Studie von Kobaltblau Digitalisierung ist nicht immer erfolgreich

Autor: Heidemarie Schuster

Die Studie „Folgen der Digitalisierung“ der IT-Management-Beratung Kobaltblau hat ergeben, dass der Weg hin zur Digitalisierung häufig mit Schwierigkeiten verbunden ist und zeigt auf, wo es hapert.

Firmen zum Thema

Die Digitale Transformation stellt Unternehmen häufig vor große Herausforderungen, die nicht immer bewältigt werden können.
Die Digitale Transformation stellt Unternehmen häufig vor große Herausforderungen, die nicht immer bewältigt werden können.
(Bild: Pixabay)

An jeder Ecke heißt es, dass die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, die nicht digitalisieren, leidet. Eine Studie von Kobaltblau zeigt aber auf, dass die Einführung und Umsetzung der Digitalisierung in der Praxis oft nicht in allen Bereichen wie erwartet läuft. So gaben 40 Prozent der befragten Unternehmen an, bereits negative Erfahrungen mit Digitalisierungsprojekten gemacht zu haben.

Umsetzungsprobleme

Die größten Probleme bei Digitalisierungsprojekten sehen die befragten Unternehmen bei der konkreten Umsetzung. Diese ist bei 53 Prozent der Entscheider aus der ersten und zweiten Führungsebene nicht nach ihren Vorstellungen erfolgt. 49 Prozent bemängeln, dass sich der erwartete Nutzen nicht eingestellt hat. Für 36 Prozent waren die Kosten zu hoch – und jedes sechste Vorhaben ist sogar komplett gescheitert.

Fehlende Kompetenz

Ein möglicher Erklärungsansatz für diese negativen Feststellungen liegt in den Augen der Führungskräfte an den Kompetenzdefiziten der Mitarbeiter. 69 Prozent der Führungskräfte geben an, dass dieser Punkt die größte Herausforderung der Digitalisierung darstellt.

„Es fehlen Schulungen oder adäquate Informationen für die Mitarbeiter, sodass neben den fachlichen Defiziten auch eventuell vorhandene Ängste abgebaut werden können“, sagt Kobaltblau-Geschäftsführer Hans-Werner Feick. „Werden die Mitarbeiter im Digitalisierungsprozess mitgenommen und wissen in welche Richtung es geht, können im Umkehrschluss auch die Vorstellungen der Führungsebenen besser erfüllt werden“.

Belastungslimits

Ein ebenfalls wichtiger Punkt sind die IT-Abteilungen der Unternehmen, die oft an ihren Belastungslimits arbeiten. Für 64 Prozent der Befragten ist das die zweitgrößte Herausforderung bei Digitalisierungsprojekten. Außerdem gibt es durch die hohe Anzahl von Projekten bei 51 Prozent der Befragten Koordinationsprobleme und bei 45 Prozent muss die Kommunikation verbessert werden.

Über die Studie

Für die Studie „Unternehmensbefragung: Folgen der Digitalisierung“ wurden im Herbst vergangenen Jahres 200 Entscheider (Geschäftsführer, Vorstand, Abteilungs- und Bereichsleiter) aus Unternehmen ab 500 Mitarbeitern über alle Branchen (ausgenommen Öffentlicher Dienst) telefonisch befragt.

(ID:44726212)

Über den Autor