Untersuchung und Unterstützung von Sage Endspurt für die 16: Nicht alle sind fit für die Steuererhöhung

Redakteur: Katharina Krieg

Softwareanbieter Sage hat mittelständischen Unternehmen in Sachen Mehrwertsteuer auf den Zahn gefühlt. Ihr Kenntnisstand ist sehr unterschiedlich.

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Nur noch zwei Wochen, dann steht der ungebetene Gast vor der Tür: die Mehrwertsteuer von 19 Prozent. Wie gut oder auch wie schlecht Unternehmen auf die anstehende Steueränderung vorbereitet sind, hat Sage durch eine Online-Umfrage unter rund 900 kleinen und mittleren Unternehmen herausgefunden.

Eine Frage des Zeitpunkts

86 Prozent der Teilnehmer sind über die Grundregel bestens informiert. Sie wissen, dass für die korrekte Berechnung des Steuersatzes der Zeitpunkt der Lieferung oder Leistung entscheidend ist und nicht das Rechnungsdatum. Erschreckende 14 Prozent sind noch immer der Meinung, das Rechnungsdatum entscheide darüber, ob die 16 oder die 19 zum Zuge kommt. Bei Geschäften, die Anfang 2007 abgewickelt werden, kann es vorkommen, dass für einige Teilleistungen der neue und für andere der alte Steuersatz gewählt werden muss.

60 Prozent der Unternehmen sind auf diesen Fall gut vorbereitet, weil in der Lage, in der Ausgangsrechnung auch unterschiedliche Steuersätze zu berücksichtigen. Die verbleibenden 40 Prozent stellen sich nur auf einen Steuersatz ein, der auf der Rechnung ausgewiesen wird. Sie planen also, die Abrechnung in zwei Schritten zu machen und dem Kunden somit auch zwei Einzelrechnungen in die Hand zu geben.

Ein ganz schönes Rechnungschaos, das hier auch im Anbieterunternehmen aufläuft. In Vorbereitung auf eine Weiterberechnung teils mit dem neuen, teils mit dem alten Steuersatz, haben rund 50 Prozent der von Sage befragten Firmen ihre Buchhaltung gebrieft.

...Kontrolle ist besser

Wert legten sie darauf, dass die Mitarbeiter sich jeden Beleg genau ansehen, die Lieferung oder Leistung korrekt nach Daten abgrenzen und den jeweils fälligen Steuersatz eintragen. Einige Unternehmen gehen sehr professionell an die Aufgabe heran und setzten hierfür sogar ein eigenes System ein. Anhand des Belegdatums wird hier automatisch der richtige Steuersatz zugewiesen.

81 Prozent der Umfrageteilnehmer zeigten ihre Sicherheit bei Angeboten oder Verträgen, die über mehrere Jahre laufen und den Wechsel einschließen. Für Leistungen oder Lieferungen, die im Jahr 2007 erfolgen sollen, ist in diesen Schriftstücken der neue Mehrwertsteuersatz festzuhalten. Pflichtbewusst weisen diese Unternehmen ihre Kunden schon bei der Angebotsabgabe oder Vertragserstellung in diesem Jahr darauf hin, dass dafür nach dem Jahreswechsel 19 Prozent Mehrwertsteuer fällig werden.

Bei den Angaben zum Vorsteuerabzug wird die Verantwortung von vielen Unternehmen abgeschoben. 42 Prozent der Befragten meinen, die Buchhaltung der Kreditoren müsse sich hier auskennen. Acht Prozent übernehmen hier sogar die Angaben der Lieferanten, ohne diese in irgendeiner Weise zu prüfen. Das andere Extrem bestreitet das Drittel der Firmen, das auch für diese Überprüfung eigens eine Software eingeführt hat.

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