IT-Trends 2022 Digitalisierungstrends für KMU

Quelle: Pressemitteilung

In den letzten Monaten ist in Sachen Digitalisierung viel passiert. Kaum noch gibt es Unternehmen, die um jeden Preis an analogen Abläufen festhalten möchten. Umso wichtiger ist es, den Rückenwind zu nutzen und in jenen Bereichen nachzubessern, in denen es noch Nachholbedarf gibt.

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In fast jedem Unternehmen liegt digitales Verbesserungspotenzial.
In fast jedem Unternehmen liegt digitales Verbesserungspotenzial.
(Bild: Song_about_summer - stock.adobe.com)

Oft ergeben sich diese Bereiche gerade aus dem Umstand, dass die Digitalisierung dort weit mehr kann als bekannt oder genutzt. Und ausgerechnet hier, zum Beispiel im Kundenservice oder in Dokumentenaustausch oder -ablage, scheinen alte Strukturen schwer aufzubrechen.

Hier kommen daher fünf Trends für 2022, die Entscheider nun nicht mehr verschlafen sollten:

Trend 1: Cloudifizierung

Cloud Computing lohnt sich bereits ab zwei Rechnern in einem Unternehmen. Denn: Liegen die Daten auf Servern eines externen Dienstleisters, können berechtigte Mitarbeitende jederzeit und von jedem Ort aus zugreifen. Auch die Anwendungen eines Unternehmens können so remote genutzt werden. Besonders sensible Daten liegen in einer Private Cloud ab und sind dort noch besser vor Cyberangriffen geschützt.

Die günstigere Public Cloud hingegen bietet eine Serverinfrastruktur, die von externen Dienstleistern für mehrere Kunden bereitgestellt wird, aber dafür eine bessere Performance und einen intuitiveren Zugang bietet. Eine weitere Möglichkeit sind Hybrid-Cloud-Lösungen, die beide Vorteile vereinen. Das Argument, dass interne und externe Compliance-Richtlinien im Umgang mit Daten beim Cloud Computing nicht eingehalten werden können, ist nicht mehr haltbar.

Trend 2: Schutz vor Schadsoftware im Unternehmen

Wahr ist aber natürlich auch: Mit der zunehmenden Digitalisierung finden Kriminelle neue Möglichkeiten. IT-Security-Projekte sind somit weiter das A und O in Sachen Digitalisierungstrends. Unverzichtbar: Sicherheits- und Awareness-Schulungen für Mitarbeiter, damit diese Malware erkennen können und weder öffnen noch weiterleiten. Dazu sortiert eine Virenschutzsoftware kritische Anfragen aus. Intern muss entschieden werden, welche Anwendungen und Anfragen über Black- oder Whitelistening blockiert werden können.

Wichtig: Je schärfer die Wachhunde des IT-Systems, umso mehr gilt es darauf zu achten, dass neue Unternehmenssysteme, Anlagen oder Komponenten kompatibel mit der Schutzsoftware sind. Mittlerweile unterstützt auch Künstliche Intelligenz (KI) die IT-Sicherheit, indem sie aus Schwachstellen lernt.

Trend 3: Digitaler Zwilling

Ein Digitaler Zwilling (Digital Twin) ist das virtuelle 3D-Abbild einer realen Anlage, meist in der Produktion. Mittels Sensoren an der originalen Maschine wird der Zwilling im virtuellen Raum in Echtzeit mit Daten und Informationen versorgt. Noch vor der endgültigen Entwicklung und Markteinführung von Innovationen wird so entscheidendes Wissen gesammelt. Es lässt sich viel Zeit und Geld sparen.

Die Einführung von Digitalen Zwillingen ist bereits heute wegweisend für die Entwicklung in zahlreichen Unternehmen. Die dafür notwendige Dateninfrastruktur muss natürlich vorhanden sein – oder aufgebaut werden. Die Investition lohnt häufig, bietet ein digitaler Zwilling doch eine hohe Schadensprophylaxe, indem er Produktionsfehler und Wartungsanforderungen erkennt, bevor das Projekt gegen die Wand fährt.

Trend 4: Digitalisierter Rechnungseingang und -ausgang

Auch nach der Einführung der zum Teil bereits verpflichtenden elektronischen Rechnungsstellungen an die Verwaltung – auch bekannt als XRechnung – herrscht in einigen kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) noch immer Chaos. Rechnungen werden in unzähligen Formaten, Formen und auf verschiedensten Übertragungswegen übermittelt.

Das muss nicht mehr sein. Die Lösung (Stichwort: „Streamlinen“) liegt auf der Hand. Dabei kommen Dokumente zuverlässig an einer Stelle, also zum Beispiel einem zentralen Postfach an und werden dort über einen definierten Kanal weiterverarbeitet.

Zuverlässige Plattformen externer Dienstleister können in bestehende ERP-Systeme integriert werden und sorgen dafür, dass ins Unternehmen eingehende Dokumente formatiert und ins System eingespeist sowie automatisch weiterverarbeitet werden. Ausgangsrechnungen verlassen das ERP-System ebenso automatisiert.

Trend 5: Chatbots

Für allgemeine und immer wieder kehrende Kundenfragen gab es früher die FAQ-Seite. Moderner, digitalisierter Kundenservice geht anders. Daher bieten heute Chatbots den gleichen, aber weitaus charmanteren Service. Die Zahl der Fragen, die der Chatbot beantworten kann, lässt sich beliebig erhöhen, ohne dass die Unübersichtlichkeit leidet – wobei auf das Dazulernen der KI sogar in den meisten Fällen verzichtet werden kann. Geht es um komplexere Sachverhalte helfen allerdings nur lernfähige Chatbot-Programme.

Hilfreich ist es 2022, das Frage-Antwort-Spiel an interne Systeme wie die CRM- oder ERP-Landschaften zu integrieren. So können Aufträge generiert werden oder Kundendaten im System geändert werden. Spätestens hier aber ist Rechtskunde von Nöten, damit die DSGVO eingehalten werden kann.

Ohne Konzept kein Digitalisierungsprojekt

Eines ist ungeachtet aller Trends sicher: In fast jedem Unternehmen liegt digitales Verbesserungspotenzial. Die genannten Projekte sind, so denn noch nicht umgesetzt, ein guter Startpunkt, die Digitalisierung in KMU weiter voranzutreiben. Dennoch sollten sie Teil eines umfassenden Digitalisierungskonzepts sein, um in voller Höhe auf die Unternehmensstrategie einzahlen zu können.

Über den Autor

Jürgen Dauk ist Vice President Sales and Operations AR & AP SaaS Solutions DACH & Italy bei Quadient in München. Der Manager kennt sich nicht nur mit Vertriebsmanagement, Digitalisierungs-Trends und digitalem Workflow aus – er und sein Team haben recherchiert, wo Unternehmen passgenauen Förderungsbedarf abrufen können.

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