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Studie zur Unternehmenskreativität

Führungsköpfe schätzen Querdenker nicht

| Redakteur: Tobias Hüser

Berufseinsteiger und Manager sind sich uneins über Querdenker.
Berufseinsteiger und Manager sind sich uneins über Querdenker. (Bild: Pixabay / CC0)

Top-Entscheider und Berufseinsteiger in deutschen Unternehmen sind sich uneins, was die Bedeutung von Querdenkern angeht. Laut einer Studie des Marktforschungsinstitut Kantar Emnid muss für nahezu jeden vierten Berufseinsteiger muss mindestens die Hälfte der Belegschaft aus Querdenkern bestehen, damit eine Firma kreativ sein kann. Dieser Meinung sind nur 10 Prozent aller Manager.

Die meisten Führungskräfte (33 Prozent) erachten einen Querdenker-Anteil zwischen 11 und 30 Prozent als passend. Einem weiteren Drittel (31 Prozent) reicht es, wenn der Anteil unter 10 Prozent liegt. Auch hier geht die Schere zwischen den Topkräften und den Berufseinsteigern weit auseinander. Nur jeder zehnte Berufsstarter meint, dass ein Anteil von weniger als 10 Prozent für die Kreativkraft des Unternehmens reicht.

Das sind Ergebnisse der vom Marktforschungsinstitut Kantar Emnid durchgeführten Studie „Industrie-Innovationsindex 2017“, für die im Auftrag des Spezialchemiekonzerns Altana 500 Führungskräfte und Berufseinsteiger aus Industrieunternehmen befragt wurden. Unter Querdenkern versteht Aktana Menschen, die unkonventionelle Wege gehen oder vermeintliche Gewissheiten in Frage stellen.

Was ist der optimale Anteil von Querdenkern in einem Unternehmen?
Was ist der optimale Anteil von Querdenkern in einem Unternehmen? (Bild: Altana Industrie-Innovationsindex 2017)

Einstellungskriterien: Wissbegierde und geistige Beweglichkeit

Die aus Sicht der befragten Manager deutlich geringere Notwendigkeit von Querdenkern zeigt sich auch im Einstellungsprozess. Unter zwölf zur Verfügung stehenden Eigenschaften bei der Auswahl eines Mitarbeiters liegt Querdenkertum auf dem drittletzten Platz. Am meisten wünschen sich Manager Wissbegierde und geistige Beweglichkeit bei neuen Mitarbeitern (88 Prozent) gefolgt von Fachkompetenz (86 Prozent).

Die geringe Anerkennung ungewöhnlicher Herangehensweisen spiegelt sich auch im Arbeitsalltag wider. Nur 58 Prozent der Berufseinsteiger haben die Erfahrung gemacht, dass ihr Chef auf außergewöhnliche Vorschläge wertschätzend reagiert. Das entspricht dem vorletzten Platz bei der Frage nach tatsächlich praktiziertem Führungsverhalten, das innovatives Arbeiten fördern kann. Damit einher geht die Erkenntnis, dass nur jeder Zweite (50 Prozent) der Berufseinsteiger seinen Chef als Vorbild für gelebte Innovationskultur sieht.

Die Studienergebnisse stehen unter www.industrie-innovationsindex.de zur Verfügung.

Dieser Beitrag erschien zuerst in unserem Partnerportal Process.

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