Deutsche setzten Geld und Vertrauen in Download-Portale Download-Markt legt laut Bitkom trotz Wirtschaftskrise stark zu

Redakteur: Daniel Feldmaier

Musik, Software und Klingeltöne: Für ein attraktives Download-Angebot sind immer mehr Nutzer bereit, Geld zu bezahlen. Nach Angaben des Bitkom ist der Download-Markt im ersten Quartal 2009 gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent gewachsen.

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Download-Portale erfreuen sich wachsender Beliebtheit, obwohl die Dateien kostenpflichtig sind.
Download-Portale erfreuen sich wachsender Beliebtheit, obwohl die Dateien kostenpflichtig sind.
( Archiv: Vogel Business Media )

Ob Musik, Spiele, Videos, Hörbücher oder Software – nie zuvor waren die Angebote aus dem Internet so beliebt. Mehr als 13 Millionen Mal haben die Deutschen in den ersten drei Monaten diesen Jahres, kostenpflichtige Dateien auf ihre PCs geladen. Das Marktforschungsinstitut GfK ermittelte im Auftrag des Branchenverbands Bitkom Zahlen zum Download-Verhalten.

Die Gewinner heißen beispielsweise I-Dance.com, Vorleser.net oder iTunes.de und können mit insgesamt 59 Millionen Euro Umsatz im ersten Quartal 2009 ein Plus von 16 Prozent verbuchen.

Download-Portale machten im Jahr 2008 einen Gesamtumsatz von 210 Millionen Euro. Das sind 23 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der einzelnen Downloads stieg im gleichen Zeitraum um 20 Prozent auf 48 Millionen.

„Downloads auf den eigenen PC sind günstig und bequem. Dank schneller Internet-Zugänge entdecken immer mehr Menschen die Vorteile. Trotz Wirtschaftskrise wird sich der Höhenflug fortsetzen“, ist sich Bitkom-Vizepräsident Achim Berg sicher. Nach Angaben des Verbandes sind der fortschreitende Breitbandausbau und die Verbreitung von Handys und Smartphones mit UMTS-Zugang die Hauptursachen für das stetige Wachstum.

Ein weiterer Grund für den Download-Boom sei die wachsende Vielfalt der Angebote bei gleichzeitig niedrigen Preisen. Über alle Produktgruppen hinweg kostete ein Download in den Monaten Januar bis März 2009 durchschnittlich 4,44 Euro. Drei Jahre zuvor lag der Durchschnittspreis im selben Quartal noch bei 4,74 Euro.

Downloaden ist maskulin

Männer laden rund zwei Drittel aller Dateien herunter. Frauen tätigen gerade einmal 35 Prozent der Downloads. Das Alter der Personen spiele dabei laut dem Bitkom keine Rolle. 34 Prozent der Download-Käufer sind älter als 39 Jahre. Vor einem Jahr waren es noch vier Prozentpunkte weniger.

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