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Für IoT geht es hoch hinaus Eutelsat plant Satelliten mit Sigfox

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Eutelsat will im kommenden Jahr einen Satelliten auf niedrige Erdumlaufbahn befördern. Dort soll der mit Sigfox-Technik ausgerüstete Trabant als zusätzliches Backhaul für das Internet der Dinge dienen.

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Tyvak International ist eine Tochter der Terran Orbital Corporation.
Tyvak International ist eine Tochter der Terran Orbital Corporation.
(Bild: Tyvak)

Eutelsat Communications (Eutelsat) hat bei Tyvak International SRL einen Nanosatelliten geordert. Mit dem ELO genannten Trabant wolle man evaluieren, wie gut sich aus niederer Erdumlaufbahn schmalbandige Konnektivitätsdienste bereitstellen lassen. Hierbei soll die Technologie von Sigfox zum Einsatz kommen. ELO steht ausgeschrieben für Eutelsat LEO for Objects, LEO wiederum für Low Earth Orbit.

ELO wird voraussichtlich 2019 starten und sich auf einer sonnensynchronen Umlaufbahn zwischen 500 und 600 Kilometern Höhe bewegen. Aus dieser Position soll der Satellit Daten von angebundenen Objekten auf der ganzen Welt sammeln und täglich an eine Bodenstation übertragen. Die liegt auf der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen im Nordpolarmeer.

Die Satellitenverbindung soll komplementär zu terrestrischen IoT-Netzen funktionieren und die gleichen omnidirektionalen Antennen nutzen. Trotz Verbindung zum All sollen angebundene Objekte dabei nicht teurer werden und auch nicht mehr Energie verbrauchen. So lasse sich ein Backhaul für bislang nicht versorgte Regionen bereitstellen. Darüber hinaus könne die Satellitenlösung auch Redundanz für bestehende Infrastrukturen bereitstellen.

Bei der Evaluation wollen Sigfox und Eutelsat zum einen das Spektrum analysieren, welches der Satellit in den ISM1-Frequenzbändern nutzt. Zum anderen werde man die Verarbeitung der Daten von Objekten untersuchen. Zudem werde man mit ELO auch die Konnektivität für andere Frequenzbänder testen.

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