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GfK-Konsumklimastudie EU-Konsumklima bleibt freundlich

| Autor: Heidemarie Schuster

Die europäischen Verbraucher waren auch im zweiten Quartal 2017 in Kauflaune. Nach dem Neunjahreshoch zu Beginn des Jahres blieb das Konsumklima für die EU 28 auf hohem Niveau und schloss Ende Juni bei 19,1 Punkten.

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Die positive Stimmung der europäischen Verbraucher hat sich auch im zweiten Quartal 2017 fortgesetzt.
Die positive Stimmung der europäischen Verbraucher hat sich auch im zweiten Quartal 2017 fortgesetzt.
(Bild: Pixabay)

Im zweiten Quartal 2017 gab es beim europäischen Konsumklima große Unterschiede in Bezug auf die drei Indikatoren Konjunktur- und Einkommenserwartung sowie Anschaffungsneigung: Während Deutschland und Frankreich Höchststände verzeichneten, kühlte sich die Verbraucherlaune in einigen osteuropäischen Staaten wie Polen und Tschechien etwas ab.

„Auffällig in diesem zweiten Quartal war unter anderem der ‚Macron-Effekt‘ in Frankreich, der die Stimmung der Franzosen deutlich beflügelt hat“, so der GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl. „Die britischen Verbraucher blicken offenbar mit Skepsis auf die Brexit-Verhandlungen, was sich in schwachen Indikatoren widerspiegelt. Zu den Gewinnern in diesem Quartal zählen unter anderem Spanien und Portugal, wo die Verbraucher aufgrund der sich weiter erholenden Wirtschaft wieder zuversichtlicher gestimmt sind.“

Die Konjunkturerwartung der deutschen Verbraucher ist im zweiten Quartal dieses Jahres laut den Marktforschern auf den höchsten Stand seit drei Jahren gestiegen. Der Indikator erreichte Ende Juni 41,3 Punkte. Zuletzt wurde im Juli 2014 mit 45,9 Zählern ein höherer Wert gemessen. Allen Risiken zum Trotz – wie mögliche Handelsbeschränkungen der US-Regierung und die beginnenden Brexit-Verhandlungen – ist der Konjunkturoptimismus der Deutschen weiterhin ungebrochen.

Dank sehr guter Aussichten auf dem deutschen Arbeitsmarkt legte auch die Einkommenserwartung im Juni weiter zu. Mit einem kräftigen Anstieg von 16,8 Zählern gegenüber Ende März kletterte der Indikator mit 60,2 Punkten auf einen neuen Höchststand seit der deutschen Wiedervereinigung.

Auch die Anschaffungsneigung der Deutschen hat ihr hohes Niveau behalten. Der Indikator legte 2,4 Zähler gegenüber dem Ende des vorherigen Quartals beziehungsweise 3,5 Zähler im Vergleich zum Stand vor einem Jahr zu und wies Ende Juni 57,9 Punkte auf. Der überaus stabile Arbeitsmarkt ist der wesentliche Grund für die sehr gute Konsumneigung, so die GfK.

Zur Studie

Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie „GfK-Konsumklima MAXX“ und basieren auf monatlich rund 2.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden. In diesem Report werden die Indikatoren grafisch aufbereitet, prognostiziert und ausführlich kommentiert. Darüber hinaus finden sich darin auch Informationen über die Ausgabevorhaben der Verbraucher für 20 Bereiche der Gebrauchsgüter-, Verbrauchsgüter- und Dienstleistungsmärkte.

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