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Kommentar von Cal Braunstein, Experton Group

EMC rüstet sich für das Geschäft mit der Cloud

20.06.2011 | Autor / Redakteur: Cal Braunstein / Rainer Graefen

Cal Braunstein ist Partner Advisor Experture bei der Experton Group
Cal Braunstein ist Partner Advisor Experture bei der Experton Group

2010 erklärte EMC-Chef Joe Tucci, EMC befände sich auf der Reise zur „Private Cloud“. Heute ist alles ganz anders, denn nun will man die hybride Cloud nicht kampflos den Mitbewerbern überlassen.

Inzwischen ist EMC voll auf den Zug Richtung Cloud und Big Data aufgesprungen und positioniert sich als Infrastrukturanbieter für diese Transformationsmodelle. Im Laufe der vergangenen zwölf Monate hat der Hersteller seine Produktarchitekturen so umgerüstet, dass hybride und private Cloud-Umgebungen unterstützt werden können.

Für IT-Entscheider muss klar sein, welche Vision EMC verfolgt – wobei Daten das Herzstück der IT bilden – und wie EMC-Produkte Daten unabhängig von Format, Speicherort, Größe oder Art managen, schützen und speichern können. Es gilt zudem herauszufinden, wie die Produkte, die Roadmap und die Strategie von EMC in die vorhandene und geplante Umgebung passen.

Anders als seine wichtigsten Konkurrenten will EMC nicht durch ein eigenes Angebot an Cloud Services mit seinen Geschäftspartnern in Wettbewerb treten. Nachdem Dell Compellent Technologies und Hewlett-Packard 3PAR aufgekauft hat, könnte es passieren, dass EMCs Investitionen in die konvergente Architektur und Produktlinie der Vblock-Lösung im Rahmen des VCE Joint Ventures auf Cisco Server festgefahren sind – und das ohne einen Notfallplan, was sich als problematisch erweisen könnte.

VMwares Vision

Andererseits verfügt Partner VMware über eine kohärente Vision der Cloud-Transformation für sich selbst, für EMC und für deren Partner. Es gilt also herauszufinden, ob eher die VMware-Vision oder doch der Ansatz eines anderen Mitbewerbers im Einzelfall am besten passt. IT-Entscheider müssen die Vorteile der Vblock-Architektur verstehen, ihre Nutzeneffekte und Risiken evaluieren und dann die konvergente Architektur in Angriff nehmen, die am besten zur Zielarchitektur passt.

EMC arbeitet derzeit an der sogenannten Project Lightning Initiative, die im Laufe des Jahres auf den Markt kommen wird. Project Lightning zielt darauf ab, das Server/Storage-Paradigma neu zu strukturieren und zwar indem beide Faktoren näher zusammenrücken. Das heißt, Prozessoren werden in Storage Arrays und Flash Speicher als Cache in Server integriert. Geräte mit Project Lightning sollen ganz bestimmte Workloads adressieren. Inzwischen hat man die Wahl unter verschiedenen Anbietern, die mit ihren Lösungsarchitekturen anspruchsvolle Workload-Anforderungen befriedigen wollen. Hier gilt es, die Vor- und Nachteile einer jeden Alternative zu bestimmen und herauszufinden, welche Architektur aktuelle und zukünftige Anforderungen am besten adressiert.

Fazit

EMC hat mehr als genug hochqualifiziertes Management und technisches Talent im Unternehmen, um zu gewährleisten, dass eine integrative, transformative IT-Vision für Clouds und Rechenzentren jeder Größe und Art entwickelt und geliefert werden kann. Zweifellos muss man mit diesem Anbieter auch in Zukunft rechnen, auch wenn er sich nicht als Full-Service Provider von Hard- und Software aufstellt. Damit nimmt EMC eine besondere Stellung ein und differenziert sich von all den Dells, HPs, IBMs und Oracles dieser Welt.

IT-Entscheidern wird empfohlen, sich mit EMC zusammenzusetzen, Roadmaps und Strategien genau zu studieren und dann herauszufinden, wie EMCs Vision und Umsetzung zu Unternehmensstrategien und -zielen passen oder diese verändern. Dann muss entschieden werden, ob und wo EMC bei der IT-Transformation des Unternehmens eine Rolle spielen könnte.

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