Wachstumszwänge und hohe Nettodatenraten Für Lancom ist das B2B-Geschäft reif für 11n-Technologie

Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Im Gespräch mit IT-BUSINESS beschrieb Lancom-Gründer Ralf Koenzen, wie er seine hohen Wachstumsziele erreichen will und welche Rolle der 802.11n-Standard dabei spielt. Reseller profitieren von einem Demo-Programm.

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Ralf Koenzen hat Lancom Systems gegründet und führt die Geschäfte von Würselen bei Aachen aus.
Ralf Koenzen hat Lancom Systems gegründet und führt die Geschäfte von Würselen bei Aachen aus.
( Archiv: Vogel Business Media )

Entweder man wächst oder man wird verdrängt. Dieser Meinung ist Ralf Koenzen, Gründer und Geschäftsführer der Lancom Systems in Würselen bei Aachen. Glücklicherweise befindet sich sein Unternehmen auf Wachstumskurs. 2008 wird umsatzmäßig ein Sprung von 20 Prozent angepeilt und bislang sieht alles danach aus, dass die Ziele erreicht werden, so der Manager. Koenzen, der als Geschäftsbereichsleiter bei der Elsa AG nach deren Insolvenz kurzerhand die Lancom AG gründete, bleibt jedoch in Hinblick auf die Vergangenheit mit beiden Beinen auf dem Boden: Seit der Gründung vor sechs Jahren arbeitet Lancom profitabel. Und auch vor dem Hintergrund der Wachstumszwänge als Netzwerkhersteller, sollen Investitionen nicht zu roten Zahlen führen.

Tendenziell steigende Entwicklungskosten sowie teure Genehmigungs- und Zulassungsverfahren für WLAN-Produkte in den einzelnen Absatzmärkten führen dennoch dazu, dass Lancom gegenwärtig die Internationalisierung voran treibt, um langfristig einen sicheren Stand im Markt zu haben. Zu den Fokusmärkten DACH (Deutschland, Österreich und Schweiz), Italien, Spanien, Niederlande und Belgien, in denen Lancom Vertriebsniederlassungen betreibt, stoßen daher ständig weitere hinzu, in denen man in der Regel über Value-Added-Distributor vertreibt. Beispielsweise haben im arabischen Raum gegenwärtig Hersteller, die nicht aus den USA stammen (wie Cisco) einen klaren Vorteil als Lieferanten.

»2008 ist das WLAN-Jahr«

Gegenwärtig werden WLAN-Produkte auf Basis der 11n-Technologie in den Markt eingeführt. Entsprechende Access-Points arbeiten in hohem Maße mit Reflektionen, was zu den immensen Steigerungen bei den Übertragungsraten in Höhe von jetzt 300 MBit/s führte. Die Nettodatenrate bewegt sich dabei um die 100 MBit/s. Lancom treibt den Verkauf der Produkte für diesen Markt mit einer Demokauf-Aktion voran, von der Qualified und Solution Partner profitieren können. Beim Erwerb eines 802.11n-Draft-2.0-Access-Points »L-305agn Wireless« oder »L-310agn Wireless« erhalten Händler eine Rückvergütung von 25 Prozent auf den empfohlenen Händlereinkaufspreis (HEK) von 329 Euro. Die Aktion läuft bis 31. Juli.

130 MBit/s über lange Strecken im Freien

Besonders spannend findet der Lancom-Chef die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. So bereitet der Betrieb in gemischten Umgebungen mit 54 MBit/s-Clients keine Probleme. Und auch für den Outdoor-Einsatz mit Nettodatenraten bis zu 130 MBit/s habe Lancom inzwischen Produkte im Portfolio. Die Outdoor-Version OAP 310 agn verfügt über eine Polarisationsantenne, so dass Punkt-zu-Punkt-Verbindungen über lange Strecken mit 11n-üblichen Übertragungsraten möglich werden. Das Gerät ist mit einer Heizung, einer Kühlung sowie einer wasserabweisenden Goretex-Membran ausgestattet.

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(ID:2014016)