Aktueller Channel Fokus:

Systemhaus der Zukunft

Proofpoint Phishing-Report 2019

E-Mails als Einfallstor für Cyberangriffe

| Redakteur: Peter Schmitz

Cyberkriminelle zielen immer mehr auf die Personen in Unternehmen ab, die einen privilegierten Zugang zu sensiblen Daten haben.
Cyberkriminelle zielen immer mehr auf die Personen in Unternehmen ab, die einen privilegierten Zugang zu sensiblen Daten haben. (Bild: Pixabay / CC0)

Cyberkriminelle zielen mehr und mehr auf Personen ab, die in einem Unternehmen einen privilegierten Zugang zu Unternehmensdaten haben oder mit besonders sensiblen Daten arbeiten. Für seinen fünften jährlichen „State of the Phish“-Report hat das Cybersecurity-Unternehmen Proofpoint die Daten von vielen Millionen simulierten Phishing-Angriffen analysiert, die innerhalb eines Jahres versendet wurden.

Der Proofpoint-StudieState of the Phish 2019 Report“ zufolge waren insgesamt 83 Prozent der Befragten im vergangenen Jahr selbst Opfer von Phishing-Angriffen – 2017 waren es noch 76 Prozent. Fast 60 Prozent gaben zudem an, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Security-Awareness-Schulungen mögliche Phishing-E-Mails eigenständig identifizieren konnten. Darüber hinaus zeigt der Report, dass im Vergleich zum Vorjahr eine viel mehr Unternehmen von Social-Engineering-Angriffen – wie Phishing, Spear-Phishing, SMS-Phishing, Voice-Phishing und USB-Angriffe – betroffen waren. Zum ersten Mal waren dabei kompromittierte E-Mail-Konten die meistverwendete Taktik für erfolgreiche Phishing-Attacken und übertrafen damit die Häufigkeit von Malware-Infektionen in der Statistik.

Phishing weiter auf dem Vormarsch

Laut Proofpoint-Studie gab es zudem im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein erhöhtes Aufkommen aller Arten von Social-Engineering-Angriffen. Der Anteil von Phishing stieg auf 83 Prozent gegenüber 76 Prozent im Jahr 2017. Beim Spear-Phishing war eine Zunahme von 53 auf 64 Prozent zu verzeichnen. Auch beim Voice-Phishing und/oder SMS-Phishing war ein Anstieg auf 49 Prozent gegenüber 45 Prozent im Jahr 2017 zu beobachten. Zudem wuchs die Häufigkeit von USB-Angriffen um einen Prozentpunkt auf nunmehr vier Prozent.

Die Zahl der Befragten, die angab, von Phishing-Angriffen und einem darauffolgenden Datenverlust betroffen gewesen zu sein, hat sich zwischen 2016 und 2018 mehr als verdreifacht – was die wachsende Bedrohung durch Phishing und dessen Auswirkung weiter unterstreicht.

Der Diebstahl von Zugangsdaten nahm seit 2017 um 70 Prozent zu, gegenüber 2016 sogar um 280 Prozent. Damit hat diese Methode erstmals die Malware-Infektionen an der Spitze der Liste abgelöst und war 2018 die am weitesten verbreitete Art von Phishing.

Dagegen gaben nur zehn Prozent der Befragten an, 2018 einen Ransomware-Angriff erlebt zu haben. So ist Ransomware im vergangenen Jahr im Vergleich zu anderen Angriffsarten in den Hintergrund gerückt.

Verständnis wecken für IT-Sicherheit

Mehr Erfolg mit Security Awareness

Verständnis wecken für IT-Sicherheit

15.06.18 - Das Hauptziel von Security Awareness (SecAware) ist es, die Computer-Nutzer für die zahlreichen Cyber-Bedrohungen zu sensibilisieren. Da nicht jeder Angriff sich durch die Kombination aus Sicherheits-Hard- und Software abfangen lässt, muss der IT-Nutzer als „Last Line of Defense“ agieren und „durchgerutschte“ Angriffe abwehren. Diese gute Idee funktioniert aber oft nicht! lesen

Security Awareness wirkt!

59 Prozent der von Anwendern gemeldeten verdächtigen E-Mails wurden auch tatsächlich als potenzielles Phishing eingestuft. Dies deutet darauf hin, dass die Mitarbeiter sorgfältiger und aufmerksamer mit den an sie gesendeten E-Mails umgehen.

Die sogenannten Babyboomer (die geburtenstarken Jahrgänge zwischen 1945 und 1965 in Europa und den USA) übertrafen alle anderen Altersgruppen bei grundlegenden Kenntnissen in Bezug auf Phishing- und Ransomware. Dieser Wert verdeutlicht, dass Unternehmen nicht fälschlicherweise davon ausgehen sollten, dass jüngere Mitarbeiter automatisch ein höheres Bewusstsein für Cyberbedrohungen haben.

Die Aufklärung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen über die heutige Gefahren in Bezug auf die IT-Sicherheit ist unerlässlich. In einer anderen, weltweiten Umfrage sollten Arbeitnehmer folgende Begriffe richtig zuordnen: Phishing (66 Prozent antworteten korrekt), Ransomware (45 %), SMS-Phishing (23 %) und Voice-Phishing (18 %). Diese Ergebnisse unterstreichen die bestehende Sprachbarriere, die Sicherheits-Experten bei der Kommunikation mit Nicht-Experten häufig trennt.

Kommentare werden geladen....

Sie wollen diesen Beitrag kommentieren? Schreiben Sie uns hier

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45725776 / Security)