Hausmesse beim Netzwerk-Distributor Frische Impulse für Netzwerkpartner von Fröhlich & Walter

Redakteur: Regina Böckle

Der Mittelstand besinnt sich wieder auf sich selbst – vor allem bei der Auswahl der Lieferanten. Auf der Hausmesse des Netzwerk-Distributors Fröhlich & Walter war dies deutlich zu spüren.

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Die Innovation kommt aus dem Mittelstand, das hat nicht zuletzt Spezial-Distributor Fröhlich & Walter auf der Partnermesse »IT Impulse 2007« in Saarbrücken wieder einmal bewiesen. Denn mit der Hausmesse zog erstmals seit zehn Jahren wieder die IT in die sonst eher betulichen Hallen der Saarbrücker Messe, und das gleich mit geballtem Publikumsinteresse.

Rund 800 Fachbesucher hatten bis zum frühen Nachmittag Vorträgen zu den Themen Netzwerk-Infrastruktur, Voice-over-IP und Wireless LAN gelauscht, und sich anschließend mit Vertretern der 43 Aussteller über die Vermarktungsmöglichkeiten dieser Lösungen unterhalten. »Im Gegensatz zum Süden gibt es in dieser Region rund um Saarbrücken nicht so viele Fachhandelsmessen«, kommentierte Firmengründer und Geschäftsführer Heinz Walter die große Resonanz.

Fachbesucher aus ganz Deutschland

Doch es gab durchaus auch Partner, die bis aus Flensburg und München angereist waren, um sich in den Saarhallen über neue Produkte, Technologien und Geschäftsmöglichkeiten zu informieren oder die Ansprechpartner bei Distributor Fröhlich & Walter und seinen Herstellern zu treffen. »Wir haben offenbar auch mit unserem Konzept den richtigen Nerv getroffen«, erklärte sich Marketingchef Jörg Klawitter den Erfolg der Messe, die zum vierten Mal insgesamt und erstmals in den Messehallen stattfand. Offenbar ist die Einschätzung richtig, denn sämtliche Vorträge waren überbucht – und das bei vorab kalkulierten 70 Sitzplätzen, hinter denen immer wieder zahlreiche Besucher in mehreren Reihen standen.

Nächstes Jahr verdoppeln

Aus allen Nähten wäre wenige Tage vor Messestart auch die gesamte Hallenkonzeption geplatzt. »Kurz vor der Messe riefen noch viele Hersteller an, die auch sehr gerne teilnehmen wollten«, berichtet Heinz Walter. »Das war aber einfach zu kurzfristig, um unser Konzept noch anzupassen. Wir hatten nicht mit diesem großen Interesse gerechnet«.

Nächstes Jahr werden aber die Tore geöffnet. „Dann werden wir mit der kompletten Halle planen und die Vorträge in die zweite Ebene legen“, fügt Klawitter hinzu. Momentan zeichnet es sich ab, dass im nächsten Jahr 100 Hersteller ausstellen werden. »Der Informationsbedarf der Partner ist einfach riesengroß. Sie schätzen die persönlichen Kontakte«, so das Fazit der Veranstalter.

Wandel im Markt

Was sich bei einigen Hausmessen und Roadshows mittelständischer Distributoren und Hersteller im vergangenen halben Jahr bereits abzeichnete, zeigte sich auch bei diesem Event: Viele Fachhändler wissen es wieder zu schätzen, wenn ihr Lieferant und Distributor guten Service und gute Beratung leistet. »Wir betreuen wieder viele Partner, die einst zum Mitbewerb abwanderten, weil man dort einfach ein paar Preispunkte billiger war. Die »Geiz-ist-Geil«-Mentalität der vergangenen Jahre scheint nicht mehr so en vogue zu sein«, so die Erfahrung Walters.

Wertschätzung zahlt sich aus

Das Unternehmen hat in seiner 30-jährigen Geschichte nie auf Preistreiberei oder schnellen Profit gesetzt, sondern auf langfristiges, partnerschaftliches Geschäft. Das scheint sich nun wieder auszuzahlen.

»Viele Fachhändler wollen eine exakte und schnelle Lieferqualität und vorab eine technisch ausgereifte Beratung. Diese Qualität haben wir immer geliefert und arbeiten ständig an der Verbesserung«, erläutert Walter, dessen Motto lautete, auch bei großen Erfolgen Bodenhaftung zu bewahren: »Nicht nur das Management oder der Vertrieb allein sind wichtig. Jeder Mitarbeiter im Lager, der die Ware verpackt und auf den Weg bringt, leistet einen ganz elementaren Beitrag dazu, dass die Qualität bei uns stimmt und Kunden zufrieden sind. Das war uns immer wichtig und das wird es auch bleiben«.

Die Folge: Fröhlich & Walter beschäftigt mittlerweile 80 Mitarbeiter, die meisten von ihnen im Schnitt bereits seit zehn Jahren. Und noch nie musste in der langen Firmengeschichte ein Mitarbeiter aus betriebsbedingten Gründen gehen. »Entlassungen werden bei Konzernen oft immer als das einzige schnelle Allheilmittel gesehen. Meiner Meinung nach hat aber in solchen Fällen immer das Management im Vorfeld versagt – Entwicklungen verschlafen oder Weichen zu spät gestellt«, so Walter.

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