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Engagement Index 2018

Fast jeder siebte Arbeitnehmer hat innerlich bereits gekündigt

| Redakteur: Melanie Krauß

Drei von vier Beschäftigten in Deutschland machen nur noch Dienst nach Vorschrift. 14 Prozent der Arbeitnehmer haben innerlich sogar bereits gekündigt.
Drei von vier Beschäftigten in Deutschland machen nur noch Dienst nach Vorschrift. 14 Prozent der Arbeitnehmer haben innerlich sogar bereits gekündigt. (Bild: gemeinfrei (Pixabay, caio triana) / CC0)

Über 5 Millionen Arbeitnehmer (14 %) haben ihren Job bereits innerlich gekündigt und besitzen keine emotionale Bindung zum Unternehmen. Dies geht aus dem aktuellen Gallup Engagement Index 2018 hervor. Der Anteil der emotional hoch gebundenen Arbeitnehmer ist laut Gallup in Deutschland nach wie vor auf einem niedrigen Niveau.

Nur 15 Prozent der Beschäftigten weisen hierzulande eine hohe emotionale Bindung an ihren Arbeitgeber auf und gehen ihrer Arbeit mit Hand, Herz und Verstand nach. Drei von vier Beschäftigten machen lediglich Dienst nach Vorschrift (71 %).

Nach jüngsten Berechnungen verursacht die innere Kündigung von Mitarbeitern dabei einen jährlichen volkswirtschaftlichen Schaden von bis zu 103 Milliarden Euro. Neben der Bindung zum Unternehmen entscheidet die Unternehmenskultur maßgeblich über den wirtschaftlichen Erfolg. Die aktuelle Untersuchung zeigt, dass Mitarbeiter, die ihrem Unternehmen ein hohes Maß an Agilität zuschreiben, auch deutlich häufiger an dieses emotional hoch gebunden sind und es für die Zukunft als wirtschaftlich gut aufgestellt ansehen.

„Agilität zahlt sich doppelt aus. Es verbessert einerseits die zukünftige wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, da Unternehmen schneller handeln, effizienter arbeiten und mutiger sind, Neues zu wagen“, sagt Marco Nink, Regional Lead Research & Analytics EMEA bei Gallup. „Andererseits weisen Arbeitnehmer aus agilen Unternehmen auch eine höhere emotionale Bindung auf. Das ist in Zeiten von Fachkräftemangel und dem radikalen Wandel der Arbeitswelt nicht zu unterschätzen.“ Demnach sind bei agilen Unternehmen 43 Prozent der Befragten emotional hoch gebunden, während es bei nicht agilen Unternehmen nur 6 Prozent sind.

Beschäftigte, die ihrem Arbeitgeber Agilität zuschreiben, stufen ihn laut Zahlen der Gallup-Experten als deutlich besser für die Zukunft aufgestellt ein als Arbeitnehmer aus nicht agilen Unternehmen. So haben in agilen Unternehmen drei von vier Befragten Vertrauen in die finanzielle Zukunft ihres Unternehmens (71 %), hingegen bei nicht agilen Unternehmen lediglich 39 Prozent.

Im europäischen Vergleich zu den drei weiteren führenden Volkswirtschaften, Großbritannien, Frankreich und Spanien, schneidet Deutschland beim Thema Agilität nicht gut ab. Demnach sagen hierzulande nur 10 Prozent der Mitarbeiter, dass ihr Unternehmen über die richtigen Arbeitsmittel, Prozesse sowie die richtige Einstellung verfüge, um schnell auf geschäftliche Anforderungen zu reagieren. In Großbritannien stimmen den entsprechenden Aussagen zur Messung des Agilitätsgrades 13 Prozent, in Spanien 15 Prozent und in Frankreich 16 Prozent zu.

Die Berater von Gallup definieren dabei acht Komponenten, die beim Thema Agilität eine besondere Rolle spielen:

  • Wissensaustausch,
  • Kooperationswille,
  • Fehlerkultur,
  • Geschwindigkeit bei der Entscheidungsfindung,
  • Innovationsfähigkeit,
  • Empowerment,
  • Simplizität
  • sowie die Förderung neuer Technologien.

Dabei ist der Status quo, wie Unternehmen sich hin zu agilen Organisationen entwickeln, stark verbesserungswürdig. Insgesamt können nur 4 Prozent der Arbeitnehmer mindestens sieben oder allen Komponenten uneingeschränkt zustimmen. Zum Vergleich: 22 Prozent der Beschäftigten können keiner einzigen der acht Komponenten ohne Wenn und Aber zustimmen.

Dieser Artikel ist zuerst auf unserem Partnerportal Maschienenmarkt erschienen.

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