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Digitalisierung: Fachkräfte bangen nicht um ihren Job

| Autor: Lisa Jasmin Nieberle

Nur 15 Prozent der befragten Fachkräfte sehen ihren Arbeitsplatz von der Digitalisierung bedroht.
Nur 15 Prozent der befragten Fachkräfte sehen ihren Arbeitsplatz von der Digitalisierung bedroht. (Bild: Pixabay / CC0)

Laut des aktuellen Stepstone Arbeitsreports ist die Digitalisierung für Fachkräfte kein Grund, um sich um den Job zu fürchten. Allerdings sind lebenslanges Lernen und Weiterbildungen unabdingbar. Hier sind auch die Unternehmen und die Politik gefragt.

Dass die Digitalisierung Arbeitsabläufe und -prozesse tiefgreifend verändert, ist klar. Gerne wird auch prognostiziert, dass Maschinen Menschen die Jobs zum großen Teil abnehmen und damit Millionen Stellen überflüssig werden. In einer aktuellen Studie hat die Online-Jobplattform Stepstone herausgefunden, wie Fachkräfte diese Veränderungen erleben. Die Studie zeigt: Ein Großteil der 17.000 befragten Fach- und Führungskräfte teilt nicht die Angst, aufgrund der Digitalisierung ihren Job zu verlieren. Nur 15 Prozent sehen ihren Arbeitsplatz vom digitalen Wandel bedroht. 68 Prozent sind sogar der Meinung, dass sich technologische Veränderungen positiv auswirken.

Lebenslanges Lernen

Auch wenn Fachkräfte nicht um ihre Jobs fürchten, erkennen zwei Drittel eine besondere Notwendigkeit, sich fortzubilden. Dazu zählen neben den eigenen Kernkompetenzen (94 %) vor allem die Verbesserung digitaler Fähigkeiten (86 %) und der Soft Skills (80 %). Der wichtigste Grund für eine berufliche Weiterbildung ist dabei das Interesse (61 %), gefolgt von Selbstverwirklichung und Selbstentwicklung (55 %). 40 Prozent der Befragten investieren aktuell einige Tage im Jahr in ihre berufliche Weiterbildung, 14 Prozent sogar einige Wochen. StepStone-Geschäftsführer Dr. Sebastian Dettmers sieht das so: „Die Digitalisierung wird viele standardisierte Tätigkeiten ersetzen, schafft aber gleichzeitig neue, oft anspruchsvolle Jobprofile, deren Anforderungen sich stetig weiter verändern werden.“ Hier sei auch die Politik gefragt, die diesen Veränderungsprozess in der Wirtschaft einleiten und Unternehmen und Fachkräfte unterstützen muss. Durch entsprechende Trainings- und Weiterbildungsangebote können Unternehmen bestehende Arbeitnehmer binden und für zukünftige Mitarbeiter attraktiv sein.

Branchenwechsel nicht ausgeschlossen

Mit der Digitalisierung geht unter anderem eine Freiheit einher, die Fachkräfte zunehmend genießen: sie können sich beruflich weiterentwickeln und verändern. So arbeiten aktuell nur zwei Fünftel in dem Beruf, auf den sie sich während ihrer Ausbildung spezialisiert haben. 30 Prozent haben während ihrer beruflichen Laufbahn schon einmal die Branche gewechselt, immerhin 26 Prozent waren schon in zwei oder drei unterschiedlichen Bereichen tätig. Der häufigste Grund für den Verbleib in einer bestimmten Branche ist mit 67 Prozent das angeeignete branchenrelevante Spezialwissen. Würde sich ein interessantes Jobangebot auftun, wäre die Mehrheit der Befragten aber bereit, die Branche zu wechseln. Besonders attraktiv ist für Fachkräfte die IT- und Internetbranche, gefolgt vom Öffentlichen Dienst und der Wissenschaft und Forschung.

Sicherheit allein reicht nicht mehr aus

Zwar geben acht von zehn Fachkräften an, dass Gehalt und eine sichere Anstellung ausschlaggebend sind bei der Wahl eines Jobs; diese Faktoren allein reichen aber nicht mehr aus. 97 Prozent wollen Zeit für Familie und / oder Freunde haben und von der vielbeschworenen Work-Life-Balance profitieren. 92 Prozent legen Wert darauf, bei ihrer Arbeit selbstständige und freie Entscheidungen treffen zu können. Doch auch der Erfolg soll nicht zu kurz kommen: 91 Prozent möchten nach einem Arbeitstag das Gefühl haben, wirklich etwas getan zu haben.

Bei der Jobwahl steht neben den oben genannten Faktoren vor allem Spaß und Interesse im Vordergrund: 65 Prozent haben sich rein nach persönlichen Interessen für einen Beruf entschieden. Das spiegelt sich auch in langfristigen Karrierezielen wider: 40 Prozent wollen vor allem einen Job ausüben, der Spaß macht.

Gesundheit auf Platz eins

Fachkräfte setzen im Laufe ihres Lebens klare Prioritäten: Partnerschaften und Beziehungen sind im Durchschnitt mit 87 Prozent an dritter Stelle. An zweiter Stelle steht mit 92 Prozent die persönliche Entwicklung, während Gesundheit mit 97 Prozent einen unangefochtenen ersten Platz einnimmt. Den gesamten StepStone Arbeitsreport finden Sie hier.

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