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5G-Software für RAN und Core, Updates für Basis-Funkmodule Ericsson erweitert Street-Macro-Portfolio

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Jetzt von Ericsson vorgestellte Software für RAN und Core sollen den nahtlosen Übergang von 4G zu 5G sicherstellen. Zudem präsentiert der Anbieter eine neue Kategorie von Funkprodukten für Städte und erweitert die Distributed Cloud.

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Alle seit 2015 ausgelieferten Basis-Funkmodule aus dem Ericsson Radio System sind für 5G NR vorbereitet und werden per Remote-Softwareupdate nachgerüstet.
Alle seit 2015 ausgelieferten Basis-Funkmodule aus dem Ericsson Radio System sind für 5G NR vorbereitet und werden per Remote-Softwareupdate nachgerüstet.
(Bild: Ericsson)

Ericsson erweitert seine 5G-Plattform und verspricht Netzbetreibern einen reibungslosen Übergang auf den kommenden Mobilfunkstandard. Ab viertem Quartal 2018 sollen Service Provider damit 5G-Netze in Betrieb nehmen. Laut Lesart des Anbieters lohne sich das auch wirtschaftlich: So sinken die Kosten pro übertragenem Gigabyte auf ein Zehntel – im Vergleich zu 4G.

5G-Software für RAN und Core

Die jetzt angekündigte Software für 5G RAN (Radio Access Network) basiert auf den kürzlich vom 3GPP verabschiedeten Schlüsselelementen des 5G New Radio Standard. Die Funknetz-Software ergänze das bereits eingeführte Baseband- und 5G-Funkportfolio. Alle seit 2015 ausgelieferten Basis-Funkmodule aus dem Ericsson Radio System sollen überdies per Remote-Softwareupdate für 5G NR gerüstet werden.

Ergänzend präsentiert Ericsson eine 5G-Core-Software, die für 5G-Datendurchsatz, Netzkapazität und Skalierbarkeit optimiert sei. Die Packet-Core- und Unified-Data-Management-Lösungen von Ericsson sollen 5G-Dienste im Laufe des Jahres 2018 unterstützen können. Das Angebot solle gemäß der Entwicklung des 3GPP-5G-Standards aktualisiert werden.

Distributed-Cloud-Angebot erweitert

Ericsson erweitert außerdem sein Distributed-Cloud-Angebot für die Bereitstellung von Cloud-Anwendungen über mehrere Standorte hinweg. Das Angebot verbessere Latenz, Sicherheit sowie Zuverlässigkeit und erfülle die regulatorischen Anforderungen an 5G-Anwendungen. Die Distributed Cloud kombiniere die Vorteile von Telekommunikation und Cloud-Computing, um Netze als Cloud-Basis für verschiedene Aufgaben wie Telekommunikations-, Endanwender- und Unternehmensanwendungen einzusetzen.

Mit der Distributed Cloud will Ericsson Hardwareoptionen verschiedener Hersteller innerhalb eines Frameworks unterstützen. Eine schnell einsetzbare, offene Software für Remote-Updates und -Betrieb mache die Ericsson Software Defined Infrastructure (SDI) bereit für Edge-Computing.

Neue Kategorie „Street Macro“

Das ebenfalls vorgestellte Street-Macro-Portfolio soll die Lücke zwischen den Systemen der Macro- und Micro-Serien schließen. Die für Städte konzipierten „Street Macro“-Funkmodule ließen sich an Gebäuden installieren und böten trotz geringer Ausmaße genug Leistung, um die Netzabdeckung zu gewährleisten.

Darüber hinaus kündigt das Unternehmen neue Funkprodukte an, die die Massive MIMO-Technologie unterstützen. Auch hier verspricht der Hersteller wieder eine einfache Umstellung von 4G zu 5G und erhöhte Kapazitäten.

Seine marktreife 5G-Plattform hatte Ericsson bereits vor einem Jahr vorgestellt und im September ein Update nachgeschoben. Die Angebote umfasst Produkte für 5G-Kern-, Funk- und Transportanwendungen sowie OSS/BSS-Systeme, Netzdienste und Security-Lösungen.

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