Thema: Schlankes Linux für alte XP-Rechner – ein Thema für den IT-Channel?

erstellt am: 06.03.2014 14:35

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SRiedl





dabei seit: 30.09.2009

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Schlankes Linux für alte XP-Rechner – ein Thema für den IT-Channel?
06.03.2014 14:35

Service-Geschäft
Schlankes Linux für alte XP-Rechner – ein Thema für den IT-Channel?
Linux zu installieren und damit zu arbeiten ist keine Hexerei. Für alte XP-Rechner mit wenig Arbeitsspeicher könnte zum Support-Ende von Windows XP die Installation des schlanken Linux-Derivats Lubuntu eine „lebensverlängernde Maßnahme“ sein.
Am 8. April stellt Microsoft den Support für Windows XP ein. Da es ab diesem Zeitpunkt keine Sicherheits-Updates das Betriebssystem mehr geben wird, stellt sich die Frage ob, und falls ja, wie Windows-XP-Rechner auch danach „am Leben“ gehalten werden können.
Migrations-Geschäft
Im IT-Channel wird das XP-Ende stark unter den Vorzeichen des Migrations-Geschäftes besprochen. Neue Hardware und neue Software zu verkaufen bringt Umsatz in die Kasse. Aber auch der Service-Aspekt spielt eine zentrale Rolle. Migrations-Projekte stehen an, in denen beispielsweise Image-Management-Tools gefragt sind.
OS als Politikum
Dass die Frage nach dem Umgang mit alten XP-Rechnern sogar eine politische Dimension hat, zeigt eine Anleitung für einfache Computernutzer, wie Windows XP durch Lubuntu-Linux auf Computern ab 256 MB Arbeitsspeicher ersetzen werden kann, die der IT-BUSINESS-Redaktion von der ÖDP-Geschäftsstelle in München geschickt wurde. Hier spielt das Thema unter dem Nachhaltigkeits-Aspekt eine Rolle. „Lubuntu-Linux als lebendverlängernde Maßnahme für RAM-arme Rechner“, könnte man formulieren, weil „andernfalls müssten diese Computer in den Elektroschrott gegeben werden, denn Windows 7 und 8 lassen sich erst ab zwei Gigabyte Arbeitsspeicher sinnvoll betreiben“, so der Vertreter der Ökologisch-Demokratischen Partei.
Channel-Perspektive
Zurück zur Channel-Perspektive: Mit kostenfreier Open-Source-Software auf Betriebssystem- und Anwendungs-Ebene lässt sich kein Lizenz-Umsatz generieren. Aber gerade in Hinblick auf die XP-Deadline womöglich Service-Geschäft bei Rechnern von privaten und geschäftlichen Endkunden.
IT-BUSINESS will ihre Meinung wissen:


    Lässt sich mit Tux an der Seite Geld verdienen?
    Haben sie im Linux-Umfeld bereits geschäftliche Erfahrungen gesammelt?
    Welche Hürden gilt es im Linux-Tagesgeschäft zu meistern?

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nicht registrierter User


RE: Schlankes Linux für alte XP-Rechner – ein Thema für den IT-Channel?
07.03.2014 20:37

Leider nur im privatkundengeschäft wirklich sinnvoll - dann aber mit begeisterten neuen Linux-Fans. Im Business-Segment sind meist Anwendungen nötig, die nicht auf Linux laufen. Auch wenn das aus meiner Sicht, der weitaus bessere Betriebssystem-Ansatz ist. Vor allem wenn man bedenkt, dass hier eine große Community den Quellcode einsieht und dort ganz bestimmt kein Schindluder getrieben wird. Bei den beiden großen Kommerziellen ist im Prinzip alles möglich: Blackbox.

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nicht registrierter User


RE: Schlankes Linux für alte XP-Rechner – ein Thema für den IT-Channel?
12.03.2014 01:14

Der Trend könnte - neben den üblichen Linux-Servern - durchaus mehr in Richtung Linux auf dem Desktop gehen - auch im kommerziellen Einsatz.
Die meisten Anwender klicken nur auf ihre Icons und nutzen dann die speziellen Programme. Und immer mehr dieser Programme werden Betriebssystem-unabhängig, auf Browser-Basis und/oder als Software als Service angeboten.
Der Browser selber wird zum Betriebssystem, siehe Firefox-OS.
Programme bzw. Apps sind das Entscheidende, immer weniger das Betriebssystem, siehe Android, ein Linux-Derivat ...
Und:
Die Stadt München hat ja die meisten ihrer 15 000 PC-Arbeitsplätze auf Linux migriert und dabei 10 Millionen Euro eingespart.
Firmen tun gut daran, bei der nächsten anstehenden Betriebssystem-Umstellung auch Linux in Betracht zu ziehen.

