ok, mal abgesehen von der Politik vielleicht. Beim Thema Geld will ich kühlen Kopf bewahren und nicht synthetischen Gefühlen auf den Leim gehen. Die Bank gewinnt sowieso, aber bei emotional gesteuerter Abzocke erst recht. Oder möchten Sie sich gut gelaunt von einem Roboter zum Kauf von Schrottpapieren verführen lassen?

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Über den Autor

 Wilfried Platten

Wilfried Platten

Chefredakteur, IT-BUSINESS