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HSP Summit 2017

Edge IT wird die Public Cloud immer stärker ergänzen

| Autor: Michael Hase

Thomas Kitz, Director Sales Service Provider bei HPE, sieht die Public Cloud nur für diejenigen Häuser als Bedrohung an, die sich nicht transformieren.
Thomas Kitz, Director Sales Service Provider bei HPE, sieht die Public Cloud nur für diejenigen Häuser als Bedrohung an, die sich nicht transformieren. (Bild: Vogel IT-Medien)

Weil IoT die Verarbeitung von Daten am Entstehungsort erforderlich macht, rechnet HPE-Experte Thomas Kitz bei lokal gehosteten Services mit ähnlich starkem Wachstum wie bei Public-Cloud-Diensten. Hewlett Packard Enterprise (HPE) tritt als Premium-Partner beim Hosting & Service Provider Summit auf.

ITB: Sehen Sie die Public Cloud eher als Bedrohung oder als Chance für Systemhäuser und MSPs an?

Kitz: Es kommt darauf an, was das Unternehmen daraus macht. Auf jeden Fall entstehen neue Chancen, etwa durch Kooperationen. Systemhäuser müssen die Chance aber auch ergreifen und sich fragen, ob sie eigene Cloud-Angebote entwickeln oder bestehende, lokal gehostete IaaS-, PaaS- und SaaS-Plattformen weiterverkaufen möchten. Bei Service Providern sehen wir Ansätze, Angebote in Richtung Multicloud-Umgebungen zu entwickeln, die eigene Services und Public-Cloud-Dienste kombinieren. Eine Bedrohung sehen wir lediglich dort, wo keine Transformation von klassischen transaktionalen IT-Modellen hin zu Cloud- und Service-orientierten Modellen stattfindet.

ITB: Werden Unternehmen ihren IT-Bedarf in fünf Jahren weitgehend – oder möglicherweise sogar komplett – aus der Public Cloud decken?

Kitz: Der Anteil der Public Cloud wird mit ­Sicherheit wachsen. Allerdings sehen wir ein genauso starkes Wachstum bei lokal gehosteten On- und Off-Premises-­Lösungen. Durch die Verbreitung von IoT im industriellen und gewerblichen ­Bereich rückt die IT näher an die „Edge“. Laut IDC werden in zwei Jahren zirka 45 Prozent der Daten direkt am oder nahe beim Entstehungsort verarbeitet: IT findet an der Maschine, im Einkaufszentrum, in der Nähe des lokalen Service Providers statt. Edge IT wird somit die Public Cloud immer stärker ergänzen und eine neue Welle der Dezentralisierung anstoßen. Hinzu kommt, dass im deutschen Mittelstand die lokale Nähe zum Service Provider weiterhin eine wichtige Rolle spielt. Mit der Cloud28+-Initiative hat HPE daher eine Plattform geschaffen, auf der Unternehmen präzise nach Angeboten suchen können, die ihren Anforderungen hinsichtlich Speicherort, Funktionen oder Kosten entsprechen. Aktuell verzeichnet Cloud28+ mehr als 1.400 Cloud-Dienste von fast 400 Service-Providern.

Ergänzendes zum Thema
 
Der HSP Summit – Inhalte, Konzept und Anmeldung

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