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Wie Unternehmen vom Einsatz eines ERP-Baukastens profitieren können ERP-Installation auf Knopfdruck

Autor / Redakteur: Ramin Göttlich * / Florian Karlstetter

Beratung, Parametrisierung und Implementierung stellen – neben den Lizenzkosten – einen der wesentlichen Kostenpunkte bei der Einführung einer integrierten Standardunternehmenssoftware dar. Dabei gibt es viele Unwägbarkeiten, die im Voraus nicht kalkulierbar sind. Schnell können so die Projektlaufzeiten und Kosten – zum Beispiel für eine ERP-Einführung – ein Vielfaches der geplanten Investition betragen.

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ERP-Installation auf Knopfdruck? Einrichtung innerhalb weniger Minuten auf nahezu jeder beliebigen Systemlandschaft.
ERP-Installation auf Knopfdruck? Einrichtung innerhalb weniger Minuten auf nahezu jeder beliebigen Systemlandschaft.
( Archiv: Vogel Business Media )

Das Risiko eventueller Fehlschläge bis zum produktiven Einsatz der Software liegt in der Regel beim Anwenderunternehmen. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen ist es kaum tragbar.

Abhilfe kann eine vollkommen neue Vorgehensweise bei der Installation und der anschließenden Parametrisierung von Unternehmenssoftware schaffen, welche die Zeit für die Installation von mehreren Monaten auf wenige Minuten verkürzt und die anschließende Anpassung an die Unternehmensanforderungen iterativ und zur Laufzeit des Systems ermöglicht. So kann der Projekterfolg sofort und nach jedem Schritt unmittelbar überprüft werden. Dabei wird das bisherige Paradigma, eine bestehende Standardsoftware top down und mit viel Aufwand an die Anforderungen des Unternehmens anzupassen, ganz einfach umgekehrt.

Unternehmenssoftware nach dem Baukastenprinzip

Die Grundlage für das neue Vorgehen bildet ein so genannter ERP-Baukasten. Er bietet dem Anwender eine unbelastete Plattform, auf der er Schritt für Schritt seine Geschäftsprozesse abbildet und so seine ganz individuelle Unternehmenssoftware erstellen kann – im besten Fall ohne externen Dienstleister durch den Fachanwender selbst. Es genügt, wenn er seine Geschäftslogik kennt. Die Architektur des Baukastens unterscheidet sich dabei grundlegend von proprietären ERP-Systemen und ist von vornherein so ausgelegt, dass die technische Basis strikt von der individuellen fachlichen Ausprägung getrennt ist.

Die Plattform stellt generische Mechanismen zur Abbildung beliebiger Geschäftsprozesse bereit. Die konkreten Prozesse eines Unternehmens werden dann in den individuellen Anwendungen abgebildet, die diese Mechanismen nutzen. Die Anwendung enthält dann die jeweilige fachliche Ausprägung, das heißt Geschäftslogiken, Businessregeln, Workflows, Schnittstellen, Masken, Reports, Formulare sowie Rollen und Berechtigungen etc. Die Software passt sich so genau an die Anforderungen an, nicht das Unternehmen an die Software. Unnötigen Ballast gibt es nicht, da nur das implementiert wird, was die Anwender tatsächlich benötigen.

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Die grundlegende Frage lautet dabei: Wie sehen die Prozesse aus und was braucht das Unternehmen? Und nicht: Was kann eine standardisierte Lösung alles schon und wie hoch ist der Aufwand für die Anpassung an die tatsächlichen Anforderung? Das ERP-System wird also schrittweise auf einem Fundament aufgebaut, anstatt – um im Bild zu bleiben – ein teures Fertighaus über eine Baugrube zu stülpen und dann solange wieder abzubrechen und umzubauen, bis es dem Bauherren hoffentlich gefällt und seinen Anforderungen entspricht.

