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Studie: Mobiltechnologien im Einzelhandel

Einzelhandel macht mobil gegen Onlinekonkurrenz

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Mobile Technologien sind im Einzelhandel sehr verbreitet.
Mobile Technologien sind im Einzelhandel sehr verbreitet. (Bild: Jamf)

Der Einzelhandel setzt zunehmend auf mobile Technologien für Kunden und Mitarbeiter, um gegen den Onlinehandel konkurrieren zu können. Welche Vorteile und Herausforderungen dabei entstehen, hat Apple-Gerätemanagement-Experte Jamf in einer internationalen Studie untersucht.

Wie verbreitet sind mobile Technologien im Einzelhandel? Welche Vorteile aber auch Herausforderungen bringt ihr Einsatz mit sich? Welche Prozesse lassen sich mit mobilen Technologien besonders verbessern? Diese und andere Fragen stellte Apple-Gerätemanagement-Experte Jamf im Rahmen einer internationalen Studie.

Mobile Technologien im Einzelhandel voll etabliert

Das Ergebnis: Mobile Technologien, etwa Mobilgeräte für Point-of-Sale-Systeme oder zur Bestandsverwaltung, seien im Einzelhandel sehr verbreitet. 99 Prozent aller befragten Einzelhändler hätten aktuell mindestens eine mobile Technologie in den Ladengeschäften implementiert. Die Verbreitung sei zwar schon sehr hoch, dennoch hätten zwei Drittel der Studienteilnehmer angegeben, den Anteil mobiler Technologien künftig signifikant erhöhen zu wollen. Auf die Frage, welche Technologien Einzelhändler konkret einführen wollen, seien Augmented Reality, Virtual Reality sowie Mobilgeräte zur Unterstützung von RFID-Systemen am häufigsten genannt worden.

Konsens unter den Befragten sei auch, dass mobile Technologien dem Einzelhandel große Vorteile verschaffen: 91 Prozent der Befragten hätten der Aussage zugestimmt, dass mobile Technologien den Verkaufsprozesses rationalisiert und dadurch den Umsatz erhöht haben. Ebenso viele hätten angegeben, dass der Einsatz mobiler Technologien ihre Marke wettbewerbsfähiger gemacht habe. Bereiche, die laut Studie am meisten davon profitieren, seien die Bestandsplanung und -verwaltung, der Point of Sale sowie die Kundenzufriedenheit. Die drei meistverwendeten mobilen Technologien im Einzelhandel seien kostenloses WLAN (79 %), unternehmenseigene mobile Geräte für die Mitarbeiter (71 %) und Mobilgeräte für den Point of Sale (65 %).

Verbessertes Kundenerlebnis ist größter Vorteil

Zu den konkreten Vorteilen mobiler Technologien befragt, hätten 58 Prozent der Studienteilnehmer berichtet, dass sich vor allem die Kundenzufriedenheit verbessert habe. Die Möglichkeit, Kunden virtuell Artikel zu zeigen, die nicht auf Lager sind, sei die zweithäufigste Nennung (52 %) gewesen. Auch auf Seiten der Mitarbeiter werde die Nutzung mobiler Technologien wertgeschätzt, denn am dritt- und vierthäufigsten hätten die Befragten die Vorzüge für das Team genannt: effizientere Zusammenarbeit (51 %) sowie mehr Produktivität, Zufriedenheit und Motivation (49 %) unter den Mitarbeitern. Nahezu alle Teilnehmer der Befragung (99 %) planten aufgrund dieser guten Erfahrungen, in den nächsten Jahren die Nutzung von Mobilgeräten in den Ladengeschäften zu erhöhen.

Herausforderungen bei der Verwaltung von Mobilgeräten

Zu den größten Herausforderungen bei der Einführung mobiler Geräte im Einzelhandel gehören laut Studie die Sicherheit und Compliance (37 %), die Verwaltung mehrerer Geräte und verschiedener Logins (37 %) sowie die Integration mobiler Technologien in bestehende oder ältere Systeme (35 %). Innovative Technologie könne das Einkaufserlebnis im Einzelhandel nur dann beleben, wenn sie reibungslos funktioniere. Daher sei es wichtig, dass die Geräte gut verwaltet würden. Entsprechend hätten 91 Prozent der Befragten der Aussage zugestimmt, dass Lösungen für das mobile Gerätemanagement (MDM) von Vorteil für die Verwaltung von Technologien in ihren Ladengeschäften seien. Die befragten IT-Verantwortlichen, die MDM-Lösungen einsetzen, hätten angegeben, jährlich rund ein Viertel der Zeit (24 %) und ebenso viel Geld (25 %) dank der Lösung einsparen zu können.

Apple-Geräte im Einzelhandel am beliebtesten

Die Tatsache, dass rund die Hälfte der Befragten Einzelhändler (48 %) bei den genutzten Geräten auf eine Mischung aus Apple, Windows und/oder Android setzt, lässt vermuten, dass Gerätemanagement auch in Zukunft ein sensibles Thema bleiben wird, denn die Studie habe auch gezeigt: Geschäfte mit gemischten Geräteumgebungen hätten eher Schwierigkeiten bei der Verwaltung von Funktionalitäten und Logins sowie bei der Sicherheit und Compliance, als Geschäfte, die nur auf eine Marke setzen.

Apple-Geräte haben sich bei den Teilnehmern der Befragung offenbar bewährt: 76 Prozent von ihnen seien der Meinung, dass diese im Einzelhandel mehr Nutzen bringen würden als Windows oder Android. Die meistgenannten Argumente für Apple: Die Geräte seien schneller zu implementieren, einfacher in der Handhabung und insgesamt stabiler und haltbarer.

Über die Studie

Die vom Apple-Gerätemanagement-Experten Jamf in Auftrag gegebene internationale Studie Mobile Retail Trends 2019 habe den Status quo beim Einsatz mobiler Technologien im Einzelhandel in Bezug auf eingesetzte Hard- und Software sowie Vorteile und Herausforderungen untersucht. Von Mai bis Juni 2019 habe das Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne 700 IT-Entscheidungsträger im Einzelhandel in den USA, Großbritannien, Japan, Deutschland, Frankreich und Australien befragt.

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