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Schlag gegen Cybercrime

Ermittler heben Darknet-Server in Ex-Nato-Bunker aus

| Autor / Redakteur: dpa / Margrit Lingner

Deutsche Ermittler haben erstmals einen großen Server-Anbieter für illegale Geschäfte im Darknet ausgehoben.
Deutsche Ermittler haben erstmals einen großen Server-Anbieter für illegale Geschäfte im Darknet ausgehoben. (Bild: © Maksim Šmeljov - stock.adobe.com)

Im Kampf gegen Verbrechen im Internet haben deutsche Ermittler erstmals einen großen Server-Anbieter für illegale Geschäfte im Darknet ausgehoben. Auf dem Server aus sollen Drogen, gefälschten Dokumente und Kinderpornografie verbreitet sowie großangelegte Cyberangriffe durchgeführt worden sein.

Deutsche Ermittler haben erstmals einen großen Server-Anbieter für illegale Geschäfte im Darknet ausgehoben. Insgesamt 13 Täter stehen im Verdacht, als Betreiber eines Rechenzentrums in einem ehemaligen Nato-Bunker in Traben-Trarbach an der Mosel zahlreiche Webseiten gehostet zu haben, über die international agierende Kriminelle ihre Machenschaften betrieben, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Freitag in Koblenz mit. Sieben Tatverdächtige wurden am Donnerstagabend bei einer großen Aktion verhaftet. Das Darknet ist ein abgeschirmter Teil des Internets.

Zu den Taten von Kriminellen, die über die Server in Rheinland-Pfalz abliefen, gehörten den Angaben zufolge der Vertrieb von Drogen, gefälschten Dokumenten und gestohlenen Daten. Zudem wurden Kinderpornografie verbreitet und großangelegte Cyberangriffe durchgeführt.

Kunden der Tatverdächtigen sollen unter anderem die Betreiber des weltweit zweitgrößten Darknet-Marktplatzes für Drogen, „Wall Street Market“, gewesen sein – den Ermittler im Frühjahr zerschlagen hatten. Auch der Angriff auf 1,25 Millionen Telekom-Router Ende November 2016 wurde laut Generalstaatsanwaltschaft über einen Server im Cyberbunker gesteuert.

Ein derartiger Hoster sei erstmals in Deutschland ausgehoben worden, hieß es am Freitag. Bei der Zugriffsaktion mit Unterstützung von Spezialeinheiten wie der GSG9 habe es Durchsuchungen in Deutschland und im benachbarten Ausland gegeben. Sie sei Ergebnis von fast fünf Jahre langen Ermittlungen gewesen. Am Mittag wollen die Ermittler über weitere Details informieren.

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