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Auf internationaler Ebene Führungskräfte fordern Konzept für digitalen Wandel

Autor: Sarah Nollau

Für einen positiven Ausgang der Digitalisierung ist der Mehrheit der Führungskräfte ein abgestimmtes Konzept wichtig. In der Verantwortung dafür sehen sie internationale Organisationen und nationale Regierungen. Zu diesem Schluss kommt ein aktueller Fujitsu-Bericht.

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Internetzugang, Automatisierung und KI – das sind die Schlüsseltrends, die auch künftig das Geschehen bestimmen werden.
Internetzugang, Automatisierung und KI – das sind die Schlüsseltrends, die auch künftig das Geschehen bestimmen werden.
(Bild: Pixabay / CC0 )

Gerade im Zusammenhang mit der Digitalen Transformation und des technikgetriebenen Wandels ist Zusammenarbeit das A und O. Das fordern zumindest die Führungskräfte, die im Rahmen einer Studie befragt wurden. 84 Prozent suchen nach einer gemeinsamen und abgestimmten Antwort auf die Herausforderungen, auf die sie während des digitalen Wandels stoßen, und sehen es als Notwendigkeit an, umfassend zusammen zu arbeiten.

Die Frage ist: Wer soll das Zepter in die Hand nehmen? Eine Hälfte der Gruppe sieht die Verantwortung für ein abgestimmtes Konzept zum technologischen Wandel bei internationalen Organisationen wie der UN, 46 Prozent sehen nationale Regierungen in der Pflicht. 37 Prozent der Befragten sprechen auch Unternehmen eine verantwortliche Rolle zu, 35 Prozent den Industrie- und Branchenverbänden. Über Dreiviertel der befragten Führungskräfte (76 Prozent) sind der Ansicht, dass ihre Regierung sowie die internationalen Organisationen keine ausreichenden Aktivitäten planen oder überhaupt dazu in der Lage wären.

Fujitsu Timeline 2030

Zusammen mit Trajectory lieferte Fujitsu den Bericht namens „Timeline 2030“, in dem die Sorgen der Unternehmenschefs geäußert wurden. Der Bericht prognostiziert, wie die Folgen der technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen im Jahr 2030 aussehen könnten. Im Fokus stehen Künstliche Intelligenz (KI) sowie Robotics, aber auch alternde Populationen, das digitale Bürgerwesen und die Internetregulierung. Der Bericht verfolgt zwei Szenarien. Das positive Szenario ist mit dem „Path to Prosperity“ betitelt, das negative ist die „Road to Regression“. Durch die Analyse relevanter Trends ließen sich für den Bericht Treiber in technischer, sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht sowie weitere Faktoren herausarbeiten. Der wichtigste Trend war für 86 Prozent der befragten Führungskräfte die Automatisierung, gefolgt von lebenslangem Lernen und der digitalen Staatsbürgerschaft mit je 73 Prozent. Dabei sind 59 Prozent positiv gestimmt. Sie glauben, dass die Entwicklungen bis 2030 zu positiven Resultaten und Konsequenzen geführt haben wird, wenn Unternehmen und Organisationen zusammen arbeiten.

Auf dem „Path to Prosperity“

Als wichtigsten Ansatzpunkt für die positive Entwicklung im digitalen Wandel führen die Studienteilnehmer die Ausbildung an. Fast die Hälfte (46 Prozent) sehen als wirksamstes Mittel die Weiterqualifizierung der Arbeitnehmer. 41 Prozent sprechen sich für die Nachwuchsarbeit in Schulen und Universitäten aus. 37 Prozent der Befragten nennen einen Punkt technischer Natur und zwar das Highspeed-Internet. Für 36 Prozent sind Kooperationen der Mittelpunkt.

Wenn es um Trends im eigenen Unternehmen geht, gaben 37 Prozent der Führungskräfte die Welt im Netz an, die permanent online ist. Knapp ein Drittel (30 Prozent) führen die Automatisierung an, 24 Prozent die demografische Entwicklung. Etwas mehr als die Hälfte der Führungskräfte gibt an, dass sie kaum oder unzureichend auf die kommenden Entwicklungen vorbereitet ist. Ihnen ist jedoch bewusst, dass sie selbst für dieses Defizit verantwortlich sind. Etwas weniger als die Hälfte investiert bereits in Innovationen, 44 Prozent schulen ihre Mitarbeiter. Ihre Business-Strategie hinsichtlich des technologischen Wandels überdenken und modifizieren allerdings nur 28 Prozent.

Fazit des CEO

Ein Fazit, das Duncan Tait, Corporate Executive Officer, SEVP und Head of Americas and EMEIA bei Fujitsu, zieht: „Wenn wir planvoll vorgehen und uns mit der Politik zusammenschließen, um gemeinsam in MINT-Fachbereiche, Kreativität und Soft Skills zu investieren, können wir die Effekte der Automatisierung lenken und die Talente der Menschen besser freisetzen – nämlich für Aufgaben, die noch wertschöpfungsintensiver sind und zudem eine Herausforderung im positiven Sinn darstellen. Gleichzeitig braucht es eine Reform der Bildungs- und Ausbildungs-Curricula, die nicht nur darauf bedacht ist, dass bei den jungen Mitarbeitern ein Gleichgewicht zwischen technischen und Soft Skills besteht, sondern auch lebenslanges Lernen berücksichtigt. Entscheidend ist zum einen der kooperative Charakter, damit die einzelnen Maßnahmen nicht einfach verpuffen, und zum anderen, dass der Fortschritt möglichst allen zugute kommt – auch dafür tragen wir eine Verantwortung.“

Die Studie wurde im Auftrag von Fujitsu unter 1.400 Teilnehmern durchgeführt. Befragt wurden Chefetagen weltweit aktiver Unternehmen.

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Über den Autor

 Sarah Nollau

Sarah Nollau

Redakteurin