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Internet per Licht – neues EU-Konsortium

ELIoT entwickelt Massen­markt­lösungen für Li-Fi

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Das Projekt ELIoT wird koordiniert vom Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut.
Das Projekt ELIoT wird koordiniert vom Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut. (Bild: Fraunhofer HHI)

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Das dreijährige Projekt ELIoT (Enhance Lighting for the Internet of Things) eines neuen EU-Konsortiums von Unternehmen und Partnern aus der Wissenschaft hat zum Ziel, Massenmarktanwendungen für das Internet der Dinge auf Basis von Li-Fi zu entwickeln.

Das zukünftige IoT wird deutlich höhere Anforderungen an Datenraten, Zuverlässigkeit und Latenz drahtloser Verbindungen stellen. Wenn viele zukünftige IoT-Geräte auf engem Raum kommunizieren, wird sich der Bedarf an Übertragungsfrequenzen viel schneller erhöhen als bisher angenommen. ELIoT stellt mit Li-Fi eine neue vernetzte Drahtloskommunikationstechnologie vor, die im bisher ungenutzten Lichtspektrum arbeitet, neben WLAN und Mobilfunk.

Li-Fi erlaubt viele Anwendungsfälle für kommerzielle, industrielle oder Außenapplikationen, vor allem dort, wo Funkfrequenzen nicht eingesetzt werden können oder dürfen. Für den Außeneinsatz könnte es Direktverbindungen mit hoher Bandbreite von Dach zu Dach ermöglichen, zwischen Straßenlaternen oder zu den Wohnungen der Verbraucher im Netzwerk der nächsten Generation. Höhere Anforderungen an drahtlose Netze dürfte es auch durch softwaregesteuerte Produktion geben (Industrie 4.0), durch virtuelle und erweiterte Realität sowie autonomes Fahren. Auch hierfür könnte Li-Fi genutzt werden.

ELIoT begann 2019 als Projekt des größten Forschungs- und Innovationsprogramms der EU, Horizon 2020. Dieses Programm soll bahnbrechende Erfolge erzielen, indem es gute Ideen aus dem Labor zur Marktreife bringt. ELIoT erhält 6 Mio. Euro Förderung von der öffentlich-privaten Partnerschaft „Photonics21“. Zu den Partnern zählen Signify (früher Philips Lighting), Nokia, MaxLinear, Deutsche Telekom, KPN, Weidmüller, LightBee, die Universität Oxford, die Technische Universität Eindhoven und die beiden Fraunhofer-Institute Heinrich-Hertz-Institut HHI und FOKUS. Weitere Unternehmen werden in Kürze als assoziierte Partner folgen.

„Mit ELIoT haben wir ein überaus leistungsfähiges Konsortium von Unternehmen und Organisationen der europäischen Licht- und Kommunikationsindustrien etabliert. ELIoT bildet eine geschlossene Wertschöpfungskette mit Partnern ab, die in den Bereichen Komponenten, Chipsätze, Systeme und Applikationen mit Forschungseinrichtungen zusammenarbeiten, um die Li-Fi-Technologie für das IoT der Zukunft kommerziell nutzbar zu machen“, sagt Projektkoordinator Dr. Volker Jungnickel (Fraunhofer HHI).

Prof. Jean-Paul Linnartz, Mitinitiator von ELIoT und Leiter der Li-Fi-Forschung bei Signify unterstreicht das Potenzial von ELIoT: „Li-Fi bietet interferenzfreie Hochgeschwindigkeitskommunikation mit hoher Zuverlässigkeit. Die verfügbare Bandbreite kann in jedem Raum erneut in vollem Umfang genutzt werden. Die Beleuchtungsinfrastruktur bietet eine hervorragende Möglichkeit, die rapide wachsende Anzahl von Geräten drahtlos zu vernetzen.“

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