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IT-Executive Summit 2018 Fujitsu: Die Cloud ist kein Nebenbei-Geschäft

Autor: Michael Hase

Die Digitalisierung stellt neue Anforderungen an Partner, beobachtet Knuth Molzen, Senior Director Client Computing Devices bei Fujitsu. Wer sich nicht konsequent darauf einlässt, wird nach Einschätzung des Managers künftig nur schwer am Markt bestehen können.

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Knuth Molzen, Senior Director für Client Computing Devices bei Fujitsu, legt Partnern die intensive Beschäftigung mit Cloud ans Herz.
Knuth Molzen, Senior Director für Client Computing Devices bei Fujitsu, legt Partnern die intensive Beschäftigung mit Cloud ans Herz.
(Bild: 2016@rosephotography)

ITB: „Digital Co-Creation“ lautet die Antwort von Fujitsu auf die Herausforderungen der Digitalisierung. Worum geht es bei diesem Konzept im Kern?

Molzen: Die IT und die Geschäftsprozesse sind mittlerweile untrennbar miteinander verbunden. Um angesichts dieser Ausgangslage unsere Kunden bei der Digitalisierung maßgerecht zu unterstützen, hat sich das gemeinsame Erarbeiten individuell zugeschnittener Lösungen bewährt. Diese „Co-Creation“ – häufig auch zusammen mit Partnern – sorgt für eine effiziente und pragmatische Vorgehensweise bei der Digitalen Transformation.

ITB: Welche Rolle spielen dabei Sicherheit und Vertrauen?

Molzen: Eine Unternehmens-IT ohne IT-Security ist undenkbar – nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Auflagen im Rahmen der Europäischen Datenschutzgrundverordnung. Kunden erwarten daher von den IT-Anbietern – aber auch vom Channel – nicht nur Hardware, Lösungen oder Services, sondern auch eine kompetente Beratung zu Sicherheitsaspekten. Nicht zuletzt aufgrund des Vertrauens, das Fachhändler bei ihren Kunden genießen, ist dies eine große Chance für den Channel. Denn niemand ist so nahe am Kunden und kennt seine Anforderungen so gut wie der Partner vor Ort.

ITB: Wie kann die IT-Branche die digitale Transformation bei deutschen Unternehmen mitgestalten? Was müssen die Anbieter und ihre Partner den Kunden dafür außer Produkten und Technologien liefern?

Molzen: Die Digitalisierung hat massive Auswirkungen auf die elementaren Geschäftsprozesse, nicht selten sogar auf die ­gesamten Geschäftsmodelle unserer Kunden. Daher geht es nicht mehr wie früher darum, lediglich eine moderne Infrastruktur oder IT-Dienstleistungen bereitzustellen und es dann in erster Linie dem Kunden zu überlassen, was er damit konkret anfangen möchte. Gefragt sind immer stärker Beratung sowie Unterstützung bei der Konzeption und der Implementierung. Zudem geht der Trend massiv hin zur Cloud beziehungsweise zu hybriden Infrastrukturen. Eine fundierte Unterstützung bei der Integration und der effizienten Verwaltung ist hier unerlässlich. Daher entwickeln wir unser Portfolio kontinuierlich in diese Richtung weiter und bieten unseren Partnern eine umfassende Unterstützung bei diesem Wandel, etwa durch maßgeschneiderte Trainings.

ITB: Ist der Channel in seiner Breite schon dazu in der Lage, diese Rolle beim Kunden auszufüllen?

Molzen: Jein. Während etliche Partner schon sehr weit sind, gibt es andere, die noch deutlichen Nachholbedarf haben. Wer nicht bereit ist, sich den Veränderungen zu stellen, wird es schwer haben, weiterhin am Markt zu bestehen. Beispielsweise Cloud Services „mal so nebenbei“ ins Angebot aufzunehmen, wird für Channel-Partner nicht zielführend sein. Denn Kunden erwarten kompetente Beratung rund um Themen wie hybride IT, integrierte Systeme oder IT-Sicherheit. Darüber hinaus sind wegen der engen Verzahnung der IT mit den Geschäftsprozessen zunehmend Vertreter der einzelnen Fachabteilungen mit am Tisch, deren Anforderungen man verstehen und entsprechend berücksichtigen muss. Auf diese veränderten Anforderungen muss natürlich auch der Channel als direkter Ansprechpartner der Kunden reagieren.

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 Michael Hase

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Chefreporter