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Was wird aus relationalen Datenbanken im Angesicht von NoSQL und Hadoop?

„Es gibt Big Data, und es gibt wichtige Daten.“

| Autor / Redakteur: Sean Doherty / Ulrike Ostler

No sex, no sellings? Relationale Datenbank Management Systeme gelten als wenig sexy.
No sex, no sellings? Relationale Datenbank Management Systeme gelten als wenig sexy. (Bild: © Dmitry Sunagatov - Fotolia)

Big Data. Diese beiden Worte haben einen neuen Hype im Datenbankgeschäft begründet. Das Thema wird immer noch so heiß diskutiert, dass leicht übersehen wird, wie Daten überhaupt so „big” wurden und welche Auswirkung Big Data auf den Datenbankmarkt hat.

Big Data ist immer noch ein relativ neues Phänomen. Nach einer IBM-Studie von Anfang des vergangenen Jahres wurden 90 Prozent der weltweiten Daten in den vergangenen zwei Jahren erzeugt. Unser Lebensstil mit immer neuen Geräten, mit minütlich aktualisierten Tweets und zunehmenden „always-on“-Surfgewohnheiten führt in Kombination mit niedrigen Speicherkosten zu einem sprichwörtlichen Datenmonster.

Es scheint zwar manchmal so, als seien (mindestens) etwa 42 Prozent der weltweiten Daten entweder

  • (a) Videos von tanzenden Katzen,
  • (b) Bilder von Beinen und Füßen mit einem Strand im Hintergrund,
  • (c) Videos von Sprösslingen mit erstaunlichen Talenten oder
  • (d) die bekannten sonstigen Inhalte,

aber trotzdem sind Unternehmen davon überzeugt, dass sie auf einem Schatz von Erkenntnissen über ihre Kunden oder betriebliche Abläufe sitzen.

Als Reaktion darauf setzen Unternehmen zunehmend NoSQL-Lösungen ein, um das Datenmonster zu zähmen. Nach Angaben von Market Research Media Ltd. wird dieser Markt bis 2018 voraussichtlich ein Volumen von 3,5 Milliarden Dollar erreichen. Die Anzahl der neuen, in den letzten Jahren entstandenen Unternehmen, die auf die Sammlung der verschiedenen Technologien unter dem Oberbegriff NoSQL setzen, steigt explosionsartig an. Wahrscheinlich gibt es bereits mehr NoSQL- als SQL-Unternehmen.

Der Datenbankmarkt

Aber was bedeutet dies für die Masse der Datenbankindustrie, insbesondere für die relationalen Databank-Management-Systeme (RDBMS)? Gartner schätzt den Markt auf 26 Milliarden Dollar, mit einem jährlichen Wachstum von etwa 9 Prozent. Wenn also NoSQL im Jahre 2018 die Marke von 3,5 Milliarden Dollar erreicht, steht der RDBMS-Markt schon bei 40 Milliarden Dollar.

Ergänzendes zum Thema
 
Über den Autor:

Es ist auch zu bedenken, dass die meisten Unternehmen nicht Google, Yahoo! oder Facebook heißen. Natürlich kann ein Unternehmen mit der richtigen Infrastruktur sowie den richtigen Tools und Ressourcen in der Lage sein, eine Wertschöpfung aus all seinen Daten zu realisieren.

Aber man sollte auch nicht die anhaltende Bedeutung der Transaktionsanwendungen vergessen, die nicht „sexy”, sondern eher langweilig sind und im Backoffice ablaufen und für die Ihr RDBMS auf loyale, zuverlässige, sichere und effiziente Weise die wichtigsten Daten Ihres Unternehmens einfügt, aktualisiert, speichert und schützt.

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