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Top-5 der PC-Anbieter in Deutschland

Gartner meldet „stabilen PC-Markt“

| Autor: Katrin Hofmann

PCs sorgen nach wie vor mit für Umsatz.
PCs sorgen nach wie vor mit für Umsatz. (Bild: Pixabay / CC0)

Ein minimaler Rückgang im Jahresvergleich, ein Schub in die richtige Richtung im Vergleich zum Vorquartal: Gartner spricht hierzulande – zumindest was den Absatz angeht – von „stabilen“ Verhältnissen im PC-Markt.

Die Geschäfte mit und rund um Personal-Computer und Notebooks sind zwar nicht mehr so ein Wachstumsmarkt wie vor einigen Jahren. Dennoch haben die Geräte und Dienstleistungen um diese herum einen wesentlichen Anteil an den Umsätzen.

Nun gibt es von Gartner Zahlen für Deutschland, die erneut Hoffnung machen. Zwar konnte die Zahl der hierzulande ausgelieferten PCs nicht wie noch im 2. Quartal dieses Jahres im Jahresvergleich wachsen. Vielmehr sank sie im dritten Quartal dieses Jahres minimal um 0,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorquartal stieg der Absatz allerdings um zehn Prozent. Laut Gartner war die PC-Nachfrage damit in Deutschland besser als in Westeuropa insgesamt. Hierzulande wurden von Juli bis September 2,456 Millionen Stück verkauft, nach 2,463 Millionen im dritten Quartal 2015.

Ranking der Hersteller

Lenovo schneidet in Deutschland trotz Absatzrückgang um 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal sehr gut ab und hielt seine Top-Position mit 22,5 Prozent Marktanteil. Der Hersteller profitierte den Analysten zufolge von starkem Wachstum im B2B-Bereich mit Desktop- (plus 40 Prozent) und Standard-Notebooks (plus 35 Prozent).

Der Zweitplatzierte HP erreichte 29,1 Prozent Zuwachs, das höchste Plus unter den Top-5-Anbietern. Vor allem die „extrem guten Ergebnisse im B2C-Bereich“ (plus 138 Prozent) hätten dazu beigetragen. Dabei sei allerdings zu beachten, dass das HP-Volumen im zweiten und dritten Quartal 2015 den tiefsten Stand in über drei Jahren erlebte. HP kam im dritten Quartal dieses Jahres auf 21,2 Prozent Marktanteil.

Aufgrund seiner „agressiven Preispolitik“, so Gartner, sei Acer der einzige Hersteller in Deutschland gewesen, der ein Wachstum von 68 Prozent für Ultramobile-Notebooks verzeichnete – ein Bereich, der insgesamt im Jahresvergleich einen Rückgang von acht Prozent einbüßte. Acer, Drittplatzierter, erlangte einen Marktanteil von 11,6 Prozent. Der Hersteller verkauft 2,8 Prozent weniger Geräte.

Dell (9,5 Prozent Marktanteil, 8,3 Prozent Wachstum) und Fujitsu (8,1 Prozent Marktanteil, 1,1 Prozent Absatzrückgang) profitierten laut Gartner von der erhöhten Nachfrage nach Desktops und Standard-Notebooks in der Business-Sparte, weil zunehmend Business-PCs durch Windows 10-Geräte ersetzt würden.

Ausblick

2017 soll sich der PC-Markt dann insgesamt „voraussichtlich endlich stabilisieren“, prognostizieren die Analysten. Dennoch zählen PCs nach Smartphones und Tablets nur noch zu den drittbeliebtesten Computergeräten. „Nachdem Microsoft die Abhängigkeit von OS-Upgrades und Hardware-Upgrades beendet hat, geht die Nachfrage nach neuen PCs zurück, da die Verbraucher die Lebensdauer ihrer alten PCs eher verlängern als sie durch neue zu ersetzen“, erläutert Meike Escherich, Principal Analyst bei Gartner. „Da Intel zudem bekanntgab, dass sie sich aus dem PC-Markt zurückziehen werden, um sich mehr auf die Bereiche Cloud und Internet der Dinge zu konzentrieren, haben die PC-Hersteller jetzt die finanzielle Unterstützung der zwei wichtigsten Partner verloren. Immer mehr Hersteller kehren dem PC-Business den Rücken zu. In Deutschland stammen mittlerweile 70 Prozent aller PCs von einem der Top-5-Hersteller.“

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