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ERP-Baukasten Nuclos: Installation auf Knopfdruck

Einen solchen Baukasten hat Novabit mit dem Open Source ERP Nuclos vorgestellt. In seiner neuesten Version 3.0 verfügt die kostenlose Software über einen dialoggesteuerten Installer, der die Einrichtung per Knopfdruck innerhalb weniger Minuten auf nahezu jeder beliebigen Systemlandschaft ermöglicht. Unternehmen steht dann ein voll einsatzfähiger ERP-Baukasten zur Verfügung, mit dem sie direkt arbeiten können. Bestehende Datenbanken können über vorhandene Standardschnittstellen angebunden werden. Das Installationspaket enthält auch eine vorkonfigurierte PostgreSQL-Datenbank, die auf Wunsch mitinstalliert werden kann. Somit eignet sich die Lösung als Unternehmenssoftware besonders auch für kleine Unternehmen ohne komplexe IT-Infrastruktur und eigene IT-Abteilung.

Aber schließen sich Baukastenprinzip und Installation auf Knopfdruck nicht aus? Keineswegs. Mit dem ERP-Baukasten schlagen Unternehmen einen neuen Weg in der Implementierung und Bereitstellung von Anwendungen ein. Auf Knopfdruck, so einfach wie bei der Installation einer Office-Anwendung, erhalten sie nach wenigen Minuten eine performante Basis für ihre Unternehmenssoftware. Damit können sie bereits starten und ihre individuelle Anwendung, ein so genanntes Nuclet, konfigurieren. Das System gibt dafür keinen festen, unveränderlichen Funktionsumfang vor, sondern bietet Mechanismen, diesen selbst festzulegen. Der Anwender kann beliebige Geschäftsprozesse auch ohne IT-Knowhow abbilden und jederzeit an sich ändernde Anforderungen anpassen.

Zeit, Kosten und Nerven sparen

Für Unternehmen ergeben sich dadurch wesentliche Vorteile, die Zeit, Kosten und Nerven sparen. Erstens steht ihnen der Baukasten kostenlos und Open Source zur Verfügung. Es fallen keine Lizenzgebühren oder Wartungskosten an, eine Abhängigkeit von proprietärer Software gibt es nicht. Darüber hinaus sorgen die schnelle Implementierung und die iterative Anwendungsentwicklung für kurze Projektlaufzeiten und damit geringere Kosten im Vergleich zu herkömmlichen Projekten. Dabei ist das System JAVA-basiert, auf nahezu jeder Systemumgebung lauffähig und skalierbar. Es wächst mit den Anforderungen einfach mit.

Mehrsprachigkeit, Multimandanten- und Cloudfähigkeit sowie standardisierte Schnittstellen kommen insbesondere Unternehmen entgegen, die den Baukasten in einer komplexeren Systemlandschaft oder einem externen Rechenzentrum betreiben wollen sowie weiteren Standorten und auswärtigen Mitarbeitern den Zugriff ermöglichen möchten. Generische Importfunktionen unterstützen den Anwender bei der effizienten Datenmigration aus Alt-Systemen, zum Beispiel Standard-ERP-Systemen, MS Excel Tabellen etc., oder bei Datentransfers wie dem Import von Daten aus CRM-Systemen oder Webshops.

Auch die bisherige Update-Problematik angepasster Standard-ERP-Systeme gibt es nicht mehr: Bei ihnen sind individuelle fachliche Anforderungen meist fest in die Lösungen hinein implementiert. Das heißt, dass bei Anpassungsbedarf das jeweilige System selbst geändert wird, was Folgen für die Softwarepflege und Gewährleistung hat. Die damit verbundenen Aufwände und Risiken gehören für Nuclos-Nutzer der Vergangenheit an.

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Eine Anpassung durch den Anwender ist ausdrücklich gewünscht. Mit der enthaltenen Funktion „Nuclet Transfer“ können Unternehmen ihre Nuclets sogar auf andere Nuclos-Installationen übertragen und auch an andere Firmen weitergegeben oder verkaufen. So können sich beispielsweise ihre Entwicklungsaufwendungen für eine spezialisierte Branchenlösung schneller amortisieren. Hierfür wird Novabit im Laufe des Jahres eine professionelle Austauschplattform anbieten.

Der Autor

Dipl. Inf. Ramin Göttlich, Geschäftsführender Gesellschafter der Novabit Informationssysteme GmbH. (Archiv: Vogel Business Media)

Dipl. Inf. Ramin Göttlich, Geschäftsführender Gesellschafter der Novabit Informationssysteme GmbH

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