Studie von Gartner zum deutschen PC-Markt FSC bleibt Marktführer trotz unterdurchschnittlichem Wachstum

Redakteur: Katrin Hofmann

23 Prozent mehr Computer als noch im Vorjahr konnten die PC-Hersteller laut den aktuellen Marktzahlen von Gartner hierzulande im dritten Quartal verkaufen. Die führenden Anbieter konnten überdurchschnittlich zulegen. Nur Fujitsu Siemens nicht, was Marktanteile gekostet hat.

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Die Nachfrage nach Desktop-PCs und Notebooks hat im dritten Quartal dieses Jahres in Deutschland stärker zugelegt als in Westeuropa insgesamt. Das geht aus den aktuellen Marktzahlen von Gartner hervor. Während in Westeuropa 18 Prozent mehr Rechner als im 3. Quartal 2006 ausgeliefert wurden, gingen hierzulande 23 Prozent mehr Rechner über die Ladentheken. Damit wurden deutschlandweit 2,7 Millionen PCs verkauft, nach 2,2 Millionen im Vorjahresquartal.

Der deutsche Markt profitiert nach Angabe der Analysten vor allem von den guten Verkaufszahlen bei Notebooks. Während 40 Prozent mehr mobile Geräte abgesetzt werden konnten, legten die Desktop-Verkäufe gerade einmal um fünf Prozent zu. Notebooks tragen mittlerweile 58 Prozent zum Gesamtabsatz bei. »Die Nachfrage nach Notebooks ist nach wie vor der wichtigste Treiber für die PC-Verkäufe, dank fallender Preise und höherer Performance«, kommentiert Meike Escherich von Gartner die Entwicklung. Einen Laptop zu besitzen würde von immer mehr Menschen als Notwendigkeit betrachtet, immer seltener als reiner Luxus.

Beliebt sind Computer sowohl bei Business- als auch bei privaten Endkunden. Im Geschäftskundensegment legten die Verkäufe um 21 Prozent zu, Consumer kauften sogar 26 Prozent mehr Rechner. Von dem Aufwärtstrend hierzulande konnten alle führenden PC-Hersteller profitieren und steigende Verkaufszahlen verzeichnen. FSC musste dennoch Marktanteile an die Konkurrenz abgeben. Noch im Vorjahresquartal konnte der hierzulande nach wie vor führende Hersteller 18,3 Prozent Marktanteile bei den verkauften Rechnern für sich verbuchen. Nunmehr sind es nur noch 14,8 Prozent. Denn im Gegensatz zur Konkurrenz wuchsen die Verkäufe von FSC nur um unterdurchschnittliche 13,9 Prozent.

Acer konnte mit 57,7 Prozent am stärksten zulegen und behauptet damit seinen dritten Rang. Davor platziert sich Hewlett-Packard mit einem Plus von 39,1 Prozent. Sowohl HP als auch Acer haben nach Ansicht der Analysten die Schwäche des Marktführers genutzt und mit ihren Notebooks verstärkt Consumer adressiert. Offenbar mit Erfolg: Nach den Zahlen von Gartner konnten beide Anbieter im Mobile-Segment ein Wachstum von 86 beziehungsweise 63 Prozent verzeichnen.

Dell als der Viertplatzierte verkaufte 26,6 Prozent mehr Rechner. Medion setzte nach den Angaben der Marktforscher 48,3 Prozent mehr Rechner ab und bleibt damit auf dem fünften Rang.

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