Storage-offensive EMC überarbeitet Hardware-Plattformen

Redakteur: Nico Litzel

Speicherspezialist EMC hat eine umfassende Runderneuerung seiner Hardware-Produktpalette vorgenommen. Die Speichersysteme Symmetrix-DMX-3, Clariion CX3 Ultrascale sowie Celerra NS stehen nun in neuen Konfigurationen mit erweiterten Funktionen zur Verfügung.

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Die Symmetrix verbraucht deutlich weniger Strom
Die Symmetrix verbraucht deutlich weniger Strom
( Archiv: Vogel Business Media )

Unter der Bezeichnung Symmetrix DMX-3 950 bietet Hersteller EMC jetzt ein Einstiegsmodell im High-End-Bereich an. Das System verfügt über den vollen Funktionsumfang der DMX-3-Reihe, kann schrittweise von 32 bis auf 360 Festplatten skaliert werden und erreicht eine Maximalkapazität von 180 Terabyte. Das jüngste DMX-3-Modell richtet sich an mittelgroße bis große Unternehmen, die nur über begrenzte Platz- und Energieressourcen im Serverraum verfügen. Besonderes Augenmerk hat der Hersteller bei der Entwicklung der Systeme auf den Energieverbrauch gelegt: Im Vergleich zu anderen Speichersystemen verbraucht die Symmetrix DMX-3 950 laut Hersteller zwischen zehn und 30 Prozent weniger Strom. Beim Einsatz von Low-Cost-Fibre-Channel-Laufwerken (LC-FC) soll das Einsparpotenzial sogar bei bis zu 70 Prozent liegen. Darüber hinaus unterstützt der Speicher unterschiedliche Laufwerke, von 300 Gigabyte bis zu 500 Gigabyte Low-Cost-Fibre-Channel. So können Administratoren verschiedene Speicherebenen innerhalb eines Arrays einrichten und damit ILM-Strategien in einem System abbilden.

Da das System die EMC-Lösungen SRDF/S (Symmetrix Remote Data Facility), SRDF/A (asynchrone Spiegelung) und Timefinder unterstützt, ist es bereits für die Fernspiegelung von unternehmenskritischen Daten gerüstet. Das Modell 950 ist ab sofort verfügbar. Der Einstiegspreis liegt bei 250 000 US-Dollar (Liste).

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Midrange

Auch im Midrange-Bereich erwarten den Kunden Neuerungen: Ab sofort unterstützen die Clariion-CX3-Ultrascale-Modelle Fibre Channel (FC) und iSCSI innerhalb eines Arrays. Dank der kombinierten Schnittstelle steigt die iSCSI-Leistung laut Hersteller um bis zu 49 Prozent und die Fibre-Channel-Verbindung um bis zu 74 Prozent. Mit den FC/iSCSI-Modellen lassen sich nun einzelne Server via IP an bestehenden FC-Netze anbinden oder Daten via iSCSI konsolidieren, während Applikationen mit höheren Leistungsanforderungen über Fibre Channel angebunden werden können. Die Clariion CX3-20 FC/iSCSI und CX3-40 FC/iSCSI unterstützen ebenfalls verschiedene Speicherebenen innerhalb eines Arrays, so dass Anwender sehr leistungsfähige Festplatten und kostengünstige Disks mit großer Kapazität kombiniert einsetzen können. Das Modell CX3-20 skaliert von 365 Gigabyte bis zu 56 Terabyte, das Modell CX3-40 FC/iSCSI bis zu 119 Terabyte. Beide Systeme unterstützen dabei bis zu 128 hochverfügbare Hosts. Die Modelle Clariion CX3-20 und CX3-40 FC/iSCSI sind ab sofort verfügbar. Listenpreise beginnen bei 33 000 US-Dollar.

Celerra NS

Die jüngsten Modelle der Celerra-NS40-Serie basieren auf der Clariion-CX3-Ultrascale-Architektur, bieten eine bis zu 39 Prozent höhere Leistung als Vorgängersysteme und kombinieren nun NAS und iSCSI. Sowohl als integriertes System (NS40) wie auch als Gateway (NS40G) bieten die Geräte 16 bis 32 Terabyte nutzbare Speicherkapazität und können als Single- oder Dual-Blade konfiguriert werden. Die nutzbare Kapazität der Varianten NS80 und NS80G hingegen liegt zwischen 20 und 60 Gigabyte. Die Geräte sind als 2-, 3-, oder 4-Blade-Konfiguration erhältlich. Die NS80-Serie kombiniert ebenfalls die Möglichkeiten von NAS und iSCSI und erzielt bis zu 27 Prozent mehr Leistung als die Vorgängermodelle der NS700-Systeme.

Die Celerra-NS-Serie ist ab sofort verfügbar. Die Einstigspreise liegen bei 50 000 US-Dollar.

Software

Ab Dezember bietet EMC die Software „Navisphere Quality of Service Manager“ an, die es Kunden erlaubt, Ressourcen der Clariion-Systeme dynamisch zu verwalten. Dabei können die Regeln je nach Tageszeit variieren. So ist es beispielsweise möglich, tagsüber die Verfügbarkeit von Microsoft Exchange zu optimieren und nachts die Ressourcen für Backup-Prozesse freizugeben.

Der Einstiegspreis des Navisphere Quality of Service Managers liegt bei 9 000 US-Dollar.

(ID:2000613)