Acer verliert besonders stark, Lenovo auf gutem Wachstumskurs Gartner: PC-Markt geriet 2011 ins Stottern

Redakteur: Katrin Hofmann

Das vergangene Jahr lief für das Geschäft mit Rechnern nicht gut. Vor allem in EMEA litten die Verkäufe. Weltweit mussten Acer und HP Einbußen hinnehmen, besonders stark aufwärts ging es dagegen für Lenovo.

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Lediglich 0,5 Prozent mehr Rechner wurden verkauft.
Lediglich 0,5 Prozent mehr Rechner wurden verkauft.

Der weltweite PC-Markt wuchs Gartner zufolge 2011 lediglich um 0,5 Prozent. Zum Vergleich: 2010 lag der Zuwachs noch bei 13,8 Prozent, 2009 wurden immerhin 5,2 mehr Rechner abgesetzt. Im vierten Quartal 2011 – das eigentlich vom Weihnachtsgeschäft hätte profitieren sollen – war der Absatz sogar rückläufig, ging um 1,4 Prozent zurück. Ursächlich dafür sind den Analysten zufolge unter anderem die wirtschaftlich unsichere Lage in Westeuropa und die Konkurrenz durch Smartphones oder Tablets.

In EMEA (Euopa, Naher Osten, Afrika) ging die Zahl der ausgelieferten PCs von Oktober bis Dezember besonders stark zurück: Hier wurden rund 28,9 Millionen Stück und damit 9,6 Prozent weniger verkauft als im Vorjahresquartal. Im Gesamtjahr lag das Minus bei 7,2 Prozent. Sowohl in EMEA als auch weltweit war dafür vor allem das schwächelnde B2C-Geschäft verantwortlich, während sich der Verkauf an Business-Kunden „gesund“ präsentierte und der Absatz in den Schwellenländern wuchs.

Das Hersteller-Ranking

Weltweit dominierte HP bezüglich der Verkäufe 2011 ebenso wie im vierten Quartal 2011. Trotz einem Absatzminus im Gesamtjahr in Höhe von 3,5 Prozent im Jahresvergleich – Gartner zufolge unter anderem durch den noch anhaltenden Lärm um die PC-Sparte, Preiskämpfe mit den Wettbewerbern und die schwache Consumer-Nachfrage verursacht – wurde HP mit rund 60,6 Millionen verkauften Rechnern Spitzenreiter.

Auf den Plätzen zwei bis fünf der Top-Anbieter folgen Lenovo (45,7 Millionen PCs), Dell (42,9 Millionen PCs), Acer (39,4 Millionen PCs) und Asus (20,8 Millionen PCs). Lenovo konnte dabei am stärksten, um 19,7 Prozent nach Absatz zulegen (um 23 Prozent im vierten Quartal). Die Analysten begründen dieses Plus mit der aggressiven Preispolitik des Herstellers sowohl in den professionellen als auch Consumer-Märkten. Die höchsten Verluste im Gesamtjahr kassierte die Acer Group, die 19,2 Prozent weniger PCs als noch 2010 auslieferte (minus 18,4 Prozent im vierten Quartal).

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