Wie gehe ich als Fotograf mit einem Speichersystem und Backup um?

22.03.2019

Albert Dros ist Fotograf und nutzt Drobo schon seit mehreren Jahren. Seine Erfahrungen mit Drobo und seinen Backup-Workflow teilt er in seinem Artikel, der auf www.petapixel.com erschienen ist.

Auszüge aus dem Artikel von Albert Dros: How I Handle Storage and Backup as a Photographer:

Ich erinnere mich gut an die Zeit, als ich mit dem Fotografieren angefangen habe. Ich habe externe Festplatten verwendet, um größere Mengen meiner Daten zu speichern. Und ich bin mir sicher, dass einige, die meinen Beitrag hier lesen das ähnlich gemacht haben oder sogar noch so arbeiten. Irgendwann war das externe Laufwerk voll und ich organisierte ein weiteres... aber irgendwann ging auch der Platz aus.

Mein Festplatten-Archiv wuchs stetig an und erforderte einiges an Organisation und Struktur, um Daten auch tatsächlich wiederzufinden. Zu dieser Zeit waren mir Backups nicht einmal wichtig, ich hab nicht professionell gearbeitet und hatte einige Dateien verloren. Aber irgendwann war genug und ich entschied mich etwas an meinem Setup zu verändern. Ich fing an zu recherchieren - was soll ich sagen - es gab unzählige Artikel und Informationen zum Thema Backups.

In meinem Artikel möchte ich daher mein zuverlässiges Speicher- und Backup-System vorstellen und euch erklären, was für mich funktioniert. Das bedeutet natürlich nicht, dass es keine anderen Optionen gibt oder mein Weg der beste ist. Ich zeige euch einfach meinen Workflow, der sich für mich als professioneller Fotograf über Jahre als funktional und einfach erwiesen hat. Ich arbeite z.B. mit ordentlich hohen Megapixel-Kameras, wobei mein Hauptarbeitsgerät die Sony A7RIII ist. RAW-Bilder sind etwa 50MB groß (komprimiert). Ich reise oft und wenn ich nach Hause komme, übertrage ich oft über 500GB Dateien von meinem Laptop oder Speicher auf meinen Hauptspeicher. Mittlerweile haben sich so weit über 15TB Fotos und Videos angesammelt.

Für mich zählt daher:

Geschwindigkeit: Ich arbeite direkt auf meinem Speichergerät. Das bedeutet, dass es über eine möglichst schnelle Schnittstelle verfügen muss. Meine Arbeitsdateien sind meist größer als 1GB (PSD-Dateien mit vielen Ebenen). Es ist daher für mich essentiell, dass diese Dateien in angemessener Geschwindigkeit verarbeitet werden können. Daher brauche ich Laufwerke, die schnell sind und auch schnell mit meiner Workstation - einem iMac 5k 2018 zu Hause kommunizieren.

Zuverlässigkeit: Mein Hauptarbeitsplatz ist rund um die Uhr verfügbar. Der Speicher wird täglich für längere Zeit verwendet. Obwohl ich Backups habe, ist es immer noch wichtig, dass das von mir verwendete Gerät einschließlich Festplatten zuverlässig seinen Dienst leistet. Wenn etwas abstürzt, braucht es Zeit es zu reparieren oder zu ersetzen.

Erweiterbarkeit: Wie bereits erwähnt, ist der Kauf von mehr und mehr externen Festplatten unübersichtlich und unhandlich. Als Kreativprofi arbeitet man mit seinen Dateien. Häufig müssen wir für Kunden auf alte Projekte zugreifen. Ich verkaufe z.B. auch Lizenzen für sehr alte Fotos, daher muss ich auch schnell darauf zugreifen können. Wenn mir der Platz ausgeht, muss das Speichersystem einfach und schnell zu erweitern sein.