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nicht registrierter User


Die verschenken jetzt kostenlose Lubuntu-Linux-CDs
12.03.2014 17:01

Jeder - ob privater oder kommerzieller Anwender - kann Linux in ein paar Minuten per Live-CD ausprobieren (ohne Installation bzw. irgendeine Veränderung am Computer).
Bei Gefallen kann man es natürlich auch direkt von dieser CD installieren.

CD entweder selber brennen oder sich eine schenken lassen. Die im Artikel erwähnte ÖDP verschenkt gerade 1000 CDs:

Ab sofort verschenkt die ÖDP München 1000 CDs mit Lubuntu-Linux, geeignet für Computer ab 512 MB Arbeitsspeicher.

Die CDs werden diese Woche von Donnerstag bis Samstag Nacht aus einem 50-er Jahre Airstream-Trailer verteilt – tagsüber und auch spätabends. Die angefahrenen Standorte in der Münchner Innenstadt werden ca. 2 Stunden vorher im Live-Ticker bekanntgegeben:

www.facebook.com/oedpmuenchen

Außerdem werden die CDs auch gerne gegen Rückporto zugesandt:

1,90 Euro in Briefmarken (und die eigene Adresse) senden an:

ÖDP
Straßbergerstr. 16
80809 München

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nicht registrierter User


RE: Schlankes Linux für alte XP-Rechner – ein Thema für den IT-Channel?
07.04.2014 16:46

Und immer wieder ist es lustig zu sehen, wie bei solchen Gelegenheiten versucht wird, Linux für Desktops gesundzubeten.
Zu den angeblichen Chancen durch Dienstleistung:
jemand, der einen uralten XP-Rechner mit 256 oder 512 MB betreibt wird sich ganz sicher einen Dienstleister ins Haus holen, der ihm Linux installiert.
Und der Dienstleister müsste dann auch noch für den alten Schrott haften.
Mit der angeblich ach so einfachen Installation irgendeiner Linux-Distri ist es ja nicht getan, da will noch der ein oder andere meist auch uralte USB-Drucker oder gar ein MF-Gerät und vielleicht eine Software für die Digi-Knipse (oh, dafür gibts ja gar keine Linux Software) installiert werden, zu dem es dann auch keine Treiber gibt etc.
Da kommen dann schnell mal 3-4 Stunden und mehr raus, dafür kann man auch schon fast einen neuen PC kaufen, der sich durch den gesparten Strom gegenüber den alten und lahmen Stromfressern dann noch teilweise selbst bezahlt.
Die Folgekosten für einen technisch unbedarften Nutzer sind auch extrem, wenn er nur halbwegs sicher arbeiten will, weil er dann auch jedesmal den Dienstleister zum Update rufen muß.
Die meisten Anwender klicken nur auf ihre Icons und nutzen dann die speziellen Programme.
So funktionieren grafische Oberflächen nun einmal, oder geht das unter Linux neuerdings anders?
Welche Software soll das denn bitte sein, die betriebssystemunanbängig entwickelt wird? Wo sind die FiBus, Warenwirtschaftsprogramme etc. pp. ???
Sie existieren schlicht nicht oder sind grottig programmiert. Und selbst dedizierte Open Source Software läuft nicht auf jedem Kernel.
Dieses Versprechen der Betriebssystemunabhängigkeit begleitet mich schon so lange ich Unix/Xenix/BSD/Linux kenne (ich war seinerzeit Beta-Tester von AT&T Unix und Xenix). Nicht einmal innerhalb der diversen Distris wird es eingehalten.
Zu München: der Erfolg des LiMux Projektes ist eher zweifelhaft. Was das Ganze für sündhaft teure Linux-Berater und proprietäre (und wie man hört mangelhafte) Neuentwicklungen gekostet hat und wie (un-)zufrieden die User damit sind, wird schamhaft unter der Decke gehalten, man will ja als Politiker sein Gesicht nicht verlieren, nachdem man jahrelang getönt hat, wie toll das Ganze ist. Wenn dann mal jemand wie Frau Nallinger versehentlich die Wahrheit sagt (nämlich daß das Ganze ein Desaster ist), gibts sofort einen Maulkorb.
Die 10 Millionen Euro, die man da angeblich in 10 Jahren gespart hat, sind ja wirklich toll. Der Produktivitätsverlust der Leute, die damit arbeiten müssen, und die damit verbundenen Kosten werden natürlich nicht erwähnt.
Linux ist ein sehr gutes Serverbetriebssystem und ein schönes Spielzeug für Technik-Freaks mit zuviel Zeit. Auf Desktops, die produktiv von Nicht-Technik-Freaks eingesetzt werden, hat es in den wenigsten Fällen eine Daseinsberechtigung.

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SRiedl





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RE: Schlankes Linux für alte XP-Rechner – ein Thema für den IT-Channel?
27.05.2014 14:38

Naja, für viele ist Linux mehr als nur eine Spielerei, sondern fast schon ein Lebensgefühl:
Codename: Linux - Dokumentarfilm

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