Karen Schulz von Thinprint gibt Tipps zu wichtigsten Knackpunkten Drucklösungen in virtualisierten Umgebungen

Redakteur: Regina Böckle

Beim Thema Virtualisierung wird häufig das Thema Drucken übersehen. Oft wird das erst bemerkt, wenn der Endanwender dann versuchen will, zu drucken, und es geht plötzlich nicht mehr. Die Lösungen Thin Print sorgen dafür, dass es auch in virtuellen Systemlandschaften möglich ist, von allen Plattformen heraus problemlos zu drucken. Im Interview erläutert Karen Schulz, Key Account Managerin bei Thin Print, worauf Reseller achten sollten.

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ITB: In wiefern sind Drucklösungen ein Thema speziell im Bereich Virtualisierung?

Schulz: Beim Thema Virtualisierung denkt man oft erst ganz am Schluss an das Thema Drucken. Doch natürlich muss der Anwender am Ende auch hier drucken können. Und das im Idealfall so, dass er noch nicht einmal merkt, dass er in einer virtualisierten Umgebung arbeitet beziehungsweise dass eine Veränderung in der IT vorgenommen wurde. Dafür haben wir eine Lösung.

ITB: Wie sieht diese Lösung denn konkret aus – wie lassen sich beispielsweise Druckertreiber virtualisieren?

Schulz: Das ist genau das Prinzip, nach dem wir vorgehen. Das heißt, wir erweitern den Virtualisierungs-Layer, der Software von der Hardware trennt, um den Teil, der sich um den Druckertreiber kümmert. Auf diese Weise können wir auf den virtuellen Maschinen – seien es Desktops oder Server – unseren virtuellen und Microsoft-zertifizierten Treiber einsetzen und dann den Druckjob mit dem tatsächlichen, nativen Druckertreiber auf dem Desktop- oder der Server-Seite fertig verarbeiten. Die virtuellen Images lassen sich mit unserem virtuellen Treiber daher vervielfältigen, wie man möchte. Der Anwender muss sich also keine Gedanken darüber machen, alle Treiber auf allen Images vorzuhalten.

ITB: Gibt es bestimmte System-Voraussetzungen, die der Anwender beachten muss, wenn er Thin Print-Lösungen einsetzen möchte?

Schulz: Diese Druckertreiber-Virtualisierung funktioniert in der Windows-Welt, das heißt auf Client-Seite müssen Windows-Server- oder Windows-Desktop-Systeme vorhanden sein. Oder aber es gibt einen dedizierten Print-Server, der mit einem Windows-Betriebssystem ausgestattet ist, über den sich der Schritt vom virtuellen zum nativen Druckertreiber vollziehen lässt. Es lässt sich aber auch problemlos ein Linux-Thin-Client ansteuern. Betriebssystem-seitig gibt es beim Einsatz von Thin Print-Lösungen keinerlei Beschränkungen im Hinblick auf bestimmte Hardware- oder Software-Plattformen.

ITB: Gibt es noch weitere Knackpunkte, die beim Thema Drucken in virtuellen Umgebungen gerne übersehen werden?

Schulz: Im Zuge der Virtualisierung möchten viele von einer klassischen Rich-Client-Strategie zu einer virtualisierten Desktop-Strategie wechseln. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass die Daten nicht mehr lokal verarbeitet und gedruckt werden, sondern dass die Druckdaten zentral verarbeitet und zum Drucker geschickt werden müssen. Das führt dann oft zu Bandbreiten-Problemen im Netzwerk, denn Druckdaten sind in der Regel verhältnismäßig groß; und so kann es hier zu Engpässen bei der Datenübertragung zur Filiale kommen.

ITB: Wie begegnet Thin Print diesem Problem?

Schulz: Wir komprimieren die Druck-Daten sehr stark – im Schnitt komprimieren wir sie um rund 80, im Extremfall sogar um bis zu 98 Prozent, so dass dieser potenzielle Engpass erst gar nicht auftreten kann. Der Anwender bekommt davon eigentlich nichts mit, weil alles auf den Servern abläuft.

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