Schutzschild in der deutschen Cloud

G Data fordert Vertrauen für die Microsoft-Cloud

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ITB: G Data hat in den letzten eineinhalb Jahren die Zahl seiner Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung auf rund 200 fast verdoppelt. Das klingt nach mehr, als dass Sie nur an der Skalierbarkeit für Unternehmensanwendungen feilen. Wohin geht denn hier die Entwicklung? Welche neuen Probleme adressieren Sie?

Schumann: Bei großen Unternehmen haben wir in der Tat keine Performance-Probleme. Der Bedarf nach Lösungen für die Netzwerk-Security wächst allgemein sehr stark. ­Unsere Entwicklung adressiert schwerpunktmäßig die Themen Management und die Abwehr neuer Gefahren. Im Bereich Management stehen Monitoring und Patchmanagement im Vordergrund, bei gleichzeitiger Einbindung mobiler Geräte. Was neue Gefahren betrifft, so ­arbeiten wir sehr intensiv im Themen­bereich Advanced Persistent Threats und natürlich der kontinuierlichen Anpassung unserer Analysemethoden. Weitere wichtige Aspekte, besonders im Zuge des Internet of Things und Industrie 4.0, werden Embedded Security und Security by Design sein. Aber dabei sind ganz andere Innovationszyklen zu beachten, mit denen sich die Security-Anbieter dann synchronisieren müssen. Gegenüber dem Consumer-Bereich, den das gängige Feature-Set gut abdeckt, ist der Bereich der Unternehmenskunden von stärkeren Veränderungen geprägt. Eine wichtige Aufgabe wird die Entwicklung einheitlicher Standards für die Unternehmenssicherheit sein. Diese müssen global gelten.

ITB: G Data ist gerade von Microsoft als einziger Antiviren-Hersteller auserkoren worden, für den Schutz der Daten deutscher Unternehmen zu sorgen, die in die Azure-Cloud migrieren. Was sagen Sie hier den potenziellen Kunden in puncto Datensicherheit?

Schumann: Viele Unternehmen haben auf ein Cloud-Angebot gewartet, dass dem deutschen Datenschutzrecht entspricht. Laut Bitkom erwarten 83 Prozent der deutschen Firmen genau dies und dass sich das ­Rechenzentrum eines Anbieters dieser Dienstleistungen in Deutschland befindet. Ich sehe diesen Schritt von Microsoft als starkes Zeichen, dass die Anforderungen des deutschen IT-Markts und seiner Business-Kunden ernst genommen werden. Die der Cloud anvertrauten Daten sind sicher vor dem Zugriff Fremder. Das ist jederzeit gewährleistet durch die Treuhänder-Struktur. Daher beteiligen wir uns als deutscher Antiviren-Hersteller an diesem zukunftsträchtigen Projekt mit ­einer eigenen Managed-Endpoint-Security-Lösung. Davon proftiert übrigens auch der Fachhandel, denn die Partner können einen Mehrwert, sprich eine Lösung in Kombination mit einer Dienstleistung anbieten und ihr Angebot so ­gewinnbringend erweitern.

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