Online-Umfrage „Euronics Trendmonitor 2015“ Euronics will mit mehr Emotion verkaufen

Redakteur: Katrin Hofmann

Der Händlerverbund Euronics will den Point of Sale zum „Point of Emotion“ umbauen. Damit sollen die Erkenntnisse genutzt werden, die sich aus dem „Euronics Trendmonitor 2015“ ergeben.

Anbieter zum Thema

Der Handel soll durch gezielte Maßnahmen von den aktuellen Trends profitieren.
Der Handel soll durch gezielte Maßnahmen von den aktuellen Trends profitieren.
(Bild: Euronics)

„Erlebniswelten“ hat Euronics mit Blick auf die Läden der bei ihnen angeschlossenen Händler im Sinn. Aus Sicht der Fachhandelskooperation sollten Geschäfte ihren Kunden in den Verkaufsräumen in eigens dafür geschaffenen Wohnwelten neue Technologien wie Smart Devices, aber auch Curved, Ultra High Definition (UHD) und S-UHD, live erlebbar machen. Ausgestattet werden sollen die Erlebnisbereiche mit aufeinander abgestimmten Möbeln, Audio- und TV-Geräten. „Der Point of Sale soll zum Point of Emotion werden und dabei unterstützen wir Händler aktiv mit neuen Konzepten“, gibt Euronics-Vorstandssprecher Benedict Kober die Marschroute vor.

Auf diesem Weg könnten Reseller die Chance nutzen, die gemäß dem mittlerweile fünften Trendmonitor, für den zwischen Ende April bis Mitte Mai rund 1.000 Personen online befragt wurden, unter anderem Smart-TVs bieten. Laut Studie liegt das Potenzial derzeit bei 25 Millionen Haushalten, die noch nicht über einen smarten Fernseher verfügen. Weil 98 Prozent der Smart-TV-Nutzer die Vorteile weiterempfehlen, sei das Potenzial im TV-Geschäft groß.

Beratungsbedarf

Und verbunden mit Aufklärungsarbeit: Denn noch wissen 44 Prozent der Endverbraucher nicht, was beispielsweise Curved-Geräte sind oder können mit der Abkürzung UHD nichts anfangen. Um die Kunden besser zu adressieren, hat Euronics nun einen Maßnahmenkatalog geschnürt, der unter anderem die Integration von UHD- und Curved-TVs in der Werbung und den Ausbau des so genannten „Xklusiv-Geräte-Konzepts“ um UHD- und Curved-TVs umfasst.

Steigende Nachfrage sieht der Händlerverbund darüber hinaus bei smarten Geräten, allen voran Smartphones. Von „langfristigem Absatzpotenzial“ im Smart Business ist die Rede. So plant jeder zweite Deutsche der Umfrage zufolge, bis 2016 ein Smartphone zu kaufen. 30 Prozent der potenziellen Käufer besitzen bisher noch nicht einmal eines.

Auch Smart Wearables, mit denen sich Anwender unter anderem über ihren Gesundheitszustand informieren oder zu mehr Sport motivieren können, erfreuen sich demnach immer größerer Beliebtheit. Zwar besitzen erst vier Prozent der Kunden einen solchen Kleinstcomputer, aber jeder Achte plane den Kauf. Vor allem die Gruppe der 16- bis 39-Jährigen ist für die Anbieter interessant. Jeder Vierte ist hier an solchen Geräten interessiert.

Mehr über den Trend Smart Home, Euronics Strategie in diesem Bereich und die Informations- und Kaufquellen der Konsumenten erfahren Sie auf der nächsten Seite.

Smart-Home-Initiative

„Zuversichtlich“ blickt die Verbundgruppe auf das Thema Smart Home und will seine Händler für diesen Markt fit machen. So wurden eine Händlertypisierung nach Massenmarkt-Anbietern, Spezialisten und High-End-Verkäufern vorgenommen, ein „marktkonformes Sortiment“ zusammengestellt, die Kommunikation zu Mitglieder und Kunden aufgebaut und Qualifizierungsprogramme entwickelt. Denn „Smart Home bietet mit seinen verschiedenen Möglichkeiten gleiche Chancen für alle Betriebstypen“, ist Euronics überzeugt.

Immer mehr Menschen erkennen laut Trendmonitor die Vorteile intelligenter Heimvernetzung. Besonders die Energieersparnis, mehr Sicherheit im Haushalt und Erleichterungen im täglichen Leben werden als Vorteile eingestuft. Dennoch herrscht aber auch eine gewisse Skepsis in der Bevölkerung in Bezug auf die Datensicherheit und die hohe Komplexität der Heimvernetzung. Umso mehr sei der beratende Fachhandel aufgefordert, den Kunden diese Schwellenangst zu nehmen. Auch dieses Thema biete allen Fachhändlern – vom Verkäufer ohne Installationsdienstleistung bis hin zum Anbieter vollständiger Systemintegration.

Informations- und Bezugsquellen

Beruhigend für CE-Händler: Lediglich sieben Prozent der Konsumenten würden bei finanziellen Engpässen gemäß Umfrage zuerst bei Consumer Electronics sparen. 59 Prozent der Konsumenten kaufen der Euronics-Auftragsstudie zufolge im Retail, 48 Prozent im Fachgeschäft. Es folgen das „Internet“ (Euronics meint hier Online-Kaufhäuser wie Otto) mit 39 Prozent der Nennungen, „Kaufportale“ (hier sind Amazon und Co. gemeint) mit 34 Prozent und „Onlineshops“ wie Saturn.de.

  • 39 Prozent der Endkunden recherchieren vor dem Kauf online beispielsweise nach besseren Angeboten.
  • 24 Prozent der Befragten lesen Testberichte.
  • Eine Beratung durch den Fachhandel nehmen 23 Prozent in Anspruch.
  • Auf Empfehlungen von Freunden und Bekannten verlassen sich neun Prozent.
  • Nummer eins Online-Informationsquelle sind Verkaufsportale wie Amazon. 57 Prozent informieren sich hier.
  • Auf Rang zwei der Online-Infoquellen landen Testforen wie Test.de (52 Prozent).
  • Preissuchmaschinen belegen den dritten Platz der wichtigsten Recherchequellen im Web (45 Prozent).
  • Danach folgen Onlineshops, Websites der Hersteller, Online-Zeitschriften, Auktionshäuser im Internet, Ratgeber und Websites von Handelskooperationen.

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:43470178)