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Laptop-Akkus

Explosives Material

11.10.2006 | Redakteur: Florian Eisele

Explosionsgefahr. Sony-Akkus bereiten Kopfzerbrechen
Explosionsgefahr. Sony-Akkus bereiten Kopfzerbrechen

PC-Hersteller Dell hat seit August schon 4,2 Millionen Laptop-Akkus aus dem Hause Sony zurückgerufen. Nun steht den Japanern immer mehr Ungemach ins Haus. Nach weiteren Herstellern

PC-Hersteller Dell hat seit August schon 4,2 Millionen Laptop-Akkus aus dem Hause Sony zurückgerufen. Nun steht den Japanern immer mehr Ungemach ins Haus. Nach weiteren Herstellern wie Apple, Lenovo, Toshiba und Fujitsu startet nun auch Hitachi als bislang letzter Computer-Bauer eine Rückrufaktion. Damit ist nahezu jeder große Notebook-Hersteller von der Panne betroffen. Grund ist ein Konstruktionsfehler bei den Akkus, wonach bei der Herstellung Metallsplitter in die Batteriezellen gelangten. Dies kann zur Entflammung des Geräteteils führen. Damit sind allein bei Dell und Apple zusammen rund sechs Millionen Geräte von der Rückrufaktion betroffen. Die Kosten dafür werden von Sony übernommen und allein in diesen beiden Fällen mit rund 224 Millionen US-Dollar beziffert.

Das könnte aber nicht der einzige Zündstoff für Sony sein: Wie die japanische Tageszeitung „Yomiuri Shimbun“ unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, hätte man bei Sony schon seit November vergangenen Jahres von dem Defekt gewusst, die Panne somit beheben werden können. Damals war ein Dell-Notebook mit Sony-Akku in Flammen aufgegangen. Bei der darauf folgenden Untersuchung habe man allerdings nur die Rechner des texanischen Herstellers untersucht, obwohl man gewusst habe, dass auch andere Hersteller von dem Problem betroffen sein würden. Da keine anderen Fälle dieser Art vorlagen, habe man bei Sony von einer groß angelegten Untersuchung, die die jetzige Rückrufaktion verhindern hätte können, abgesehen. Inwieweit bei einer Erhärtung dieses Verdachts straf- oder zivilrechtliche Konsequenzen für Sony zum Thema werden, ist noch nicht geklärt. Dass das Thema Produkthaftung ernst genommen wird, kann man allerdings bei dieser global angelegten Rückrufaktion betrachten – Grund dafür sind vorhergegangene Millionenklagen in den USA, die Herstellern auch in kleiner bemessenen Fällen schon teuer zu Stehen kamen.

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