 

Lange Rede - nun zu meinem Workflow:

Struktur: Ich ordne meine Fotos nach Datum und Ort. Meine Verzeichnisstruktur sieht wie folgt aus: Jahr | Monat | Datum | Ort. Auf diese Weise kann ich meine Fotos immer leicht finden. Ich katalogisiere sie in Lightroom mit Stichwörtern, so dass ich auch alte Fotos schnell wiederfinde. Nach jedem Shooting, erstelle ich im aktuellen Monat ein neues Verzeichnis Datum | Ort mit den Fotos und aktualisiere einfach meinen Lightroom-Katalog.

STorage & Backup Structure Albert Dros

Das Diagramm zeigt meinen aktuellen Arbeitsablauf:

  1. Wenn ich von einem Shoot zurückkomme, kopiere ich einfach alle meine Daten auf mein Speichergerät (2). Häufig sind es mehr als 500GB Daten nach einer Reise, daher ist Geschwindigkeit wichtig. Das Speichersystem ist daher direkt via Thunderbolt (3) mit meiner Workstation verbunden, um eine optimale Schnittstellengeschwindigkeit für Datenübertragungen zu erhalten.

  2. Das Drobo (2) verfügt bereits über eine integrierte Sicherungsfunktion, so dass ich vor einem einfach Festplattenausfall geschützt bin.

  3. Im Falle eines Gerätefehlers, Diebstahls oder Feier habe ich meine Dateien vollständig in der Cloud (4) über Backblaze gesichert. Um meine Dateien wiederherzustellen, kann ich sie einfach herunterladen. Das kann je nach Verbindung sehr lange dauern. Daher bietet Backblaze auch an, Festplatten mit den darauf gespeicherten Daten zu senden - eine schöne Funktion. Glücklicherweise musste ich noch nie etwas von Backblaze wiederherstellen, aber das Gefühl, dass meine Daten sicher sind, ist sehr wichtig.


Mein Workflow ist nicht sehr komplex, sonder schon eher unkompliziert und einfach. Das liegt hauptsächlich an den von mir verwendeten Tools und Geräten. Gute Speichergeräte sind Gold wert und kosten in der Regel auch mehr - und das dürfen sie meines Erachten auch, wenn sie dafür schnelle und sichere Dienste leisten, Zeit sparen und einfach in der Handhabung sind. Ich empfehle daher auf jeden Fall in einen Workflow zu investieren, der einem zusagt und mit dem man sich wohl fühlt. Die wichtigsten Komponenten sind ein ordnungsgemäßes Speichersystem und ein Cloud-Backup. Dadurch wird sicher gestellt, dass wertvolle Dateien immer leicht zugänglich und trotzdem gesichert sind.

Was ich an Drobo mag: Die hohe Benutzerfreundlichkeit, Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit. Es ist sehr leicht erweiterbar. Ich arbeite mit einem Drobo 8D DAS (Direct Attached Storage) mit 8 Schächten (aktuell aber nur 7 Laufwerken). Das ist direkt via Thunderbolt 3 mit meiner Workstation verbunden, so dass ich problemlos auf dem Drobo arbeiten kann. Geht der Speicherplatz aus, informiert mich das Gerät. Dann muss ich lediglich ein zusätzliches Laufwerk hinzufügen (einen Platz hab ich ja noch frei) - egal ob es sich um die gleiche Marke oder Kapazität handelt. Einfach Laufwerk einlegen, Drobo macht den Rest. Selbst wenn alle Laufwerke besetzt sind, kann ich eine Platte mit kleiner durch eine mit größerer Kapazität austauschen. Drobo bietet einen Rechner auf der Webseite an, mit dem man bequem vorberechnen kann, was für ein Laufwerk benötigt wird, um wieder genügend Platz zu haben.

Abschließend möchte ich nochmal betonen, dass ich Vollzeitfotograf bin und ich daher in eine robuste Speicherlösung investiert habe. Die von mir ausgewählten Marken funktionieren für mich super, was natürlich nicht bedeutet, dass andere Systeme nicht auch ihren Zweck erfüllen können. Es liegt an euch, welche Vorlieben ihr habt und wie viel Geld ihr dafür ausgeben möchtet. An der Wichtigkeit eines Backups ändert sich dabei aber nichts.

 

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel: www.petapixel.com