Kompetenz des Fachhandels ist gefragt Europa-Foto verdreifacht das Ordervolumen fürs Weihnachtsgeschäft

Redakteur: Sarah Gandorfer

Auf der Herbstmesse in Wiesbaden zeigte die Fachhandelskooperation Europa-Foto die neusten Trends. Besonders begehrt beim Endkunden sind derzeit digitale Spiegelreflexkameras und das entsprechende Zubehör. Schon jetzt hat sich das Ordervolumen für das Weihnachtsgeschäft verglichen mit dem Vorjahr verdreifacht.

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Digitale Spiegelreflexkameras überholen bei den Verkaufszahlen ihre kompakteren digitalen Geschwister.
Digitale Spiegelreflexkameras überholen bei den Verkaufszahlen ihre kompakteren digitalen Geschwister.
( Archiv: Vogel Business Media )

Rund 160 Aussteller sowie die Hälfte der Mitgliedsunternehmen kamen Ende September zur Herbstmesse von Europa-Foto. »Der Fotofachhandel allgemein und die Mitglieder Fachhandelskooperation Europa-Foto im Besonderen stehen so stark und erfolgreich im Markt wie seit vielen Jahren nicht mehr«, freut sich Robby Kreft, Geschäftsführer von Europa-Foto.

Das zeigt sich auch im Ordervolumen für das Weihnachtsgeschäft, welches sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdreifacht hat – die Ergebnisse der Messe noch nicht mit eingerechnet. »Die digitalen Spiegelreflexkameras sowie die damit verbundenen Zusatzprodukte wie Objektive, Taschen, Stative und Blitzgeräte sind klassische Beratungsartikel, bei denen der Verbraucher die Kompetenz des Fachhandels sucht«, erklärt Kreft. »Dazu kommt, dass der Fachhandel auch bei der Industrie als wichtigster Absatzpartner für Fotoprodukte einen so hohen Stellenwert genießt wie zuletzt in den 60er Jahren.«

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Die Bedeutung des Fachhandels bei der Industrie zeigt sich auch darin, dass neue DSLR-Kameramodelle wie die Canon 40D oder die Sony Alpha 700 zu Beginn des Produktzyklus exklusiv über diesen Vertriebskanal verkauft werden. Bei Europa-Foto haben die DSLR-Modelle ihre kompakten digitalen Geschwister bei den Verkaufszahlen bereits überholt.

Weihnachtsgeschäft gesichert

Der Dreiklang aus beratungssuchenden Verbrauchern, fachhandelsorientierten Herstellern und leistungsstarken Händlern sorge laut Kreft für überproportionale Umsätze und somit für ordentliche Margen. »Es geht für dieses Weihnachtsgeschäft vor allem darum, die richtigen Waren in ausreichenden Mengen zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu haben. Aufgrund unserer langjährigen guten Partnerschaften mit den Lieferanten können unsere Mitglieder davon ausgehen, dass wir dies so gut wie möglich sicherstellen«, so Kreft.

Fotostationen

Ein weiterer Trend ist bei den Fotostationen zu verzeichnen: Diese werden bei den Partnern immer beliebter, da sie weniger betriebs- und personalaufwendig sind. Vielfach ersetzen mehrer Fotostationen ein Minilab, so dass der Verbraucher schneller bedient werden kann. Um den Bilder-Workflow weiter zu verbessern, promoted die Zentrale eine neue Management-Software für Printaufträge. Dazu werden mehrere Filialen miteinander verbunden und die jeweils effizienteste Belegung der Stationen gesucht. Auftragsspezifische Prioritäten werden weiterhin berücksichtigt.

Neben den Bildern aus Digitalkameras nehmen ebenfalls die Aufträge aus Fotohandys zu. »Aber dieses Geschäft ist bisher nur dann erfolgreich, wenn der Händler seinen Kunden diese Dienstleistung aktiv erklärt und verkauft«, sagt Kreft.

Große Bilder bringen Marge

Bei Bildern im Poster-Format, die direkt im Ladengeschäft mit modernen Large Format Printern (LFP) ausgedruckt werden, hat sich das Geschäftsvolumen binnen eines Jahres verfünffacht. Bereits mehr als 60 Mitglieder bieten diesen Service an. Der besondere Anreiz sind nicht nur die großen Margen, sondern auch das Zusatzgeschäft mit Bilderrahmen oder individuellen Passepartouts. Zusammen mit Epson Deutschland hat Europa-Foto ein Paket geschnürt aus Printer, Aufstellung vor Ort, Kalibrierung und Wartung.

Größere Bilder präsentieren die Kooperationspartner ihren Kunden gerne auf hochauflösenden Flachbildschirmen – in dieser Hinsicht boomt der Markt laut Kreft. Das andere Extrem sind die kleinen Apple iPods. »Diese Geräte sind nicht nur sehr begehrte und aufmerksamkeitsstarke Kundenmagneten, sondern sie eigenen sich auch hervorragend als Speicher von Bilddaten«, findet der Geschäftsführer. Das Portfolio des Fotofachhandels habe sich in den letzten Jahren also wesentlich erweitert und der modernen Bildkommunikation angepasst.

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