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Cebit 2018

Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte

| Autor: Sarah Nollau

Besonders beliebte Forschungskandidaten sind Humanoid Robotics, Künstliche Intelligenz und Augmented Reality.
Besonders beliebte Forschungskandidaten sind Humanoid Robotics, Künstliche Intelligenz und Augmented Reality. (Bild: Pixabay / CC0)

Die Cebit 2018 wird einen Einblick in aktuelle Forschungsprojekte gewähren. Hochschulen und Universitäten tüfteln derzeit besonders an Projekten in den Bereichen Humanoid Robotics, Künstliche Intelligenz (KI) und Augmented Reality (AR). Einen Einblick bieten die Institute im Rahmen der neuen Cebit-Plattform d!tec.

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) wird die sechste Generation der Roboterfamilie Armar vorstellen. Diese steht in Bezug zum EU-Förderprojekt „SecondHands“. Roboter werden als Helfer für die Wartung von Industriemaschinen eingesetzt. Ziel ist es, dass sie nach Werkzeugen greifen und sie einsetzen können. Aber auch das einfache Weiterreichen eines Werkzeugs an einen Mechaniker soll möglich sein. Außerdem kann Armar eigenständig erkennen, ob ein Techniker Hilfe benötigt und ihn unterstützen.

Das Forschungszentrum Informatik des KIT ist mit einem intelligenten Kamerasystem für vernetzte Fahrzeuge vertreten, das Einschätzungen zur Fitness und Aufmerksamkeit des Fahrers liefert. Dafür werden die Parameter Herzschlagfrequenz, Blinzelrate, Kopfhaltung und Emotion überwacht und ausgewertet.

Optimale Zusammenarbeit

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) zeigt, wie Mensch und Roboter effizient und sicher in einer flexiblen Produktion im Bereich Industrie 4.0 zusammenarbeiten können. Roboter können laut dem DFKI erst dann den Menschen optimal entlasten, wenn die Zusammenarbeit über mehrere Arbeitsschritte hinweg anhält – beispielsweise in der Montage, bei repetitiven Tätigkeiten oder ergonomisch ungünstigen Bewegungsabläufen. Auch das Forschungsprojekt Recupera-Reha wird das DFKI vorstellen. In diesem Projekt wurden neue Leichtbau-Methoden für ein Ganzkörper-Exoskelett entwickelt, um Menschen mit neuro-motorischen Einschränkungen besser unterstützen zu können.

Steuerung per Gedankenkontrolle

Die Medizinische Hochschule Hannover hat sich zum Ziel gesetzt, Hörgeräte mit einem Brain-Computer-Interface auszustatten, um die Steuerung per Gedankenkontrolle zu ermöglichen. Um das zu schaffen, möchten die Forscher auf die EEG-Signale des Trägers zurückgreifen. Außerdem zeigt die Hochschule eine Prothese für Gehörlose, die mit KI-Technologie ausgestattet ist.

Die Technische Informationsbibliothek Hannover wird zeigen, wie sich Big-Data-Technologien auf das Wissensmanagement im Medizinbereich auswirken wird. Informationen aus unterschiedlichen medizinischen Aufzeichnungen sollen in Datenbanken und Genomdaten einfließen, um die Therapie von Kranken zu verbessern. Der Lehrstuhl für Robotik, Künstliche Intelligenz und Echtzeitsysteme der Technischen Universität München stellt seine Arbeit an einem Human-Brain-Projekt vor. Die Neurorobotics Platform, die auf der Cebit in Aktion zu sehen sein wird, soll Gehirnmodelle simulieren, die aus neuronalen Netzwerken bestehen und einen künstlichen Körper steuern.

Die Hochschule Aalen präsentiert ihre cyber-physikalische Lernfabrik als Plattform für Lehre und Forschung. Zum einen können damit Digital Twins und Applikationen erprobt werden, zum anderen dient die Anlage als Fertigungsstraße für Kleinteile.

d!talk

Auf der Cebit-Plattform d!talk werden Wissenschaftler zu Gast sein und über die aktuellsten Entdeckungen und Entwicklungen referieren. Am Dienstag, 12. Juni in Halle 27, wird Marc Raibert, CEO und Gründer von Boston Dynamics, anhand des vierbeinigen High-End-Roboters SpotMini demonstrieren, wie Robotik den Alltag revolutioniert. Weitere Vorträge am 13. Juni in Halle 27 wird es von der Psychologin Julia Shaw vom University College London („The Memory Illusion – Das trügerische Gedächtnis“) und Jaron Lanier, Informatiker und Kritiker der mächtigen Internetkonzerne sowie deren Geschäftsmodelle, geben. Ranga Yogeshwar, Wissenschaftsjournalist, referiert am gleichen Tag über das zukünftige Zusammenspiel von Mensch und Computer unter dem Motto „Wer programmiert wen?“.

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