Tech Day 2021 G Data: Mehr Überblick für die Sicherheit

Redakteur: Andreas Bergler

Auf dem vierten „Tech Day“ gab Cybersecurity-Anbieter G Data eine Rundum-Sicht über das aktuelle und zukünftige Security-Portfolio und ließ hinter den Vorhang der technischen Entwicklungen schauen. Last not least zeigten die Bochumer auch die Roadmap für den Channel auf.

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Reichlich Technik auf dem G Data TechDay: Matthias Koll und Markus Koscielny aus dem Presales führten souverän durch die virtualisierte Veranstaltung.
Reichlich Technik auf dem G Data TechDay: Matthias Koll und Markus Koscielny aus dem Presales führten souverän durch die virtualisierte Veranstaltung.
(Bild: G Data)

Warum gibt es keine hundertprozentige Sicherheit in der IT? Seit Jahrzehnten wachsen die Cybergefahren und ebenso lange halten die Security-Anbieter dagegen. Was ist also los mit den Anbietern? Andreas Lüning, Vorstand und Gründer der G Data CyberDefense, stellte diese Frage zum Auftakt des vierten „Tech Days“, beantwortete sie aber gleich selbst: „Sicherheit ist mehr als Antivirus, Firewall & Co. Sie ist eher ein Gefühl…“ Weil Gefühle bekanntlich nie hundertprozentig zu fassen sind, gibt es auch keine absolute Sicherheit. Allerdings lässt sich das Gefühl mit unterschiedlichen technischen, organisatorischen und sozialen Maßnahmen unterstützen. Und hierfür hat der Security-Spezialist aus Bochum einiges im Gepäck.

Refresh der Business-Lösungen

So hat G Data unlängst das Security-Portfolio für Unternehmen überarbeitet. Version 15.1 der Business-Lösungen bietet nun eine Schnittstelle zu den SIEM-Systemen (Security Information & Event Management) von Graylog und Splunk. Der Report Manager wurde aufgebohrt und soll die Kontrolle der Netzwerkanbindung von Clients erleichtern. Sascha Levölger, Business Owner B2B-Lösungen bei G Data, verwies auf dem Tech Day auf die detaillierten Möglichkeiten für Partner, sich damit eigene, maßgeschneiderte Reports für die Kunden zusammenstellen zu lassen.

Einen Ausblick gab er zudem auf die Management-Konsole „G Data 365“, mit der die Partner sämtliche Endgeräte überwachen können. Die Cloud-basierte Lösung soll allerdings erst kommendes Jahr gelauncht werden. On Premises wird der Management Server beibehalten, sodass Reseller hier je nach Kundenwunsch entscheiden können. Zudem sollen die Release-Zyklen in Zukunft deutlich verkürzt werden. Updates mit neuen Features werden so schnell wie möglich veröffentlicht und nicht wie bisher mit dem jährlichen Release-Wechsel.

Mehr Übersicht für Partner

Um Resellern den Überblick über Produkte, Lizenzen, Aktionen und Optionen zu erleichtern, hat G Data das Partnerportal erneuert. Cornelia Lehle, Head of Sales DACH bei G Data, führte aus, dass Partner zukünftig alle Lizenzen sehen können, statt nur derjenigen, die bald verlängert werden müssen. Dazu können die Partner auch eigene Angebote erstellen und per PDF im Portal hochladen. Insgesamt, so Lehle, schützt G Data derzeit rund 9,5 Millionen Clients mit den B2B-Lösungen. Wer noch nicht alle Informationen zu den Produkten und Lizenzen erhalte, müsse lediglich die Werbe-Einstellungen aktivieren, weil das die DSGVO so vorschreibe. Lehle versprach aber, dass Partner keine Werbung zu Wäscheklammern von G Data erhalten, sondern nur die relevanten Informationen zum B2B-Angebot.

Gefühl und Verstand

Das Gefühl der Sicherheit kann aber auch noch durch eine weitere, wesentliche Komponente unterstützt und verbessert werden: den menschlichen Faktor. „Fehler durch Mitarbeiter“, so listet es G Data in dem zum Tech Day veröffentlichten Security-Report „Cybersicherheit in Zahlen“ auf, sind mit Abstand (54 %) die häufigsten Bedrohungen für sensible oder vertrauliche Daten. Auf Platz zwei rangieren dahinter mit nur 31 Prozent der Befragten die „Fehlfunktionen von Systemen oder Prozessen“. Nicht von ungefähr bietet G Data daher bereits seit drei Jahren spezielle Security-Awareness-Trainings für Kunden und Partner. Mittlerweile, so berichtet Nikolas Schran, Product Owner bei G Data, haben über 26.000 Anwender weltweit die Online-Kurse aus Bochum absolviert. Dafür wurden die Kurse über zehn Millionen Minuten lang (etwa 7.000 Tage) angeschaut.

Und auch die Lernplattform wird weiter fleißig aufgebaut. So werden die Inhalte verstärkt interaktiv gestaltet und sollen im Sinne von Gamification nun spielerischer vermittelt werden. Beispielsweise bekommen Anwender die Sichtweise der Angreifer nähergebracht, indem sie in den Kursen versuchen, an (virtuelle) Informationen heranzukommen. Die Inhalte sind derzeit in neun Sprachen verfüg- und erlernbar.

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