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Die dritte Umbenennung Euronics soll als Marke in den Vordergrund rücken

Redakteur: Sarah Gandorfer

Unter dem Motto »Sieg der Sterne« fand der diesjährige Euronics-Kongress auf dem Leipziger Messegelände statt. Ziel war es, die Kooperationspartner mit Motivations-Vorträgen geschlossen auf den neuen Markenauftritt einzustimmen.

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Werner Winkelmann ist Vorstandssprecher der Euronics Deutschland eG und Präsident von Euronics International.
Werner Winkelmann ist Vorstandssprecher der Euronics Deutschland eG und Präsident von Euronics International.
( Archiv: Vogel Business Media )

»Möge die Marke mit Euch sein!« Mit diesen Worten beschrieb die Moderatorin der Veranstaltung, Barbara Schöneberg, passend das Thema des diesjährigen Euronics-Kongresses. Während den Fachhändlern im vergangenen Jahr das neue Corporate Design vorgestellt wurde, sollten sie nun dazu aufgerufen werden, sich geschlossen hinter »Euronics« zu stellen. Motiviert wurde das Publikum durch Vorträge namhafter Redner.

So zeigte der Markenexperte Bernd Michael in seiner Präsentation die Erfolgskonzepte verschiedener schon am Markt etablierter Marken und gab den Euronics-Händlern damit Denkanstöße.

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Wo sich die Marke Euronics sowie die Konkurrenz im Gehirn eines Menschen positioniert haben, das erklärte der Psychologe Hans-Georg Häusle. Daraus folgerte er anschließend, welche Zielgruppe die Kooperation am besten ansprechen sollte. Und da ohne gutes Zusammenspiel kein optimales Ergebnis zu Stande kommt, referierte Handball-Bundestrainer Heiner Brand über Teamführung.

Fast alle umbenannt

Von 960 Standorten wurden bisher rund 850 auf die Marke »Euronics« umgestellt. Das hat sich die Fachhandelskooperation über drei Millionen Euro kosten lassen. Wer noch von den Kostenzuschüssen profitieren möchte, sollte sich beeilen. Die Deadline sei der 30. Juni, verkündete Vorstandssprecher Werner Winkelmann. Seine Vision ist eine Steigerung der deutschen Marktanteile von elf auf 14 Prozent bis zum Jahr 2012. Außerdem sollen die Ladengeschäfte von Euronics unter die Top drei bei der Wahl der Endkunden fallen.

Samstag und Sonntag konnten die Fachhändler dann über die Hausmesse bummeln und sich ein Bild von den Angeboten der fast 200 Aussteller machen. Sehen konnte man Produktneuheiten aus allen Bereichen – von Unterhaltungselektronik bis zur Haustechnik. Ein besonderes Highlight war die Party am Samstagabend, wo Sängerin Marianne Rosenberg auftrat.

Meinung des Redakteurs

Trotz der massiven Motivationsansätze siegten die Sterne von Euronics nicht auf ganzer Linie. Bei Gesprächen mit den Fachhändlern zeigte sich, dass vor allem solche, die von Anfang an der Kooperation angehörten, die dritte Namensänderung mit Skepsis sehen. Erst »Interfunk« beziehungsweise »Ruefach« genannt, dann »Red Zac« oder »Masters« und nun wird auf »Euronics« gesetzt. Mit einer reinen Umbenennung des Ladens ist es schließlich noch nicht getan, es muss trotz Zuschüssen jedes Mal wieder in das Corporate Design investiert werden: beispielsweise vom roten Red Zac- zum blauen Euronics-Auftritt. Mancher beschwerte sich, dass der Händlername – oft gerade das Erkennungszeichen alteingesessener Läden – vor der Marke Euronics in den Hintergrund treten solle. Das sorge manchmal für Verwirrung beim Endkunden, der dann nachfragt, ob das Geschäft denn jetzt an Euronics verkauft worden sei.

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