Cuba - fotografiert von Drobo Ambassador Jean Noir

15.11.2019

Jean Noir entdeckte erst 2012 die Magie und Welt des Arbeitens mit Persönlichkeiten und Seelen und ist weltweit bekannt für seine intensiven Fotos. Jean konzentriert sich auf People- und Editorial-Fotografie für Agenturen, gibt aber auch erfolgreich Workshops und Coachings.

Jahrelang war Cuba eines der Länder, welches ich unbedingt bereisen wollte. Kultur & Menschen kennenlernen, sich inspirieren lassen. Im Mai 2019 war es dann so weit. Meine Reise nach Havanna und Trinidad stand vor der Tür. Ein Mix aus Lifestyle und Editorial Fotografie. Mit im Gepäck meine Canon Bodies (EOS R & 5D III) und meine Hauptlinsen (85mm & 24-70mm).

Cuba, ein Land voller Träume und Farben, offenherzige Menschen die einem Türen und Höfe öffnen. Knapp zwei Wochen konnte ich viele Eindrücke in dem Land sammeln, pure Inspiration für Künstler aber auch viele Gedanken. Für mich war schnell klar, dass Cuba keine Fotografiereise oder eine reine Masterclass sein konnte, sondern einen Mix aus dem Leben und der Editorial-Fotografie, also wollte ich beides kombinieren. Dank eines Freundes hatten wir die Möglichkeit das wirkliche Havanna und Trinidad zu erleben, Boxclubs, Gyms oder auch das heimische Leben.

Die Freundlichkeit und Lebensfreude einer Gesellschaft, die nicht viel hat und steht dem täglichen Kampf mit Embargos gegenüber – das hat mich immens beeindruckt. Ein Land mit so viel Kultur, aber das nicht weiß, wohin die Reise wirklich geht. Ein Land was sich 60 Milen von den USA befindet und in dem dennoch die Zeit irgendwie stehen geblieben ist. Farbenvielfalt, Stimmungen an jeder Ecke, aber auch viel Armut, die sich jedoch nicht danach anfühlt.

Innerhalb unserer Noirteam Masterclass wollten wir diese Stimmungen und Eindrücke auch in unterscheidliche Editorials verarbeiten. Für den Aufbau haben wir uns schon in Deutschland viele Gedanken zu Outfits und „Moods“ gemacht. „Editorial“ ein Begriff bei dem ich immer wieder die Frage gestellt bekomme – „Was ist ein Editorial?“ –

Im Allgemeinen wird der Begriff in der Fotografie verwendet um Bilder zu zeigen, die einen redaktionellen Beitrag „begleiten“ sollen. Für mich als „Künstler“ bedeutet der Begriff aber noch viel mehr. Geschichten erzählen, eigene Eindrücke, Inspiration und Empfindungen in die Bilder einfliessen zu lassen.

Meine Vorgehensweise ist dabei immer in mehrer Schritte aufgeteilt:

1. Was möchte ich erzählen, welche Eindrücke würde ich gerne in Pixel einfrieren und festhalten?

2. Welches Team begleitet mich, mit wem arbeitet man zusammen (Model´s, Make-Up-Aartist, Stylist, Designer, Assitent)

3. Erstellung von Moodboards (Übersicht an Inspirationen, welche aus Bildern, Musik, Texten oder vieles mehr bestehen kann)

4. Ausarbeitung im Team (Gemeinsames Brainstorming)

5. Location-Scouting (Welche Orte & Locations kommen in Frage? – Lichtstimmungen checken, braucht man einen Akkreditierung? Das wird sehr oft unterschätzt.)

6. Vorbereitungen für die Shootings (Auch die Verpflegung ist ein wichtiger Punkt, grade in Ländern wie Cuba bei denen es bis zu 40 Grad heiss werden kann.)

7. Die Shootings werden ausgeführt

8. Nachbearbeitung (Auswahl der Favouriten und finale Retusche)

9. Das finale Backup aller Bilder auf meine DROBO Storages 5D3 & 8D

 

Für Cuba war es mir sehr wichtig ein Verhältnis zwischen dem „Leben“ und dem Editorial zu finden. Ich wollte keine „perfekte“ High-Fashion-Fotografie, sondern einen möglichst „Simplen und legeren“ Look transportieren und dennoch die Eindrücke des Landes mit einfliessen lassen.

Meine nächste Cubareise ist schon in Planung, da sich das Land bereits in einem kompletten Umbruch befindet. Noch nicht wirklich spürbar aber grade in Städten wie Havanna und Trinidad lassen sich die Ansätze von wirtschaftlichen Interessen und Materialismus erkennen. Was dem Land auf der einen Seite gut tun kann, sollte dennoch behutsam umgesetzt werden. Die Gefahr besteht, dass das wirkliche Cuba und auch die Mentalität der Menschen dort, zerstört wird.

Eine Reise, die ich nur jedem Fotografen ans Herz legen kann, so lange es noch möglich ist. Eindrücke von Land und Mensch sammeln, die einen wieder erden und uns die kleinen Dinge im Leben wieder schätzen wertschätzen lassen.

Durch die Partnerschaft mit DROBO, habe ich ein zuverlässiges Speichersystem im Einsatz, auf dem ich all diese Eindrücke und Erinnerungen aufbewahren kann, ohne sie zu verlieren. Durch die integrierten Hintergrunddatenchecks kann ich mir diese Shoots auch noch in 20 Jahren Revue passieren lassen.

 

Mehr Bilder und Informationen unter: www.Drobo.com