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IDC erwartet zunehmenden Wettbewerb zwischen den Partnern

Eine Einschätzung zur Entwicklung der Allianz zwischen IBM und SAP

16.06.2011 | Autor / Redakteur: Rüdiger Spies / Katrin Hofmann

Rüdiger Spies, Independent Vice President Enterprise Applications, IDC Central Europe
Rüdiger Spies, Independent Vice President Enterprise Applications, IDC Central Europe

IDC hat kürzlich mit Führungskräften von IBM gesprochen, um über die derzeit aktuelle Geschäftsbeziehung von IBM mit SAP zu diskutieren. Neben Accenture ist IBM der größte Implementierungspartner von SAP.

Während dieses Treffens sprach IDC auch mit Vertretern von Severn Trent Water (STW), einem in Großbritannien ansässigen Ver- und Entsorger für Wasser und Recycling. SWT konnte mit einer 70 Millionen Pfund teuren SAP-Implementierung innerhalb von zwei Jahren 120 Legacy-Applikationen ablösen und dabei im Backoffice deutlich Personal abbauen, gleichzeitig aber die Produktivität erhöhen.

Das Unternehmen transformierte seine Arbeitsmethoden von täglich und wöchentlich anfallenden papier-basierten Plänen sowie manuell erstellten Ausnahme-Genehmigungen in gezielte Aufgaben an die Außendienstmitarbeiter via mobiler Endgeräte und einem automatisierten Exception Management. Dieses Szenario ist ein gutes Beispiel für die transformatorische Wirkung auf Geschäftsprozesse durch eine SAP-Einführung.

Quintessenz für ITK-Anwender

1. Während des vergangenen wirtschaftlichen Abschwungs wurden bei den meisten Unternehmen die IT-Budgets reduziert oder zumindest eingefroren und neue Projekte vorerst auf Eis gelegt. Das Jahr 2010 zeigte, dass europäische Unternehmen wieder verstärkt investieren. Allerdings sollten sie nachhaltig kostenbewusst agieren und zukünftig für einen festeren Bezug zwischen IT-Investment und Geschäftsergebnis sorgen.

2. Aus einer ERP-Implementierungs-Services-Perspektive beinhaltet die „neue Normalität“ wiederverwendbare, tool-basierte, stringente ERP-Implementierungs-Services, eine schnelle Bereitstellung von cloud-basierten Anwendungen, neue Konkurrenz durch Dienstleister an Low-Cost-Standorten und (zumindest in der Theorie) das Verschwinden der ehemals großen, offenen, mit kundenspezifischen Add-Ons erweiterten ERP-Implementierungen.

SAP und IBM stehen auch im Wettbewerb zueinander

SAP und IBM sind Partner, doch sie stehen verstärkt im Wettbewerb bei Software und (etwas weniger) bei Services, wobei die Balance zwischen Zusammenarbeit und Wettbewerb über die Jahre gesehen einem ständigen Auf und Ab unterliegt. IDC ist der Meinung, dass SAPs eigener IT-Services-Bereich, der nun von José Duarte verantwortet wird, hauptsächlich den Software-Verkauf antreiben soll (im Gegensatz zum Ausbau des IT-Services-Bereiches) und dem Ausbau des Service-Partner-Ökosystems dienen soll. Dies sollte auch für mehr Klarheit und Stabilität in der Partnerschaft von SAP und seinen Systemintegratoren sorgen, was letztlich zum Vorteil für deren gemeinsame Kundenbasis gereicht.

Die IBM-SAP-Partnerschaft ist für beide Seiten zu wichtig, um aufgrund einiger Überschneidungen im Software-Portfolio und im Service-Bereich die Beziehung im Allgemeinen zu gefährden. Dennoch werden Unternehmen künftig – zumindest in Teilbereichen – Zeugen eines zunehmenden Wettbewerbs zwischen den beiden Partnern werden.

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