Confidential Computing Enclaive treibt europäische Expansion voran

Von Agnes Panjas 3 min Lesedauer

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Enclaive, ein Anbieter für Confidential Computing, internationalisiert sein Geschäft. Partnerschaften in Frankreich, Österreich, den Niederlanden und der Schweiz sollen das deutsche Unternehmen in weiteren großen europäischen Märkten wachsen lassen.

Enclaive treibt die  europäische Expansion mit Partnerschaften in Frankreich, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden voran.(Bild:  Canva / KI-generiert)
Enclaive treibt die europäische Expansion mit Partnerschaften in Frankreich, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden voran.
(Bild: Canva / KI-generiert)

Der Berliner Confidential-Computing-Spezialist Enclaive treibt seine Internationalisierung voran: Durch Partnerschaften in Frankreich, Österreich, den Niederlanden und der Schweiz soll das Unternehmen in weiteren großen europäischen Märkten wachsen.

Confidential Computing macht sensible Cloud-Workloads sicher

Confidential Computing ist für Europas Digitale Souveränität von höchster Bedeutung. EU-weit gelten dabei strenge Datenschutz- und Compliance-Anforderungen wie DSGVO oder DORA. Besonders in Bereichen wie dem öffentlichen Sektor, der Finanzbranche oder dem Gesundheitswesen wächst der Bedarf, sensible Daten in Cloud-Umgebungen zu verarbeiten, ohne Kompromisse bei Sicherheit und Vertraulichkeit der Informationen einzugehen. Confidential Computing bietet hierfür die technologische Grundlage: Daten bleiben in allen drei Dimensionen (at rest, in transit, in use) und damit auch während der Verarbeitung verschlüsselt – und sind damit für externe Angreifer und selbst den Cloud Provider nicht einsehbar. In Zeiten, in denen große Datenmengen in der Public Cloud zum Training von KI-Modellen abfließen, eine wichtige Schutzmaßnahme.

Confidential Computing als Wachstumsmarkt

Führende Analysten sehen Confidential Computing daher als Markt mit starkem Wachstumspotenzial. So bezeichnet Gartner die Technologie als einen der Top Strategic Technology Trends für 2026 und erwartet, dass bereits 2029 75 Prozent aller Workloads in unsicheren (Public-Cloud-)Umgebungen durch Confidential Computing geschützt sein werden. Andere Prognosen stützen diese These: Unterschiedliche Experten-Schätzungen erwarten – basierend auf bisherigen Wachstumsraten und der zunehmenden Nachfrage nach robusten Datenschutztechnologien – für den Confidential-Computing-Markt einen CAGR von etwa 50 bis 65 Prozent über die nächsten 5 bis 10 Jahre.

Angesichts zunehmender internationaler Spannungen, dem Datenhunger führender KI-Modelle und strenger Datenschutz-Vorgaben beobachten wir in ganz Europa eine stark wachsende Nachfrage nach sicheren und souveränen Cloud-Umgebungen.

Andreas Walbrodt, CEO von Enclaive

Andreas Walbrodt ist CEO von Enclaive.(Bild:  Enclaive)
Andreas Walbrodt ist CEO von Enclaive.
(Bild: Enclaive)

Weiterhin betont Walbrodt, dass er als Anbieter ein „enormes Wachstumspotenzial“ für Confidential Computing sieht. „Die Herausforderungen sind stets dieselben: Unternehmen und öffentliche Einrichtungen wollen ihre Daten nutzen, ohne deren Vertraulichkeit oder ihre Datenhoheit zu gefährden. Confidential Computing löst dieses Problem und wird daher bald Teil nahezu jeder robusten Sicherheitsarchitektur sein.“

Enclaive skaliert Confidential Computing über Partnernetzwerk

Enclaive bietet in Deutschland als Anbieter für Confidential Computing bereits eine Lösungen wie den Enclaive Multi-Cloud Platform, den virtuellen HSM für unabhängiges Key Management und Workload Identity and Access Managemen an. Mit dem GenAI-Firewall Garnet hält das Berliner Unternehmen ein ganzheitliches Portfolio für vertrauliche Cloud-Umgebungen bereit. Über sein Partnernetzwerk will Enclaive die Vorteile seiner Technologie nun auch in andere europäische Märkte bringen.

Robert Specht ist Director of Channel Sales bei Enclaive.(Bild:  Enclaive)
Robert Specht ist Director of Channel Sales bei Enclaive.
(Bild: Enclaive)

„Die ersten Schritte auf dem europäischen Parkett sind getan, die Resonanz auf unsere Technologie ist auch seitens der internationalen Partner und Kunden durchweg positiv“, ergänzt Robert Specht, Director of Channel Sales von Enclaive. Kooperationen seien „als Deep-Tech-Unternehmen das A und O, um unser Wachstum weiter voranzutreiben.“

Wer kooperiert mit Enclaive?

  • Frankreich: Sowohl in Deutschland als auch in Frankreich kooperiert Enclaive mit dem Value Added Distributor Prianto. Die Partnerschaft deckt die beiden größten Märkte Kontinentaleuropas ab und Enclaive profitiert hier von Priantos etablierten Distributionskanälen und Vertriebsstrukturen.
  • Österreich: Mit yITs verfügt Enclaive über einen erfahrenen IT-Consulting- und Infrastrukturpartner mit ausgewiesener Expertise in Datenbanken, Cloud-Transformation und Lizenzmanagement. Das Highlight der Kooperation, weit über Österreich hinaus: Gemeinsam mit DBMagnifier bieten yITs und Enclaive eine durchgängig verschlüsselte und dabei komplett Lizenz- und Compliance-konforme Oracle Standard Edition.
  • Niederlande: In den Niederlanden kooperiert Enclaive mit den Experten von DataSeen. Spezialisiert auf Big Data und KI, bietet DataSeen u.a. moderne Lösungen für Datenvisualisierung und -analyse. Gemeinsam schaffen Enclaive und DataSeen die Basis dafür, dass Unternehmen ihre Daten in verschlüsselten Multi-Cloud-Umgebungen sicher strukturieren, verborgene Korrelationen entdecken und so ihre Geschäftsprozesse optimieren können.
  • Schweiz: Die Schweiz gilt insbesondere im Finanzsektor als Synonym für Datensicherheit. Hier arbeitet Enclaive nun mit der SwissConomy, einem Managed Service Provider und Systemintegrator aus Freienbach, zusammen. SwissConomy bringt langjährige Erfahrung aus Projekten mit namhaften Schweizer Unternehmen und Behörden ein.

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