Einsatz von virtuellen Geräten nimmt zu Gartner: Virtualisierung wird Arbeitsprozesse verändern

Redakteur: Tim Wolfinger

Laut den Marktforschern von Gartner ist Virtualisierung derzeit das IT-Infrastruktur-Thema Nummer eins. Der Einsatz von Virtualisierungstechnologien wird den Arbeitsablauf in den IT-Abteilungen grundlegend verändern.

Anbieter zum Thema

Virtualisierung steht für weit mehr als nur für Server- und Storage-Konsolidierung und die Möglichkeit, hierdurch Kosten zu sparen. Virtualisierungstechnologien ermöglichen vielmehr, alternative Modelle der Service-Bereitstellung zu entwickeln. »Was jetzt ansteht«, so verkündete Gartners Vize-Präsident Thomas Bittmann im Mai auf einer Veranstaltung, »ist die Beschäftigung mit aus der Virtualisierung resultierenden Veränderungen von Prozessen und der Kommunikationskultur innerhalb von Organisationen«.

Laut Bittmann wird Hypervisor-Technologie voraussichtlich bereits Ende 2008 in Hardware - etwa in Servern - eingebettet sowie darüberhinaus auch in Betriebssysteme integriert sein und daher mehr oder weniger kostenlos zur Verfügung stehen.

Die Hinwendung der Unternehmen zur Servervirtualisierung wird sich aber auch auf die Verkaufszahlen bei Servern auswirken. Jeder virtuelle Server ist dabei ein potentieller Räuber, der einen physischen Server aus dem Markt drängt. Denn die meisten Anwender nutzen Virtualisierung, um die Zahl ihrer x86-Server zu verringern und dadurch Kosten zu sparen. Bereits im Jahr 2006 sollen aufgrund der wachsenden Zahl der virtualisierten Server laut Gartner rund vier Prozent weniger x86-Server verkauft worden sein.

Der Bereich PC-Virtualisierung soll sogar einen noch größeren Einfluss auf die IT-Infrastruktur nehmen, als die Servervirtualisierung. Der Entwicklungs-Stand bei der Client-Virtualisierung hinke laut Bittmann zwar um beinahe zwei Jahre hinter der Server-Virtualsierung her, meint Bittmann. Jedoch werde hier schließlich der größte Effekt in Sachen Verwaltungseffizienz zu spüren sein.

Zugleich warnt Bittmann davor, Virtualisierung in Organisitionen ohne Strategie um zu setzen. Dies sei weitaus gefährlicher, als überhaupt nicht zu virtualisieren, warnt der Analyst. Automatisierung müsse von Anfang an im Mittelpunkt stehen, andernfalls werde auch unter den virtualisierten Servern ein Wildwuchs drohen, ähnlich dem, was heute häufig bei physischen Serverinstallationen zu beobachten sei.

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:2005104)