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Die Wolke im Stresstest – Ausfallsicherheit unter der Lupe

Forschungsprojekt lotet Belastungsgrenzen von Cloud Computing aus

19.05.2011 | Autor / Redakteur: Peter Knapp / Andreas Donner

Interxion ist ein führender europäischer Anbieter von Carrier-neutralen Rechenzentrums-Dienstleistungen für Colocation.
Interxion ist ein führender europäischer Anbieter von Carrier-neutralen Rechenzentrums-Dienstleistungen für Colocation.

Cloud Computing ist das Trendthema in der IT und die Erwartungen an die neue Technologie sind entsprechend hoch. Die „Wolke“ erscheint nicht nur als Lösung vieler Herausforderungen, sondern auch als Motor für zukünftige Innovationen und neue Erlösmodelle. Aber wie ausfallsicher, hochverfügbar und leistungsfähig sind Cloud-Infrastrukturen wirklich? Antworten darauf gibt das Gemeinschaftsprojekt „Frankfurt Cloud“, das die Deutsche Bank und Interxion gemeinsam mit der Goethe-Universität Frankfurt initiiert haben.

In permanenten Stresstests unter wissenschaftlicher Beobachtung werden beim Gemeinschaftsprojekt „Frankfurt Cloud“ die Sicherheit, Leistungsfähigkeit und Ausfallsicherheit der seit Oktober 2010 operativen Cloud-Computing-Infrastruktur kontrolliert und ausgewertet.

Als Nutzer der „Frankfurt Cloud“ testet die Goethe-Universität Frankfurt die Möglichkeiten des Cloud-Computing-Modells. Ziel ist es, unter realen Bedingungen konkrete Forschungsvorhaben mit Hilfe des Cloud-Konzepts umzusetzen und ungelöste Fragen bei der Implementierung der Technologie sowie des Betriebs zu klären, beziehungsweise Lösungen zu entwickeln. Die ersten Ergebnisse der Stresstests zeigen, dass auch extrem heterogene Anwendungen in der „Frankfurt Cloud“ nicht nur sehr konstant und hochverfügbar, sondern auch ausfallsicher betrieben werden können.

So kam es trotz eines Auslastungsgrades der „Frankfurt Cloud“ von bis zu 80 Prozent zu keinem Problem oder Ausfall. Die konkreten Anwendungsfelder der Frankfurter Universität reichen von Klimamodellsimulationen über Simulationen zum Verständnis von Sternenexplosionen bis hin zu wirtschaftswissenschaftlichen Fragestellungen im Bereich Financial Risk Management.

Auslastungsintensiv und heterogen

Mit den auslastungsintensiven und heterogenen Anwendungen sollen sowohl die Grenzen der Belastungsfähigkeit der Cloud untersucht als auch die unterschiedlichen Anforderungsprofile ermittelt und ausgewertet werden. Besonders wichtig bei Cloud Computing ist die Frage der Datensicherheit, also wer Zugriff auf welche Daten bekommt und wie die Privatsphäre bei gleichzeitiger Nutzung der Infrastruktur durch unterschiedliche Anwender abgegrenzt wird. Darüber hinaus wird untersucht, wie Abrechnungsmodelle und Cloud-Management-Systeme beschaffen sein müssen, um Cloud-Services kosteneffizient nutzen zu können.

Betrieb im Cloud Hub von Interxion

Die „Frankfurt Cloud“ wird innerhalb des Cloud Hub von Interxion auf dem Rechenzentrumscampus in Frankfurt betrieben. Dieser ist eine von 13 Einrichtungen an strategisch bedeutenden Rechenzentrumsstandorten in elf europäischen Ländern.

Durch die Verfügbarkeit von mehr als 350 Kommunikationsnetzwerken und 19 Internetaustauschknoten entsteht in den Cloud Hubs eine Oligopol-Situation. Von dieser wiederum profitieren die Cloud Service Provider sowie Unternehmen, die eine „private Cloud“ in Eigenregie betreiben, indem sie Zugang zu zahlreichen Datennetzen erhalten und aufgrund der Angebotsvielfalt von erheblichen Kosteneinsparungen bei der Datenanbindung profitieren. In den Cloud Hubs können Cloud Service Provider sowie Unternehmen eine speziell für kritische Geschäftsprozesse geeignete Infrastrukturumgebung zur Entwicklung und zum Betrieb von Cloud-Computing-Dienstleistungen nutzen. Das Cloud-Hub-Angebot dient gezielt der Bereitstellung hochskalierbarer Stromversorgungen, hochwertiger Rechenzentrumsflächen und Bandbreite für Cloud-basierte Anwendungen.

Neben der Rechenzentrumsinfrastruktur und der Anbindung bieten sie eine sichere Test-Lab-Umgebung, in der neue Cloud Services entwickelt, getestet und betrieben werden können.

Künftig soll die „Frankfurt Cloud“ eine stark fragmentierte Anwenderlandschaft auf Dauer mit zuverlässigen, flexiblen und robusten Cloud Services bedienen. Nach diesen ersten, positiven Testergebnissen soll nun auch Unternehmen und Vertretern der öffentlichen Hand eine Teilnahme am Projekt ermöglicht werden.

Peter Knapp
Peter Knapp

Über den Autor

Peter Knapp ist Geschäftsführer der Interxion Deutschland GmbH in Frankfurt am Main

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